Von Long bis John: Rückblick auf eine bunte Saison 2025
Januar
Der Januar 2025 beginnt mit einem Paukenschlag: Die DGL meldet ihren ersten spektakulären Trainerwechsel. Ted Long kündigt mit sofortiger Wirkung beim GC Mannheim-Viernheim. Grund: Die Mitglieder verweigern dem Vorstand eine geplante Beitragserhöhung, was den Club, der es mit seiner Herrenmannschaft seit Bestehen der DGL immer ins Final Four geschafft hatte, zu einer sportlichen Neuausrichtung und zu einem Umbau des sportlichen Aushängeschildes der Seahawks zwingt. Einige Spieler verlassen Mannheim-Viernheim, der neue Coach Michael Wolf baut ein neues Team auf, das in der 1. Bundesliga Süd allerdings nicht mithalten kann und im Sommer dann doch absteigen muss.
Es brennt weiterhin rund um Los Angeles. Das Flammeninferno ist immer noch außer Kontrolle. Mittendrin: Milla-Marlen Sagel, die aus ihrer Wohnung in Malibu evakuiert wird und von einer dramatischen Woche berichtet. Die Spielerin des Erstligisten GC Hubbelrath erlebt turbulente Wochen, kommt aber mit dem Schrecken davon. Pass, Visum, Bilder von den Wänden. Sagel, die an der Pepperdine University in Malibu Kommunikation und International Business studiert, bringt ihre wichtigsten Sachen ins Auto, um vor den heranrückenden Flammen zu fliehen.
Februar
Im Februar 2025 dreht sich das Personalkarussell in der DGL schnell und heftig: Der Frankfurter GC meldet gleich zwei neue Trainer für seine Erstliga-Teams. Für den scheidenden Michael Totzke verpflichtet der FGC Alexis Szappanos (zuletzt Mannheim-Viernheim) als Coach für seine Damenmannschaft, für den das Engagement zum Ende der Saison wieder endet. Bei den Herren übernimmt Jan Pelz (kommt vom GC Rheinhessen) das Ruder für Jan Förster, der neuer Sportdirektor beim GC Hanau-Wilhelmsbad wird.
Personelle Veränderungen gibt es auch bei den Damen des Münchener GC und des Hamburger GC Falkenstein: Pascal Proske wechselt vom den Erstliga-Mädels des MGC ins Golf Team Germany und verantwortet ab sofort als Bundestrainer die Männer im Nachwuchsbereich. Sein Nachfolger bei den Münchener Damen ist Alexander Linner, der vorher Co-Trainer war. Ebenfalls ins Team Schwarz-Rot-Gold geht es für Esther Poburski. Sie war mit den Hamburger Damen 2024 noch Meister geworden und fungiert ab 2025 als Bundestrainerin Frauen (Nachwuchs). Neuer Coach der HGC-Damen ist Luis Schmid, der ebenfalls vorher Co. bei den Falkensteinerinnen war.

Eine neue Regelung macht's möglich: Neben Playing Professionals dürfen in der DGL-Saison 2025 auch Teaching Professionals für ihre Clubs spielen. Die DGL-Redaktion startet eine Umfrage unter namhaften Golflehrern, die früher teils auf der Tour unterwegs waren und die diese Option ausdrücklich begrüßen. Und in Kassel wählt die PGA of Germany den Teacher of the Year. Die Wahl fällt auf Ian Holloway, der in seinem – nach eigener Aussage – voraussichtlich letzten Jahr mit Hubbelraths Damen in der DGL noch einmal Großes erreichen will.
März
Natürlich ist die Rivalität zwischen den Fußballern des FC Bayern und von Bayer Leverkusen ein Thema bei den DGL-Teams – nicht nur aus München und Leverkusen. Spieler, Trainer, Manager und Hausmeister geben vor dem Duell der beiden deutschen Top-Teams in der Champions League ihre Tipps ab. Tour- und Nationalspielerin Sophie Witt setzt auf Bayer. Kein Wunder: Die DGL-Spielerin aus dem GC Hubbelrath absolviert seinerzeit ein Praktikum bei Bayer Leverkusen im Bereich Organisationsentwicklung. Sie verrät, dass die Ex-Nationalspieler und Bayer-Profis Ulf Kirsten und Stefan Kießling eifrige Golfer sind.
Im März erzählt Nationalspieler Tim Wiedemeyer, warum er sich auf seine erste echte DGL-Saison im Trikot des GC St. Leon-Rot freut und wie das Treffen mit PGA-Tour-Pro Ludvig Åberg so war. Die Herren aus dem Westfälischen GC stellen in ihrem Trainingslager fest, dass es im Süden Spaniens genauso viel regnen kann wie in Gütersloh und die ersten DGL-Clubs von der 1. Bundes- bis zur Landesliga melden Neuzugänge und neue Trainer für die Saison 2025.
April
It's springtime on Magnolia Lane – das Masters in Augusta steht an. Die DGL-Redaktion startet vier Wochen vor dem ersten Spieltag in Deutschland eine Umfrage unter Spielern, Trainern, Funktionären, wen sie beim ersten Major des Jahres in der Favoritenrolle sehen. Die Namen Scheffler und Åberg fallen immer wieder. Aber ihn wollen die Meisten ganz oben sehen: Rory McIlroy, der das Ding schließlich auch gewinnt. SLR-Clubmanager Mo Lampert, Münchens Coach Arne Dickel und Georg Schultes, Teaching Pro im GC Erding-Grünbach, hatten Recht.

