Korda glänzt erneut und Young siegt trotz Strafe
Es war ein ärgerlicher Schlagverlust zu einem frühen Zeitpunkt der Runde: Cameron Young hatte auf dem zweiten Fairway seinen Ball unabsichtlich bewegt und sich selbst eine Strafe von einem Schlag auferlegt. Doch Young, der mit einer deutlichen Führung in die Finalrunde der mit 20 Millionen Dollar dotierten Cadillac Championship gestartet war, blieb stabil, rettete auf dem Par 4 trotz Strafe das Par und ließ auch im weiteren Verlauf der Runde nichts mehr anbrennen.
Am Ende kam der Amerikaner mit sechs Schlägen Vorsprung vor Scottie Scheffler ins Ziel und sicherte sich den dritten Sieg auf der PGA Tour. Neben einem Preisgeld in Höhe von 3,6 Millionen Dollar darf sich der 28-Jährige über einen Sprung auf Position drei der Weltrangliste freuen. „Das Herz rutscht einem in die Hose, wenn man sieht, wie er sich bewegt – aber er hat sich bewegt, und genau das gehört zum Golf dazu“, schilderte Young den Vorfall auf dem zweiten Loch.
Korda glänzt erneut
Nelly Korda hatte nach ihrem Major-Sieg betont, dass ihre Reise nach Mexiko keineswegs von Urlaubsgefühlen bestimmt sein sollte. Die Arbeit stand im Fokus – und diese verrichtete die neue und alte Nummer eins der Welt erneut in bestechend hoher Qualität. Am Ende stand souverän der zweite Titel in Folge nach der Chevron Championship für die 27-Jährige zu Buche. „Ich habe nur zwei Fehler gemacht“, erklärte sie. „Bei diesen engen Fairways und der Schwierigkeit des Platzes war es wirklich sehr gutes Golf.“ Damit ist Korda die jüngste Amerikanerin seit Nancy Lopez in den 1980ern, die 18 Tour-Titel erreichen konnte.
Erfreulich aus deutscher Sicht: Isi Gabsa kletterte am Sonntag mit einer 67 noch auf den 13. Platz. Auch Aline Krauter (T20) und Olivia Cowan (T27) aus dem Golf Team Germany landeten unter den besten 30.
Cink: Major-Double und Vize-Amt
Ähnlich dominant wie Nelly Korda tritt Stewart Cink aktuell auf der PGA Tour Champions auf. Der Amerikaner, Open-Sieger von 2009, gewann bei der Regions Tradition seinen zweiten Major-Titel in zwei Wochen. Nach seinem Triumph bei der Senior PGA Championship trennten den Ryder-Cup-Spieler am Ende drei Schläge von Scott Hend auf Platz zwei.
In Topform präsentierte sich auch Alex Čejka. Der dreimalige Major-Gewinner notierte Runden von 65, 68, 74 und 70 Schlägen und reihte sich am Ende auf dem fünften Rang ein. Es ist bereits das dritte Top-Fünf-Ergebnis der laufenden Saison. Bernhard Langer kam auf Rang 35 ins Ziel.
Cink stand bereits vor dem Major-Turnier der Senioren im Fokus: Der 52-Jährige wird Kapitän Jim Furyk beim Ryder Cup 2027 als Vice Captain unterstützen. Ebenfalls mit an Bord: Justin Leonard, über den Furyk sagt: „Die am besten organisierte und akribischste Person, die ich kenne. Als ich diesen Job bekam, war Justin Leonard der Erste, den ich angerufen habe.“
LIV bald ohne PIF?
Obwohl in dieser Woche kein Turnier auf dem Plan stand, gab es rund um die LIV Golf League erneut viel zu berichten. Der Hintergrund: Die Hinweise verdichten sich, dass die Saudi-Liga nach der Saison 2026 ohne ihren wichtigsten Geldgeber auskommen muss. Mehrere internationale Medien berichten, dass der saudische Public Investment Fund (PIF) seine Finanzierung einstellen wird. Was bedeutet das für die Liga? Wir beantworten die sieben wichtigsten Fragen.
Erstklassig unterwegs waren beim ersten Gastspiel der Ladies European Tour auf Mauritius gleich zwei Deutsche: Celina Sattelkau und Alexandra Försterling beendeten die MCB Ladies Classic auf einem hervorragenden fünften Rang. Den Sieg sicherte sich die Dänin Smilla Tarning Sønderby.
Mikael Lindberg heißt der Sieger der Turkish Airlines Open im National GC. Der Schwede sicherte sich beim Belek-Gastspiel der DP World Tour seinen ersten Tour-Sieg. Neben Preisgeld und Punkten darf sich der 33-Jährige über einen Startplatz bei der PGA Championship freuen. Neben Lindberg konnten sich auch Jordan Gumberg und Bernd Wiesberger für das Major qualifizieren. Der Österreicher hatte bei der China Open seinen ersten Sieg seit fünf Jahren gefeiert.








