Acht Tipps: So vermeiden Sie Doppel-Bogeys
Es müssen nicht immer Birdies sein. Klar, unter Par zu spielen, vermittelt einem zumindest kurzzeitig das Gefühl von Genialität. Um das eigene Handicap jedoch wirklich nachhaltig zu verbessern, reicht es für die meisten Amateure, die Anzahl der Doppel-Bogeys zu reduzieren. Konstanz schlägt meistens die Extreme – auf dem Golfplatz sowieso. Wer mit einem Handicap von 15 unterwegs ist, produziert im Schnitt auf einer Runde rund fünf Doppel-Bogeys – hier liegt großes Potenzial zur Verbesserung. Das US-Portal golfmonthly.com hat acht Tipps zusammengestellt, die dabei helfen sollen, weniger Ausschläge nach oben auf der Scorekarte notieren zu müssen. Die Zusammenfassung gibt’s im Video (s.u.).
1. Längere Drives schlagen
Klingt offensichtlich – aber Daten zeigen: Je weiter der Abschlag, desto geringer die Wahrscheinlichkeit für einen Doppel-Bogey. Bedeutet für Sie: Arbeiten Sie an der Länge – Tipps gibt’s auf Golf.de viele dazu. Helfen kann zum Beispiel ein Speed-Training, also die Verbesserung der Schlägerkopfgeschwindigkeit. Klar ist allerdings auch: Obwohl mehr Länge helfen kann, sind Präzision und Sicherheit am Ende noch wichtiger.
2. Vermeiden Sie Strafschläge und verlorene Bälle
Wie oben erwähnt: Länge ist gut – aber nicht um jeden Preis. Fairwaybunker, Wasserhindernisse oder Ausgrenzen kosten schnell unnötige Schläge. Auch, weil durch den Frust in der Folge häufig die Konzentration leidet. Spieler mit Handicap 25 verlieren im Schnitt rund sechs Bälle pro Runde. Hier gibt es Einsparpotenzial. Trainieren Sie also die Sicherheit in Ihren Schlägen. Und vermeiden Sie hohes Risiko. Lieber einmal vorlegen als zu häufig im Wasser oder im Aus zu landen.
3. Keine Übermotivation aus dem Fairwaybunker
Ein Klassiker unter Amateuren: die Attacke aus dem Fairwaybunker. Die Profis können das, klar. Aber wer als durchschnittlicher Hobbyspieler auf dem Platz unterwegs ist, sollte aus dem Sand nicht zu viel riskieren. Lieber sicher raus und anschließend vom Fairway aus angreifen. Tipp: Greifen Sie zu einem Schläger, der sicher die Bunkerkante überwindet.
4. Einen schlechten Schlag nicht doppelt bestrafen
Doppel-Bogeys entstehen selten durch einen einzelnen Fehler, sondern meistens durch zwei in Folge. Ein häufiges Phänomen: Nach einem missglückten Schlag, hängt man gedanklich noch fest. Trauert der vergebenen Chance hinterher – und ist deshalb nicht fokussiert. So passiert der nächste Patzer. Wichtig: Fehler abhaken und bewusst neu konzentrieren. Und erstrecht keine Wunderschläge versuchen, wenn es gerade nicht rund läuft. Dann nämlich gerät sogar das Doppel-Bogey oft noch in Gefahr ...
5. Mit weniger Loft chippen
Statistiken zeigen: Golfer erzielen mit weniger Loft beim Chippen bessere Ergebnisse. Also: Lieber ein 8er- oder 9er-Eisen nehmen, statt Lob- oder Sand Wedge. Voraussetzung natürlich, dass keine hohe Flugkurve nötig ist, um das Ziel zu erreichen. Der Grund: Ein kürzerer Schwung reduziert Fehlerquellen und verbessert die Kontrolle.
6. Zuverlässige Bunker-Technik entwickeln
Aus dem Bunker hoch und nah ans Loch? Schön – aber selten. Gerade höhere Handicapper scheitern oft mehrfach an der Rettung aus dem Sand. Das Ziel sollte sein: Ball beim ersten Versuch raus – Hauptsache aufs Grün. Peilen Sie also nicht die Fahne an, die dicht an der Bunkerkante steht. Eine solide Grundtechnik für das Spiel aus dem Sand ist wichtig. Auch dafür finden Sie auf Golf.de viele Tipps.
7. Vermeiden Sie drei Putts und mehr
Drei Putts sind einer zu viel – vor allem, wenn Sie Doppel-Bogeys vermeiden wollen. Bedeutet: Üben Sie das Spiel auf dem Grün. Arbeiten Sie an der Längenkontrolle, entwickeln Sie ein Gefühl für das Tempo und entdecken Sie Ihren Touch. Wenn Sie in der Lage sind, jeden Putt so nah an die Fahne zu spielen, dass der Ball mit dem nächsten Schlag fällt, haben Sie gute Aussichten darauf, weniger Doppel-Bogeys auf der Scorekarte notieren zu müssen.
8. Lochen Sie die kurzen Putts
Im Bereich von einem bis zwei Metern um das Loch herum liegt meistens ein hohes Verbesserungspotenzial. Tourspieler lochen aus dieser Distanz etwa 85 Prozent ihrer Putts, Spieler mit Handicap 25 dagegen nur 48 Prozent. Deshalb noch einmal der Hinweis: Verbringen Sie mehr Zeit auf dem Übungsgrün, wenn Sie Doppel-Bogeys künftig vermeiden wollen. Inspirationen fürs Training gibt’s auf unserer Unterseite „Putten“.