Sie durchlief die Academy des GC St. Leon-Rot, spielte für ihr Team leidenschaftlich gerne in der 1. Bundesliga sowie im Final Four und ist heute als Pro auf der Tour unterwegs. Celina Sattelkau verrät im Interview, was sie am Format DGL so sehr schätzt: „Die DGL spielt meiner Meinung nach eine entscheidende Rolle für den Golfsport in Deutschland. Sie bietet sowohl talentierten Nachwuchsspielern als auch Hobbygolfern eine wertvolle Gelegenheit, sich im Mannschaftsrahmen zu messen und weiterzuentwickeln. Das Ligasystem motiviert Spieler auf verschiedenen Ebenen, sich zu verbessern, und sorgt für eine gelungene Mischung aus Wettbewerb und Gemeinschaft.“
Es ist der Trend im Netz: Ob Promis oder Privatperson – jeder kann dank spezieller KI-Bildgeneratoren seine eigene Actionfigur erstellen. Da machen Golfer auch mit. Und die Spielerinnen und Spieler der Mannschaften in der Deutschen Golf-Liga presented by All4Golf wollen so kurz vor dem Saisonstart natürlich nicht fehlen. Zahlreiche Teams aus allen Ligen toben sich kreativ aus und schwören sich mit den lustigen, in Social-Media-Kanälen geposteten Figuren auf die neue Saison ein.
Mai
Endlich geht es los: Die Saison 2025 der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf startet. In ganz Europa gibt es keine Golf-Liga mit mehr Teams. Insgesamt schlagen in der DGL 460 Mannschaften ab. Dabei kommen an jedem Spieltag rund 3380 Spielerinnen und Spieler aus 320 Clubs zum Einsatz. Die 1. Bundesligen eröffnen die Saison traditionell mit den Doppelspieltagen im Hamburger GC (Nord) und im GC St. Leon-Rot (Süd). Apropos Nord und Süd: Die DGL-Redaktion vergleicht die beiden Top-Staffeln im sogenannten Birdie-Battle – und der geht mit 463:460 hauchdünn an den Süden, der in St. Leon-Rot drei Birdies mehr sammelt als die Nord-Konkurrenz in Hamburg. Insgesamt sind es 863 Birdies am ersten Spieltag.

Helen Tamy Kreuzer, Sophie Witt, Jannik De Bruyn – es sind wieder einige Tour-Pros am Start, wenn die DGL ihren Saisonauftakt feiert. „Hösel hat mich als Amateur und in den Anfängen als Profi sehr unterstützt. Deswegen sehe ich das als Dankbarkeit und Chance, etwas zurückzugeben“, erklärt De Bruyn. Der Nationalspieler verpasst beim Event der DP World Tour in der Türkei den Cut, setzt sich ins Flugzeug, um mit seiner Mannschaft erfolgreich zu sein – in den Vierern am Samstag und im Einzel am Sonntag. Er liebt es, bei seinem Team zu sein: „Wir sind eine Clique, eine Einheit. Da macht es schon sehr viel Spaß, mit den Jungs zu zocken“, so De Bruyn, der später im Sommer mit Hösel noch Großes feiern darf…
Juni
Der Sommer gibt Vollgas, die DGL biegt mit den Spieltagen drei und vier so langsam in die Zielgerade ein. In den verschiedenen Ligen zeigt sich, welche Teams um die Titel bzw. um den Aufstieg spielen und wer gegen den Abstieg kämpft. Große Probleme haben die völlig neu ausgerichteten Herren aus dem GC Mannheim-Viernheim, die schon ein Wunder brauchen, um die Klasse noch zu halten.
Gute Nachrichten gibt es im Juni für den großen Showdown der DGL 2025, denn: Auch in diesem Jahr wird das Final Four, der Höhepunkt der Deutsche Golf Liga presented by All4Golf, dank des DGL-Partners Genesis Motor Deutschland live im Fernsehen übertragen. Der TV-Deal ist somit eingetütet, die Verantwortlichen freuen sich über den Coup, der dem Format deutlich mehr Reichweite verleihen soll.

