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Die zehn spektakulärsten Bahnen der Welt


8. September 2022 , Felix Grewe


Eine Herausforderung für jeden Profi: Das Inselgrün an Bahn 17 im TPC Sawgrass, wo jedes Jahr im März die Players Championship stattfindet.
Eine Herausforderung für jeden Profi: Das Inselgrün an Bahn 17 im TPC Sawgrass, wo jedes Jahr im März die Players Championship stattfindet.

Highlights gibt es viele auf den Touren. Aber diese zehn Löcher müssen Sie kennen! Eine Auswahl legendärer Bahnen weltweit.

Knapp 40.000 Golfplätze gibt es verteilt auf der Welt. Manche von ihnen sind berühmter als andere. Einige stechen vor allem hervor, weil sie über diese eine besondere Bahn verfügen, von der jeder Golfspieler schon einmal gehört hat – und davon träumt, hier einmal selbst abschlagen zu dürfen. Wer sie gespielt hat, dem brennen sich die Erinnerungen ins Gedächtnis, ganz gleich mit welchen Erfahrungen verknüpft. Zehn der spektakulärsten Bahnen der Welt stellen wir Ihnen, liebe Userinnen und User von Golf.de, nun vor. Mit dabei sind natürlich Bahn 16 des TPC Scottsdale und das spektakuläre 17. Inselgrün im TPC Sawgrass, wo jährlich im März die Players Championship stattfindet. Welche Bahn würden Sie am liebsten einmal selbst erleben? 

Loch 16, TPC Scottsdale (Scottsdale, Arizona)

Natürlich müssen wir mit dieser legendären Bahn 16 einsteigen. Was sich hier alljährlich bei der Phoenix Open abspielt, hat wenig mit der typischen Atmosphäre von Golfturnieren zu tun und erinnert eher an das Flair beim Fußball. Dieses grundsätzlich eher einfache Par 3 (gerade einmal ein Bunker als Hindernis...) ist von einem Stadion umgeben, das knapp 20.000 Fans Platz bietet. Hier steigt die wohl lauteste und hemmungsloseste Party im Golfsport. Die Profis werden beim Betreten des Abschlags gefeiert wie Gladiatoren. Wer das Grün trifft, wird bejubelt. Wer im Bunker landet oder einen Putt am Loch vorbeischiebt, erntet Häme und Spott. Für viele Spieler eine einschüchternde Kulisse. Unvergleichlich. 

 

Die lautesten Momente an der 16. Bahn im TPC Scottsdale

 

Loch 7, Pebble Beach (Monterey, Kalifornien)

Viel kürzer geht’s nicht! Gerade einmal 97 Meter beträgt die Distanz vom Abschlag bis zur Fahne. Hinzukommt, dass die Bahn rund 12 Meter abfällt, was die Länge nochmal verkürzt. Hinter dem Grün lauern Bunker und eine krachende Brandung. Sie brauchen also ein Wedge, viel Touch, Mut und Konzentration. Die Winde hier sind – klar, direkt am Meer – teilweise heftig und wechselnd. Eine besondere Herausforderung... 

Legendäres Grün: Loch 7 im kalifornischen Pebble Beach.
Legendäres Grün: Loch 7 im kalifornischen Pebble Beach. | © golfsupport.nl/Bob Kupbens/ism

 

Loch 12, Augusta National Golf Club (Augusta, Georgia)

Die Historie des Augusta National Golf Clubs ist bekannt – und beeindruckend. Der Schauplatz des jährlichen Masters darf natürlich in dieser Liste nicht fehlen. Bahn 12 ist weltbekannt, vor allem aufgrund der Hogan Bridge, die vor dem Grün überquert werden muss. Die Schwierigkeit dieses Par 3: das Grün wird streng bewacht – von einem Bach vorn und von Azaleenbüschen, Bunkern und Wald hinten. Es braucht also viel Präzision, um hier keinen Ball zu verlieren. 

Immer wieder ein Blickfang beim jährlichen Masters: die Hogan Bridge an Bahn 12 im Augusta National Golf Club.
Immer wieder ein Blickfang beim jährlichen Masters: die Hogan Bridge an Bahn 12 im Augusta National Golf Club. | © Getty Images



Loch 17, TPC Sawgrass (Ponte Vedra Beach, Florida)

Etwa 100.000 Bälle werden jedes Jahr aus dem Wasser rund um das 17. Grün im TPC Sawgrass gefischt. Kein Wunder, wenn man sich diese Bahn anschaut! Die Länge von rund 133 Meters aus der weitesten Box sind deutlich weniger beängstigend als die Tatsache, dass es sich um ein Inselgrün handelt, das gerade einmal rund 20 Meter lang. Stellen Sie sich jetzt noch vor, Sie würden hier bei starkem Wind abschlagen... 

Hier ist Präzision gefragt – Loch 17 des TPC Sawgrass.
Hier ist Präzision gefragt – Loch 17 des TPC Sawgrass. | © golfsupport.nl/David Rosenblum/ism


 

Die zehn besten Schläge an Bahn 17 im TPC Sawgrass



Loch 15 (Black Course), Bethpage State Park (Farmingdale, New York)

Diese Bahn gilt als eine der schwierigsten der Welt! Selbst bei den besten Pros sorgt sie zuweilen für Verzweiflung. Warum? Ein ansteigendes Fairway und das erhöhte, von Bunkern umgebene Grün, erfordern eine Kombination aus Mut, Präzision und Glück. Hier spielen Sie den Schlag an die Fahne fast blind. 

