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Nationalspielerin Sophie Witt ist mit starken Ergebnissen in Südafrika in die Saison gestartet und will so schnell wie möglich zurück auf die LET. | © LET/Tristan Jones

„Ich will so schnell wie möglich zurück auf die LET“

Hi Sophie, Glückwunsch zu drei Top-Ten-Platzierungen in Südafrika. Die Sunshine Ladies Tour scheint dir zu liegen. Wie ist die Serie organisiert und was ist in Sachen Set-Up, Zuschauer, Klima, Grüns etc. anders als in Europa?

Vielen lieben Dank. Es ist meine erste Saison auf der Sunshine Tour und ich muss sagen, es macht mir enorm viel Spaß. Die Plätze, welche wir hier spielen, sind unglaublich. Die Sunshine Tour geht im Februar los und hat insgesamt neun Turniere diese Saison. Sechs von Anfang Februar bis Ende März und dann noch einmal drei co-sanctioned Events mit der LET, für welche man sich leider nur über die Order of Merit der letzten Saison oder über einen diesjährigen Sieg qualifizieren kann. Die Plätze sind vom Set-Up ähnlich zur LET, allerdings würde ich sagen, dass sie sich von der Länge her kürzer spielen. Die Kursverhältnisse sind erste Sahne, die Views einfach atemberaubend, die Grüns laufen super. Kurz: Die Plätze zu spielen, macht großen Spaß. Das Klima ist auch viel wärmer als zu Hause; hier sind typischerweise um die 23 bis 28 Grad, jedoch gibt es in Johannesburg aktuell sehr viel Regen und Gewitter.

 

Du hast bei drei Turnieren 2026 ganz vorne mitgespielt. Was ist das Geheimnis bzw. woran machst du deine aktuell steigende Formkurve fest?

In den vergangenen Monaten habe ich mit Hilfe meines Teams jede Menge harte Arbeit in mein mentales Spiel, meine körperliche Fitness und natürlich auch in mein Golfspiel gesteckt. Wir hatten im Januar einen Lehrgang mit dem Nationalkader in Abu Dhabi, bei dem wir unter anderem auch eine 3D-Analyse meines Schwungs erstellt haben. Ich denke, dass diese Analyse ein großer Game-Changer für mich war, denn wir haben meinen Schwung komplett analysiert und daraufhin mit kleinen, aber enorm wichtigen Schritten wie beispielsweise der Gewichtsverteilung an meinem Schwung angefangen zu arbeiten. Seit meiner Verletzung am linken Knie und dem schweren Jahr 2024 habe ich „one percent better every day“ als meinen Leitfaden - darauf habe ich aufgebaut und bin mir ziemlich sicher, dass sich all meine harte Arbeit und meine Geduld nun endlich auszahlen. Ich genieße die Zeit und sauge jede Menge Motivation und Kraft daraus.

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Welche Bereiche deines Spiels hast du zuletzt bearbeitet und wo siehst du die größten Fortschritte?

Defintiv in meinem mentalen und langen Spiel. Wie angesprochen, habe ich durch meine Verletzung am linken Knie unterbewusst keine Belastung in die linke Seite geben können, was zu unbewussten Veränderungen in meinem Schwung geführt hat. Durch die 3D-Analyse habe ich mit meinen Coaches super viel an meinem Schwung gearbeitet. Unbefriedigende Ergebnisse und schwere Zeiten nagen leider auch am Mentalen, weshalb ich kontinuierlich alleine und viel mit meinem Mentaltrainer an meiner psychischen Stärke gearbeitet habe.

 

Wie ist dein Plan für diese Saison? Wie viele Events in SAF stehen noch an? Auf welcher Tour werden wir dich dann sehen? Und bist du bei der Premiere der Ladies German Challenge 2026 am Start?

Auf der Sunshine Tour steht noch ein Turnier an, welches diese Woche in Royal Johannesburg stattfindet. Danach geht es für mich erst einmal nach Hause. Mein diesjähriger Saisonplan ist bisher noch etwas unklar. Ich hoffe, dass ich für ein paar LET-Turniere Einladungen bekomme und mir durch diese die Chance erarbeiten kann, ins Re-Ranking zu kommen, um die weitere Saison auf der LET zu spielen. Falls das nicht gelingt, bin ich sehr gerne bei der Ladies German Challenge am Start, denn diese ist direkt bei mir um die Ecke.

 

Wo siehst du dich 2027 bzw. in zwei Jahren?

Mein Ziel, das ich mit Vollgas verfolge, ist, meine volle LET-Karte so schnell wie möglich wiederzubekommen.

 

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für 2026!

 

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