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Hilfe für Einsteiger: Die 15 wichtigsten Tipps für den Start


1. September 2022 , Felix Grewe


Ein erfolgreicher Einstieg in den Golfsport ist gar nicht schwierig – es gibt nur ein paar Dinge zu beachten.
Ein erfolgreicher Einstieg in den Golfsport ist gar nicht schwierig – es gibt nur ein paar Dinge zu beachten. | © Getty Images/Douglas P. DeFelice

Sie gehören noch nicht so lang in den Kreis der Golfer? Dann erst einmal: Herzlich willkommen! Mit diesen 15 Tipps wird Ihnen der Einstieg garantiert leichtfallen. Die beste Voraussetzung für Freude am Spiel.

Die Zahl der aktiven Golfer in Deutschland nimmt zu. Seit der Corona-Pandemie verzeichnen die Clubs im Schnitt steigende Mitgliederzahlen. Golf liegt im Trend – weil man sich in der frischen Luft bewegt, natürlich, weil der Sport kontaktarm ist, aber auch, weil Golfer bekanntlich länger leben. Golf gehört zu den gesündesten Sportarten überhaupt, das belegen zahlreiche Studien. Auch auf der Golf.de tummeln sich zunehmend Anfänger und solche, die es bald werden wollen – stets auf der Suche nach wertvollen Impulsen für einen erfolgreichen Einstieg in diesen wunderbaren Sport. Die ersten 15 Tipps und Tricks, die jeder Golfer kennen muss, kommen hier: 

1) Denken Sie an die Freude

Nichts ist wichtiger als Spaß. Je mehr Freude Sie am Golfspiel haben, desto schneller werden Sie sich verbessern. Konzentrieren Sie sich also weniger auf die Qualität Ihrer Schläge oder auf Resultate und stattdessen mehr auf das Glücksgefühl, das dieser Sport ganz bestimmt auch in Ihnen auslösen wird. 

2) Verzichten Sie auf Erwartungen

Setzen Sie sich nicht sofort wolkenkratzerhohe Ziele. Geben Sie sich zunächst einmal Zeit, den neuen Sport mit all seinen Facetten zu entdecken – und denken Sie noch nicht sofort darüber nach, wie begabt oder unbegabt Sie sind. Erwartungshaltungen führen meist zu Druck und Stress. Beides ist wenig hilfreich... 

3) Üben Sie sich in Akzeptanz 

Wahrscheinlich eine der wichtigsten Aufgaben im Leben überhaupt. Lernen Sie zu akzeptieren, dass schlechte Schläge immer wieder vorkommen – und zwar in jeder Spielklasse. Sie gehören dazu. Jeder Golfer kennt sie. Also, akzeptieren Sie Ihre Formschwankungen.

4) Machen Sie die Platzreife 

... und zwar möglichst schnell. Nirgendwo lernen Sie mehr über das Spiel als auf der Runde. Bleiben Sie also nicht auf der Driving Range kleben, sondern trauen Sie sich auf den Platz. 

5) Buchen Sie einen Lehrer

Die Arbeit am Schwung hört niemals auf – ob mit Pro an der Seite oder ohne. Perfektion wird immer eine Illusion bleiben. Am Anfang jedoch sollten Sie sich die technischen Grundlagen unbedingt von einem Golflehrer zeigen lassen. So werden Sie schneller lernen.

 6) Greifen Sie richtig zu

Der richtige Griff ist elementar für Einsteiger. Wenn Sie den Schläger falsch greifen, verhunzen Sie Ihre Technik. Deshalb achten Sie immer wieder darauf, dass der Griff korrekt ist – vor allem dann, wenn kein Golfpro neben Ihnen steht. 
 

Tipps für den richtigen Griff



7) Schlagen Sie öfter vom Tee ab

Machen Sie es sich ruhig etwas leichter am Anfang. Wenn Sie auf der Range üben, dann schlagen Sie zu Anfang öfter den Ball von einem Tee – so ist es einfacher, den Ball sauber zu treffen. Über die Erfolgserlebnisse werden Sie sich freuen. 