Spiel bergauf! An Bahn 15 auf dem Black Course des Bethpage State Park sieht man das Grün nur schwierig.
Spiel bergauf! An Bahn 15 auf dem Black Course des Bethpage State Park sieht man das Grün nur schwierig. | © Getty Images



Loch 11 (Old Course), Royal Troon Golf Club (Troon, Schottland)

Wenn Sie Jack Nicklaus einmal über den Weg laufen, sprechen Sie ihn besser nicht auf diese Bahn an. Sie wissen schon, die berühmt berüchtigten zehn Schläge, die er bei der Open Championship 1962 auf diesem Par 4 benötigte. Die Geschichte ist legendär und selbst vielen bekannt, die damals noch lange nicht gelebt haben. Der Old Course in Royal Troon existiert seit 1878, er gehört damit zu den ältesten Plätzen überhaupt. Das Besondere: Auf der rechten Seite des Lochs verlaufen Eisenbahnschienen, auf der linken Seite dichte Ginsterbüsche. Tolle Fotokulisse!

Wenn direkt hinter dem Grün ein Zug fährt, fällt auch Profis wie Phil Mickelson manchmal die Konzentration schwer.
Wenn direkt hinter dem Grün ein Zug fährt, fällt auch Profis wie Phil Mickelson manchmal die Konzentration schwer. | © Getty Images



Loch 6, Bay Hill Club (Orlando, Florida)

Ein tierisches Loch! Gute Chancen, dass Sie hier auf den einen oder anderen Alligator treffen, die sich gern am Ufer eines großes Sees sonnen. Was die Bahn so brutal macht? Das Par 5 ist über 600 Meter lang, zwischen Abschlag und Grün liegt ein See, den nicht einmal die größten Longhitter überqueren können. Es bleibt nur der sichere Weg um das Wasser herum – und die wahrscheinliche Begegnung mit den Alligatoren. Auf dieser Bahn haben schon viele Pros wichtige Schläge einbüßen müssen... 

Achtung, Alligator! Im Bay Hill Club in Orlando, Florida, keine Seltenheit...
Achtung, Alligator! Im Bay Hill Club in Orlando, Florida, keine Seltenheit... | © Getty Images



Loch 17 (Old Course), St. Andrews (St. Andrews, Schottland)

Eine legendäre Bahn auf einem legendären Kurs. Natürlich darf St. Andrews, der berühmteste Platz Schottlands, niemals fehlen in unserer Liste. Loch 17 wird als „Road Hole“ bezeichnet, weil eine Straße direkt am Grün verläuft. Sie ist jedoch nicht das größte Problem für die Spieler. Unangenehmer ist einer der fiesen Topfbunker auf dem Fairway und einige Eisenbahnhäuschen, die einem die Sicht beim Abschlag erschweren. Trotzdem oder gerade deshalb: Hier abzuschlagen ist ein Bucket-List-Highlight. 

Straßenlage: Manch ein Spieler musste seinen Ball hier an Bahn 17 auf dem Old Course von St. Andrews schon vom Asphalt aus schlagen...
Straßenlage: Manch ein Spieler musste seinen Ball hier an Bahn 17 auf dem Old Course von St. Andrews schon vom Asphalt aus schlagen... | © Getty Images



Loch 18 (Straits Course), Whistling Strait Golf Course (Sheboygan, Wisconsin)

Dieses Par 4 ist fast 570 Meter lang und nahezu durchgängig mit Sandbunkern bestückt. Schier unmöglich, hier nicht irgendwo im Sand zu landen. Wenn Sie es dann Richtung Fahne schaffen, erwartet sie ein in verschiedene Richtungen abschüssiges Grün. Nicht unbedingt die beste Bahn, um eine Runde solide zu beenden. 

Schwieriges Finish – Bahn 18 im Whistling Strait Golf Course.
Schwieriges Finish – Bahn 18 im Whistling Strait Golf Course. | © Getty Images



Loch 13, Pacific Dunes Golf Course (Bandon, Oregon)

Hier ist Können gefragt! Ein 485 Meter langes Par 4, das so etwas wie ein Juwel ist auf diesem ohnehin schon bezaubernd schönen Platz am Pazifik. Den Abschlag müssen Sie über einen felsigen Abhang spielen und dabei – meistens – einen ziemlich kräftigen Gegenwind bezwingen. Zweite Schwierigkeit: Das Grün ist vom Fairway aus kaum zu sehen. Dafür besticht die Schönheit dieser Bahn. Golf Digest bezeichnete sie einmal als eine „religöse Erfahrung.“ 

Was für ein Panorama direkt am Pazifik – Bahn 13 des legendären Pacific Dunes Golf Course.
Was für ein Panorama direkt am Pazifik – Bahn 13 des legendären Pacific Dunes Golf Course. | © Getty Images