Siemens: Zwischen Neugier und Beständigkeit
Carl Siemens blickt auf eine starke erste Profisaison zurück – und arbeitet gerade umso konzentrierter an den kleinen Stellschrauben, die ihn auf die nächste Stufe bringen sollen. Ein Schwerpunkt: das Putten. Nach mehreren Sessions mit Christian Marquardt geht es weniger um Technik, sondern um Routine, Übergänge und mentale Klarheit. „Das Putten hat mich dieses Jahr wahrscheinlich die meisten Schläge gekostet“, sagt Siemens. „Da lagen oft die Prozentpunkte, die ein gutes von einem sehr guten Ergebnis trennen.“
Trotzdem: Seine Debütsaison auf der Pro Golf Tour verlief stabil. Der Sieg in Lykia Links in der Türkei gleich zu Jahresbeginn bestätigte, dass er den Übergang ins Profilager souverän gemeistert hat. Siemens beschreibt die Saison als „solide und lehrreich“, vor allem die hohe Turnierfrequenz sei eine neue Herausforderung gewesen. Gemeinsam mit Coach Marco Schmuck und Athletiktrainer Florian Münch entwickelte er Abläufe, die ihn mental wie körperlich durch vier- bis fünfwöchige Turnierblöcke tragen. Gerald Marzenell von der St.-Leon-Roter Management-Agentur SMA hilft bei organisatorischen Fragen.
Stabile Strukturen
Während der Berliner, der es bei der Q-School der DP World Tour bis in die Final Stage geschafft hat, erneut auf ein paar Starts auf der HotelPlanner Tour hoffen darf, blickt er ebenfalls optimistisch auf die Entwicklung der Pro Golf Tour. Mit dem neuen „German Swing“ kehren drei Turniere mit erhöhtem Preisgeld nach Deutschland zurück – ein Umfeld, das er besonders schätzt.
Als Sportsoldat und Teil des Golf Team Germany profitiert Siemens von stabilen Strukturen und einem starken Support-System. Diese Sicherheit bildet die Basis für seinen nächsten Schritt. Auch bei den Schlägern zeichnet sich Siemens durch eine gewisse Beständigkeit aus. So sind seine Eisenmodelle von Titleist bereits seit mehreren Jahren in der Tasche. Auf der anderen Seite wird Siemens vor allem bei den Hölzern stets neugierig, wenn sein Ausrüster neue Modelle präsentiert. Wir werfen einen Blick in seine Tasche.
In the Bag & Schlagweiten (carry): Carl Siemens
Driver: Titleist GT3 | 275 Meter
Fairwayholz: Titleist GT3 | 250 Meter
Hybrid: Titleist GT2 | 225–230 Meter
(oder: Driving Iron Titleist U500 #3 | 215–220 Meter)
Eisen:
Titleist T100 #4–5 | 205 & 193 Meter
Titleist MB #6–9 | 183, 170, 160 & 148 Meter
Wedges – Titleist Vokey SM10:
46° (F) | 130 Meter
50° (F) | 120 Meter
54° (S) | 110 Meter
58° (M) | 90 Meter
Putter: Scotty Cameron Phantom 9
Ball: Titleist Pro V1








