Drive & Co.

Fünf Tipps von Tommy Fleetwood – vom Abschlag bis ins Clubhaus


4. Januar 2022 , Felix Grewe


Tommy Fleetwood gehört zu den Topspielern auf der europäischen Tour – 2017 gewann er das Race to Dubai.
Tommy Fleetwood gehört zu den Topspielern auf der europäischen Tour – 2017 gewann er das Race to Dubai. | © © golfsupport.nl/Stefan Heigl

Der Engländer Tommy Fleetwood verrät Ihnen im Video, was Sie beim Drive beachten müssen, wie Sie mehr Sicherheit mit den Eisen erzielen, worauf es beim Chip ankommt und warum die Analyse nach der Runde so wichtig ist.

In einem Video auf dem YouTube-Kanal von Rick Shields Golf, mit fast zwei Millionen Abonnenten eine prominente Adresse in der Social-Media-Welt, verrät Tommy Fleetwood fünf besondere Tipps – und zwar vom Abschlag mit dem Driver bis zur Rundenanalyse im Clubhaus. Fünf Titel hat der Engländer bis heute auf der ehemals European Tour und seit dieser Saison DP World Tour gewonnen. Er war Zweiter der U.S. Open (2018) sowie der Open Championship (2019). Der Mann hat also eine Menge zu erzählen – und davon können Sie profitieren!

 1) Driver: Schwung mit Aufwärtsbewegung!

„Der Driver ist der einzige Schläger, mit dem Sie nach oben schlagen“, erzählt Fleetwood und meint damit eine Aufwärtsbewegung nach dem Treffmoment. Anders als beim Spiel mit den Eisen. Was er bei Amateuren oft beobachtet: Sie schwingen den Driver so wie ihre Eisen, weil sie darauf fokussiert sind, irgendwie den Ball zu treffen. Dadurch entstehen die fiesen und unkontrollierten Schläge, die in alle Richtungen fliegen, nur nicht dorthin, wo sie landen sollen. Wichtig beim Drive ist natürlich die richtige Position zum Ball. Der Kopf sollte sich beim Ansprechen hinter dem Ball befinden, der etwa auf Höhe des vorderen Fußes liegt. Fleetwoods bester Tipp für einen sauberen und nach oben geschwungenen Drive: Stecken Sie ein zweites Tee in den Boden, etwa 15 bis 20 Zentimeter vor dem Ball. Nun schlagen Sie den Drive und berühren Sie dabei NICHT das zweite Tee! Sie sind dadurch zur Aufwärtsbewegung mit dem Schlägerkopf direkt nach dem Treffpunkt gezwungen. Das Resultat: Ihr Ball fliegt höher, weiter und vor allem geradeaus. 

Wichtigster Driver-Tipp von Toomy Fleetwood: die Aufwärtsbewegung im Schwung. I Archiv

Wichtigster Driver-Tipp von Toomy Fleetwood: die Aufwärtsbewegung im Schwung. I Archiv

Was die Profis auf der Range trainieren


2) Eisen: Das Gewicht nach vorn verlagern!

Diesmal das Gegenteil: Viele Spieler haben das Gefühl, mit den Eisen bewusst nach oben schlagen zu müssen, um dem Ball eine entsprechende Höhe zu verleihen – dabei vergessen sie den Loft, also den Neigungswinkel, der Schlagfläche. Wichtig beim Eisenspiel: die Gewichtsverlagerung nach vorn. Ein Drill, der laut Fleetwood vielen Tourspielern hilft: Sie heben ihren linken Fuß während des Rückschwungs leicht an, verlagern damit das Gewicht zunächst auf den hinteren (bei Rechtshändern den rechten) Fuß, um dann mit dem linken Fuß einen kräftigen Schritt in den Schlag zu machen, ihn quasi kraftvoll in den Boden zu drücken und so die gewünschte Gewichtsverlagerung nach vorn zu erzwingen. Die Devise für das Eisenspiel: Erst den Ball und dann den Boden treffen.

3) Chip: Den Schlag planen! 

„Worüber man nicht oft genug sprechen kann, ist die Planung des Chips“, sagt Fleetwood. Es geht also darum, sowohl die Position des Balls zu analysieren als auch ein klares Ziel zu entwickeln, wo der Chip landen soll. Dafür müssen Sie natürlich vorab auch das Grün lesen – viele Amateure vergessen das. 

Was Sie nach der Runde nicht vergessen sollten


4) Die eigenen Längen kennen!

Wissen Sie, wie weit Sie verlässlich Ihren Drive schlagen können? Oder welche Längen Sie garantiert mit dem Eisen 7 erreichen? Und zwar auf der Runde, nicht auf der Range! Viele Spieler setzen hier unrealistische Maßstäbe, in dem sie sich an ihren besten und längsten Schlägen orientieren, die allerdings selten dem eigenen Durchschnitt entsprechen. Fleetwood rät deshalb: „Machen Sie sich klar, wie weit Sie den Ball realistisch schlagen können – und zwar mit jedem Schläger.“ Hilfreich kann es sein, sich entsprechende Längen auf der Runde zu notieren, so entwickeln Sie mit der Zeit verlässliche Zahlen, auf die Sie zurückgreifen können. 

5) Analyse der Runde!

Ihre Runde endet zwar auf dem 18. Grün. Die ganze Arbeit ist damit aber noch nicht getan. Fleetwood rät jedem Amateur das zu machen, was für Profis selbstverständlich ist: eine Analyse der Runde. Was lässt sich verbessern? Woran möchten Sie arbeiten, bevor Sie am kommenden Wochenende wieder einen Wettkampf bestreiten? Der besondere Tipp des Engländers: Konzentrieren Sie sich nicht nur auf das Negative, das es auszumerzen gilt. Erinnern Sie sich am Ende Ihrer Selbstreflexion bewusst an Ihre drei besten Schläge des Tages. So gehen Sie mit einem besseren Gefühl nach Hause. 

 

Fünf Tipps von Tommy Fleetwood im Video