62 (-10): Langer startet mit Fabelrunde auf Winston
Der Mann ist 68 Jahre alt, hat auf Heimatbesuch gerade erst die ihm gewidmete Dokumentation begutachtet – und spielt Golf wie in seinen besten Jahren. Bernhard Langer hat die WINSTONgolf Senior Open in Vorbeck bei Schwerin mit einer bärenstarken 62 eröffnet und liegt nach der Auftaktrunde in Führung. „Wieder vor einem Heimpublikum zu spielen, ist etwas ganz Besonderes für mich. Die Atmosphäre ist immer unglaublich, und ich freue mich wirklich auf eine weitere Chance, hier anzutreten“, hatte Langer im Vorfeld gesagt.
WINSTONgolf sei ein besonderer Ort für ihn – nicht nur wegen des Platzes, sondern auch wegen der Menschen. Das Event stelle hohe Anforderungen an Präzision und Strategie. „Genau das gefällt mir“, so der Stargast und zweifache Major-Champion. Natürlich schielt Langer mit einem Auge immer nach New York, wo er Team Europa viel Erfolg beim Ryder Cup wünscht. Er selbst hatte den Kontinent beim Vergleich 2004 als Kapitän angeführt. Es scheint zu helfen, dass Langer die Daumen drückt. Europa ist sehr gut ins Big Event am Big Apple gestartet. „Ich hoffe, dass ich heute Abend ein wenig zuschauen kann, obwohl ich morgen früh starte. Aber ich war froh zu sehen, dass Europa oben steht, als ich meine Scorekarte unterschrieben habe“, so Langer.
Aber irgendwie scheint auch die Konzentration zu Hause in Deutschland sehr hoch zu sein. Langer schoss in der Auftaktrunde in Mecklenburg-Vorpommern sechs Birdies auf den ersten neun Löchern, die immerhin länger als drei Kilometer sind. Hinten kamen vier Birdies bei keinem einzigen Schlagverlust hinzu. Da kommt unweigerlich der Gedanke auf, ob nicht Langer selbst noch ein Kandidat für den Ryder Cup wäre. Das Kapitel ist abgeschlossen. Der in Florida lebende Schwabe führt nach 18 Löchern mit gesamt -10 vor dem Österreicher Markus Brier und dem Südafrikaner James Kingston (jeweils -6).
Mit Thomas Gögele, Sven Strüver und Christoph Günther sind bei diesem letzten, größeren Tour-Event in Deutschland drei weitere deutsche Herren am Start. Günther unterschrieb zum Auftakt eine 69 (-3), Strüver und Gögele jeweils eine 70 (-2). Mit Elisabeth Esterl ist auch eine deutsche Spielerin am Start. Sie war 2003 erste Solheim-Cup-Spielerin aus Deutschland und kam mit einer 76 (+4) ins Ziel.








