PGA Tour

Woods, Monahan, Norman & Co.: Reaktionen auf Milliarden-Deal


1. Februar 2024 , Redaktion Golf.de


Drei Schwergewichte in der Golfwelt: Tiger Woods, Jay Monahan und Greg Norman.
Drei Schwergewichte in der Golfwelt: Tiger Woods, Jay Monahan und Greg Norman. | © golfsupport.nl

Die PGA Tour sichert sich eine Investition von bis zu drei Milliarden Dollar. Reaktionen von Profis, Offiziellen und LIV-Boss Norman.

Seit Mittwoch ist klar: Die PGA Tour ist Teil eines neuen Drei-Milliarden-Dollar-Deals für eine neue Geschäftseinheit PGA Tour Enterprises. Wieder einmal diskutiert die Golfwelt also mehr über schwindelerregende Summen als über den Sport selbst – viele Fans kritisieren das. Anders die Offiziellen im Hintergrund und die Spieler. Eine Auswahl aktueller Statements: 

Jay Monahan, PGA-Boss und CEO von PGA Tour Enterprises:

„Der heutige Tag ist ein wichtiger Moment für die PGA Tour und die Golffans in aller Welt. Indem wir die Mitglieder der PGA Tour zu Eigentümern ihrer Liga machen, stärken wir die kollektive Investition unserer Spieler in den Erfolg der PGA Tour. Die Fans gewinnen, wenn wir alle zusammenarbeiten, um die beste Sportunterhaltung zu bieten und den Fokus auf die unglaubliche und unübertroffene Wettkampfatmosphäre zu lenken, die von unseren Spielern, Turnieren und Partnern geschaffen wird. Und die Partnerschaft mit SSG – einer Gruppe mit umfangreicher Erfahrung und Investitionen in den Bereichen Sport, Medien und Unterhaltung – wird die Fähigkeit unserer Organisation verbessern, den Sport für Spieler, Turniere, Fans und Partner noch lohnender zu machen.“

Eine gemeinsame Reaktion von Patrick Cantlay, Peter Malnati, Adam Scott, Webb Simpson, Jordan Spieth und Tiger Woods aus dem Spieler-Board der PGA Tour:

„Wir waren stolz darauf, diese historische Partnerschaft zwischen PGA Tour Enterprises und SSG einstimmig zu unterstützen. Es war uns unglaublich wichtig, den Spielern von heute und in der Zukunft die Möglichkeit zu geben, sowohl finanziell als auch strategisch mehr in ihre Organisation zu investieren. Dies stärkt nicht nur die Tour aus geschäftlicher Sicht, sondern ermutigt auch die Spieler, sich voll und ganz dafür einzusetzen, unseren Fans weiterhin das Beste im Golfsport zu bieten – und ihn weiter zu verbessern. Wir freuen uns auf dieses nächste Kapitel und eine noch strahlendere Zukunft.“

Brief von LIV-Boss Norman 

Einer, der sich erwartungsgemäß weniger euphorisch über das neue Business der PGA Tour zeigt, ist LIV-Boss Greg Norman. Die US-Plattform Golfweek zitiert aus einem Brief von Norman an seine Mitarbeiter, indem der Australier mögliche negative Auswirkungen der SSG-Milliarden auf die Zukunft von LIV nicht nur beschwichtigt, sondern den Multimilliarden-Deal als eigenen Erfolg verbucht. Norman schreibt:

„Wie Sie vielleicht gesehen haben, hat die PGA Tour heute Morgen eine Ankündigung über einen Investitionspartner gemacht. Lassen Sie mich eines klarstellen: Nichts, was von anderen Touren oder Investmentgruppen angekündigt wird, ändert etwas an der positiven Entwicklung oder den Zukunftsplänen von LIV Golf. Wir haben LIV Golf mit dem Ziel gegründet, etwas Neues zu schaffen, den Golfsport einem globalen, vielfältigen Publikum näher zu bringen, Innovationen voranzutreiben und gleichzeitig die Fangemeinde des Golfsports zu vergrößern. Mehr Investitionen in den Golfsport sind eine großartige Sache für das Spiel und für uns. Es ist eine positive Entwicklung für unsere Spieler, unsere Fans und für die langfristige Zukunft des Spiels.

Golf wird jetzt als eine Anlageklasse betrachtet. Wir haben bewiesen, dass dies möglich ist, und befinden uns nun in einer einzigartigen Position, um diese unglaubliche Wachstumschance zu gestalten und voranzutreiben. Dieses breitere Interesse und Engagement für den Golfsport und die Investitionen in seine Zukunft wären ohne das Aufkommen von LIV Golf als innovative Kraft im Golf-Ökosystem nicht möglich gewesen.“

Reaktion von DeChambeau

Auch LIV-Spieler Bryson DeChambeau kommentierte bereits die neuen Entwicklungen auf seiner ehemaligen Tour. „Ich hoffe, dass die Leute ihre Waffen niederlegen, sich an einen Tisch setzen und eine Lösung finden, denn das ist gut für den Golfsport und für die Fans im Allgemeinen. Jedes zusätzliche Kapital, das in den Golfsport fließt, ist positiv. Das habe ich schon immer gesagt.“