Eine besonders kuriose Situation ergibt sich Ende Juni in der Oberliga Süd 4 der Herren: Vier Teams stehen nach vier Runden punktgleich mit 14 Zählern da. Enger geht’s nicht. Die DGL-Redaktion spricht vor dem Showdown mit Vertretern aller vier Clubs (Eurach, Mangfalltal, Starnberg und Eichenried) über einen möglichen Auf- und Abstieg, Personal sowie Vorbereitung auf den alles entscheidenden, fünften Spieltag.
Juli
Im ersten DGL-Sommerinterview erzählt SLR-Damencoach Sebastian Buhl, an welche Momente er sich in seiner Zeit als Tour-Pro am liebsten erinnert, warum ihm seine Damen zum Geburtstag den Titel Deutscher Mannschaftsmeister schenken könnten und welche Trainer-Philosophie er bevorzugt. Im zweiten DGL-Sommer-Interview verrät Herren-Chefbundestrainer Christoph Herrmann, warum ganz Golf-Europa Deutschland wegen der DGL beneidet, warum er sich besonders aufs Final Four am Riedhof freut und welche Chancen die DGL vor allem jungen, ambitionierten Golfern bietet.
Und natürlich liegt der Fokus voll und ganz auf dem fünften und letzten Spieltag, an dem fast alle Entscheidungen in den Ligen fallen. Wer steigt auf? Wer steigt ab? Da ist einiges los auf den Golfplätzen von Garmisch bis Flensburg und von Aachen bis Dresden. Die 1. Bundesligen ermitteln die acht Final-Four-Teilnehmer, die von der DGL-Redaktion kurz und kompakt vorgestellt werden – samt Einlaufsongs und allen Infos von A bis Z. Das ist deshalb so spannend, weil das Saison-Highlight erstmals auch live im Free-TV auf Sport1 zu sehen sein wird. DGL-Partner Genesis macht's möglich.
August
Das erste Wochenende im August steht voll im Zeichen des Final Four im GC München-Riedhof. Bei sehr wechselhaften Bedingungen mit ergiebigem Regen setzen sich beim Grande Finale der DGL bei den Damen die Favoritinnen durch. Team St. Leon-Rot holt sich im Endspiel der Süd-Teams gegen Stuttgart den Titel und jubelt über den Sieg bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft 2025. Bei den Herren gibt es ein Nord-Finale, in dem völlig überraschend der GC Hösel den Pokal nach einem Finalsieg gegen Nachbar und DGL-Rekordmeister Hubbelrath holt. Hösel feiert das Team sowie seinen Coach und Meistermacher Dawie Stander mit Champagner und in rosa Socken.

Nach dem Final Four am Riedhof stehen noch die Aufstiegsspiele in die 1. Bundesliga an. In spannenden Duellen setzen sich im Norden die Damen aus dem Düsseldorfer GC und die Herren aus dem Berliner GC Stolper Heide in der Relegation durch und lösen das Ticket für die höchste deutsche Liga. Im Süden gelingt den Damen aus dem 1. GC Fürth die Rückkehr in Liga eins, während die Herren aus dem GC am Habsberg das Kunststück schaffen, sich in nur fünf Jahren von der Landes- bis in die 1. Bundesliga hochzuarbeiten.
Und es gibt weitere spannende News im Ferienmonat August: Coach Frédéric Ammon gibt bekannt, dass er das Herrenteam des GC Hannover verlassen und zur neuen Saison an seine alte Wirkungsstätte wechseln wird: Der 34-jährige Golflehrer kehrt zum Hamburger GC zurück, wird künftig die Jugendmannschaften männlich der Falkensteiner betreuen und die Bundesliga-Herren als Co-Trainer unterstützen. Für Alexis Szappanos wird Verena Scholz, zuletzt Landestrainerin des Hessischen Golfverbandes, das Coaching bei den Erstliga-Damen des Frankfurter GC übernehmen und Ava Bergner verlässt den Frankfurter GC und wird als Trainerin die Mädchen AK 12 und 14 im Münchener GC arbeiten sowie MGC-Damencoach Alex Linner unterstützen.
September
Ryder Cup in New York: Team USA ist zwar heiß wie Frittenfett und möchte sich im Heimspiel für die Niederlage 2023 in Rom revanchieren, aber Team Europa kommt mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen, einem nahezu unveränderten Kader und mit Captain Luke Donald an den Big Apple. Die DGL-Redaktion startet eine Umfrage unter Spielern, Trainern und Funktionären in der DGL: Wer gewinnt in New York? Die meisten sehen Team Europe vorn – und sie sollen Recht behalten, auch wenn es am Ende doch nochmal unnötig knapp wird.
Dieses Wochenende im September werden diese beiden DGL-Spieler so schnell nicht vergessen. Warum? Ein Hole-in-One ist ja immer etwas Besonderes. Zwei auf einer Runde? Noch besser. Aber zwei Asse von zwei Spielern aus einem Flight am selben Loch? Historisch. Geschafft haben das Aachens Mannschaftsspieler Lukas Kütting und Ludwig Edzard. Und das auch noch bei der Clubmeisterschaft. Der Beweis-Post der beiden geht innerhalb weniger Minuten viral.