8) Üben Sie das kurze Spiel

Gerade Einsteiger wollen meist auf der Driving Range weite Schläge trainieren. Ist ja auch in Ordnung und macht vor allem Spaß. Aber vergessen Sie das kurze Spiel nicht. Später auf der Runde werden Sie merken, wie wichtig es ist. Widmen Sie sich im Training also unbedingt intensiv dem Chippen und Putten. Vor allem: Sie verbessern damit Ihr Ballgefühl, das hilft Ihnen auch beim langen Spiel. Sie können das Putten übrigens auch wunderbar zuhause üben, wenn Sie etwas Platz haben. Im Video unter diesem Tipp sehen Sie, wie es geht... 
 

So üben Sie das Putten zuhause!



9) Spielen Sie nicht auf die Fahnen

Großer Fehler in fast allen Amateurklassen! Viele Spieler wollen direkt die Fahne anspielen und vergessen dabei, dass der Ball zum einen meist noch rollt auf dem Grün und dass zu viel Präzision die Fehlerquote steigen lässt. Deshalb folgender Tipp: Visieren Sie die Grünmitte an. Da liegt Ihr Ball sicher. Wenn Sie dann zwei Putts zum Einlochen benötigen, sind Sie ziemlich weit vorn... 

10) Seien Sie geduldig

Jeder Golfer kennt Frustmomente – und stellt sich dann gern die Sinnfrage: „Warum, verdammt nochmal, tu‘ ich mir das an?!“ Geben Sie sich selbst Zeit. Gestatten Sie sich Phasen, in denen Sie sich nicht verbessern, vielleicht sogar Rückschritte machen. Bleiben Sie trotzdem im wahrsten Sinne des Wortes am Ball. Geduld wird belohnt. 

11) Verzichten Sie auf besondere Schläge

Sie müssen sich niemandem beweisen. Spielen Sie Ihr Spiel – also das, was Sie gut beherrschen. Versuchen Sie nicht Schläge zu fabrizieren, die Ihnen mit Glück einmal im Monat gelingen. Entscheiden Sie sich für das solide Spiel – das wird sich rentieren.  

12) Vergleichen Sie sich nicht

Die meisten Golfplätze verfügen über verschiedene Abschläge. Wählen Sie gerade als Anfänger ruhig eine kürzere Distanz, auch dann, wenn Ihre Mitspieler die Kugel möglicherweise von ganz hinten auf die Bahn dreschen. Vergleichen Sie sich nicht.

13) Wählen Sie ein solides Equipment

Natürlich macht es Freude, sich mit Schlägern und Ausrüstung zu beschäftigen. Am Anfang allerdings müssen Sie gar nicht so viel Zeit in die Wahl Ihres Equipments investieren. Konzentrieren Sie sich erst einmal darauf, die Technik zu lernen. Sammeln Sie Erfahrung. Die Profi-Ausrüstung können Sie sich dann immer noch anschaffen... 

 

Gutes Equipment ist auch für Einsteiger wichtig – aber Sie brauchen nicht jeden Schläger.
Gutes Equipment ist auch für Einsteiger wichtig – aber Sie brauchen nicht jeden Schläger. | © Getty Images/Charles Laberge



14) Schauen Sie den Profis zu

Zuschauen kann eine sehr effektive Methode sein, um das eigene Spiel zu verbessern. Beobachten Sie Spieler, die es richtig draufhaben. Fahren Sie zu einem Turnier in Ihrer Nähe oder schauen Sie den Stars der Touren im Fernsehen oder Livestream zu. Je mehr Sie die korrekten Bewegungen betrachten, desto besser verankern sich diese in Ihrem Gehirn. 

15) Machen Sie sich mit der Etikette vertraut

Nein, Sie müssen ja nicht gleich pauken wie früher in der Schule. Und es ist gewiss kein Drama, wenn Sie den Golf-Knigge nicht bis ins kleinste Detail kennen. Aber: Die wichtigsten Regeln sollten Sie kennen, damit Sie sich stilsicher auf der Anlage bewegen. Keine Sorge: Sie werden die Etikette verinnerlichen. Ist gar nicht so schlimm, wie viele glauben...