G4D Tour

Historisch: Lawlor gewinnt erste G4D Open


13. Mai 2023 , Daniel Dillenburg


Lieferte sich einen spannenden Titelkampf mit dem Weltranglistenersten Kipp Popert: Brendan Lawlor.
Lieferte sich einen spannenden Titelkampf mit dem Weltranglistenersten Kipp Popert: Brendan Lawlor. | © Alex Burstow/R&A/R&A via Getty Images

Der Ire Brendan Lawlor trägt sich als erster Sieger der G4D Open in die Geschichtsbücher des Behindertengolfsports ein. Der Deutsche Michael Clemens erreicht die Top 50.

Es wurde ein weiteres wichtiges Kapitel in der Geschichte der G4D Tour geschrieben. In der englischen Grafschaft Bedfordshire fand die erste Open für Golfer mit Behinderungen statt. Ausgetragen von der R&A sowie der DP World Tour und von der EDGA (European Disabeld Golf Association) unterstützt, wurde eine der inklusivsten Veranstaltungen jemals auf die Beine gestellt. Insgesamt nahmen 80 männliche sowie weibliche Amateure und Profis aus 17 unterschiedlichen Ländern an dem 54-Löcher-Event im Woburn Golf Club teil. Neben dem Hauptpreis wurden Titel in neun weiteren Kategorien vergeben.

Den Titelkampf in der Hauptwertung machten die zwei besten Spieler des „World Ranking for Golfers with Disability“ (WR4GD) unter sich aus. Der Weltranglistenerste Kipp Popert aus England hatte vor der Finalrunde einen Schlag Rückstand auf den Iren Brendan Lawlor. Nach drei Bogeys zum Auftakt konnte sich Lawlor, der eine seltene Krankheit namens Ellis-van-Creveld-Syndrom hat, die durch eine kürzere Statur und kürzere Gliedmaßen gekennzeichnet ist, stabilisieren und notierte im weiteren Verlauf seiner Finalrunde ein Birdie sowie ein Bogey. Die 75 (+3) reichte am Ende aus, um Popert auf Distanz zu halten.


„Alle Spieler hier haben sich diese Woche wie Könige gefühlt“, so der Sieger nach seinem Triumph. „Hoffentlich ist dies der Anfang und wir werden noch viele solcher Großveranstaltungen haben. Der Behindertengolfsport ist definitiv auf dem Vormarsch.“ Auch Popert, der mit einer Form der zerebralen Lähmung namens spastische Diplegie geboren wurde, konnte die Tage bei diesem besonderen Event genießen: „Es hat großen Spaß gemacht. Ich meine, es ist die erste Open überhaupt und ich habe wirklich gut gespielt. Brendan hat es also verdient und ich könnte mich nicht mehr für ihn freuen.“

Mit Michael Clemens nahm auch ein deutscher Golfer an der Open teil. Der Clubmanager des Royal Saint Barbara’s Dortmund Golf Club, der vor mehr als 40 Jahren bei einer Bundeswehrübung seinen linken Unterarm verloren hatte, beendete das Großevent auf dem geteilten 46. Rang.