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Ein Lächeln für die Kamera: Nationalspielerin Celina Sattelkau bei der Swiss Ladies Open im September, wo sie ihr bislang bestes LET-Ergebnis einfahren konnte. | © LET/Tristan Jones

„Die Schweiz war mein Highlight 2025“

Wer flexibel ist und sich schnell auf völlig neue Situationen einstellen kann, wird mittel- bis langfristig erfolgreich sein. Das gilt im Privatleben wie im Beruf. Für Tour-Spieler sowieso. Ein Schlag kann auf einem Golfplatz nahezu perfekt funktionieren, auf einem anderen Kurs mit anderem Gras und bei anderen äußeren Bedingungen kann derselbe Schlag der falsche sein. Da ist Variabilität gefragt. „Und gerade in diesem Bereich habe ich in diesem Jahr sehr viel gelernt“, sagt Celina Sattelkau. Für die 24-jährige Nationalspielerin hatte das Jahr 2025 auf der Sunshine Ladies Tour in Südafrika begonnen. Danach spielte sie überwiegend auf der Ladies European Tour – und die Saison endet mit der Final Stage der Q-School zur LET in Marokko (16. bis 20. Dezember/Al Maaden Golf Marrakesch & Royal Marrakesch).

 

„Ich freue mich drauf und kenne die beiden Plätze, die ja unterschiedlicher kaum sein können, noch vom letzten Jahr“, erzählt sie. Auch da wird Flexibilität gefragt sein. Aber das kennt sie ja aus der zu Ende gehenden Saison 2025, in der sie so viel unterwegs war wie noch nie. 15 Länder, 20 Events. Da lernt man einiges über sich selbst, über Kulturen und über sein Golfspiel. Ihr sportliches Highlight resultierte kurioserweise aus einer kleinen Enttäuschung, denn: Anfang September war sie als erste Reserve zum Aramco-Event nach Houston gereist, rutschte aber doch nicht mehr ins Feld. Pech. Also ging es zurück nach Europa. Zum Glück.

„Ich bin von Houston direkt nach Zürich geflogen, um die Swiss Ladies Open zu spielen. Dort habe ich direkt das ProAm mit sieben unter gewonnen und bin am Ende beim Turnier Siebte geworden. Mein bestes Ergebnis in diesem Jahr. Das hat mich sehr gefreut.“ Es habe einfach alles gepasst in der Schweiz; sie erinnere sich gerne an die Menschen, das Setting, den Platz, die TV-Coverage – und an ihr starkes Birdie-Birdie-Finish, mit dem sie sich auf den letzten Metern in die Top Ten geschossen hatte. Ein großartiger Erfolg in ihrer Rookie-Saison, wobei sich das in Houston noch gar nicht angedeutet hatte. Aber so läuft es manchmal im Leben. Man muss flexibel sein und sich auf neue Situationen einstellen können.

 

Das gilt auch für ihr Golfspiel. Anfang des Jahres wechselte Celina Sattelkau den Driver, „mit dem ich noch ein paar Meter mehr rausholen konnte“. Klar, Länge sei nicht alles, aber auf manchen Plätzen eben doch viel. In nahezu allen Bereichen habe sie dazugelernt, wobei ihr kurzes Spiel schon immer ihre Stärke war. Auch im mentalen Bereich habe sie sich weiterentwickelt. „Ich habe mich im Lauf der Saison gesteigert, viele Cuts gemacht und die wenigen nur um einen Schlag verpasst. Das zeigt wie gut das Spiel geworden ist.“ T29 in Belgien, T26 in Tschechien, T19 in Deutschland, T14 in Schweden und dann eben die Top Ten in der Schweiz. Die Lernkurve zeigt nach oben – und da sei immer noch Luft, was sie definitiv zuversichtlich stimmt. 

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Einen Titel hat Celina Sattelkau ja geholt: Von der GEO Foundation wurde sie im Herbst zum „Sustainable Golf Champion“ ernannt, weil sie sich für Umwelt- und Sozialprojekte im Golfsport engagiert und ein Windkraftprojekt in Indien unterstützt. Langweilig wird ihr sowieso nicht. Sie ist musikalisch, klettert gerne und ist in ihrer Kirchengemeinde aktiv. Seit ihrer Zeit an der Vanderbilt University in Nashville trägt sie Jesus in ihrem Herzen und als Kette um den Hals. Das bedeute ihr viel, gebe ihr Stärke und Kraft.

 

Apropos: Weihnachten wird zu Hause in Neustadt an der Weinstraße mit den Eltern gefeiert. Viel wichtiger als die Geschenke sei es, Zeit miteinander zu verbringen. Eine gute Gelegenheit, ein aufregendes Jahr Revue passieren zu lassen, den Akku aufzuladen und die Saison 2026 zu planen. Eine Kategorie auf der LET hat sie bereits und wird 2026 einige Events in Europa spielen können. Vielleicht auch schon früher in den Schedule einsteigen können, je nachdem, wie die Final Stage in Marokko läuft. Das wird sich zeigen. Aber wenn Celina Sattelkau eines gelernt hat, dann das: Man muss flexibel, offen für Veränderungen sein und sich auf neue Situationen einstellen können. Auf und neben dem Golfplatz. 

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