Ende September gibt’s den nächsten prominenten Trainerwechsel in der DGL zu vermelden: Keith Coveney verlässt den Frankfurter GC und schießt sich dem GC Mannheim-Viernheim an, wo er in der Saison 2026 die erste Herrenmannschaft in der 2. Bundesliga übernehmen und zurück in die Erfolgsspur bringen soll. Coveney: „Das Angebot hat mich überzeugt. Ich freue mich auf diese Herausforderung, möchte mit der Mannschaft auf jeden Fall in der 2. Bundesliga vorne mitspielen und so schnell wie möglich wieder in Liga eins aufsteigen.“
Oktober
Die DGL-Saison ist zwar vorbei, aber die Teams aus den verschiedenen Ligen bleiben sportlich: Anfang Oktober gewinnen die Damen des GC St. Leon-Rot mit großem Vorsprung die European Club Trophy. Die Herren aus dem GC Main-Taunus starten nach einer sehr erfolgreichen DGL-Saison das Projekt Fifty, scramblen sich auf 18 Löchern zum Fabelscore von 50 Schlägen und sammeln mit der Aktion Spendengeld, begeistern Mitglieder und Clubführung.

Bei der European Club Trophy der Herren in Frankreich landet der Deutsche Mannschaftsmeister des GC Hösel im Mittelfeld und nahezu zeitgleich verkündet der GC St. Leon-Rot, dass Marco Schmuck das Ruder als Coach der Herren in der 1. Bundesliga wieder in die Hand nehmen wird. Ihm zur Seite steht in der Saison 2026 Marco Müntnich, während Vorgänger Benjamin Schlichting im kommenden Jahr die Jungen der AK 14 und AK 16 coachen wird.
Wer spielt wann und vor allem wo in der Saison 2026 der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf? Die Turnierorganisation des Deutschen Golf Verbands gibt Ende Oktober die Ligeneinteilung für das Jahr 2026 bekannt. In den 1. Bundesligen wird auch 2026 traditionell im Hamburger GC (Doppelspieltag Damen & Herren Nord) sowie im GC St. Leon-Rot (Damen und Herren Süd) am Wochenende 16./17. Mai gestartet. Und die Herren-Golfer aus dem GC Würzburg tragen sich nach ihrem Aufstieg in die 2. Bundesliga ins Goldene Buch der Stadt ein, in dem auch Basketball-Superstar Dirk Nowitzki und Schwimm-Weltmeister Thomas Lurz stehen.
November
Der Shooting-Star der DGL verkündet im November, wohin ihn das Abenteuer 2026 führen wird: Nils-Levi Bock wird nämlich ein „Nole“. Wie der Deutsche Meister 2025 und DGL-Akteur aus dem GC St. Leon-Rot auf seiner Insta-Seite bekannt gibt, wird Bock im kommenden Sommer ein Studium an der Florida State University (FSU) beginnen und dort für die Seminoles (kurz: Noles/laut Wikipedia sind die Seminolen „Indianer Nordamerikas, die ihr Siedlungsgebiet im Norden Floridas hatten“) spielen. Bock ist ein Kind der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf, wurde als 15-Jähriger in der Saison 2022 erstmals von Coach Marco Schmuck eingewechselt. In einem DGL-Interview erklärte er: „Die DGL hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben und ich habe sehr viel in den Ligaspielen gelernt.“
Großartige News aus der DGL gibt es auch im eher kalten und grauen November: Allen John, der für den Zweitligisten GC Heddesheim abschlägt, holt Gold bei den Deaflympics in Tokio. Es ist Johns drittes Gold bei diesem international hochkarätig besetzten Turnier der Gehörlosen. Und es gibt weitere Personalien aus der DGL: Der frühere Playing Pro Philip Drewes wird neuer Coach bei den Zweitliga-Herren des GC Hannover und die beiden Nationalspieler Cecilie Volckens und Bjarne Murr verlassen den Münchener GC und schließen sich jeweils Liga-Konkurrent GC St. Leon-Rot an.







