Bild Information: Golfball mit Langhantel (Photo by Talaj / shutterstock)

Krafttraining für ein besseres Golfspiel

Training
 

Studienanalyse zeigt positive Zusammenhänge zwischen Krafttraining und Golfspielen.

Passen KraftTraining und Golfspielen gut zusammen? Es gibt einige Sportler, die einer positiven Korrelation dieser beiden Begriffe skeptisch gegenüber stehen. Eine jüngst von runrepeat.com veröffentlichte Analyse des Leistungs-Gewichthebers und runrepat-Fitnessforschungs-Direktors Nicholas Rizzo, rückt diese Skepsis in ein anderes Licht und räumt mit dieser allgemeinen Vorverurteilung auf. In den Ergebnissen, die sich auf die Analyse von über 130 wissenschaftliche Studien zu den Auswirkungen des Krafttrainings auf die Leistung im Golfsport beziehen, werden zahlreiche positive Zusammenhänge präsentiert. Mehr als 50 Möglichkeiten wurden laut den Autoren der Studie identifiziert, wie Krafttraining die Leistung im Golfsport verbessern kann. /

Darunter sollen sich unter anderem positive Effekte wie eine Erhöhung der Schlagdistanz und der Schlägerkopfgeschwindigkeit und Verbesserungen der Beweglichkeit und Rotationsfähigkeit sowie im Bereich der Verletzungsprävention ergeben.

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Über sechs Prozent mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit

Mit einem achtwöchigen Krafttraining soll laut den untersuchten Studien eine Verlängerung der Schlagdistanz um bis zu 10,9 Prozent möglich sein. Hinnsichtlich der Schlagdistanz mit einem Eisen soll mit Krafttraining im Zeitraum zwischen acht und zehn Wochen eine Zunahme zwischen 7,5 Prozent und 10,7 Prozent möglich sein. Damit einhergehend werden signifikante Verbesserungen der Schwunggeschwindigkeit mit Erhöhung der Schlägerkopfgeschwindigkeit um bis zu 6,3 % als Ergebnis dargestellt (6-12 Wochen Krafttraining).

Neun Wochen isokinetisches oder isotonisches Krafttraining für Profi-Golfer steigere zudem die Rotationskraft um bis zu 35,0 Prozent, die Rotationsgeschwindigkeit von 9,1 bis 13,3 Prozent ebenso wie die Vorarmgeschwindigkeit (2,9 bis 5,6 Prozent) und die Vorarmbeschleunigung (bis zu 10,1 Prozent). Der Aufbau von Kraft über elf Wochen soll laut den untersuchten Studien dazu beigetragen haben, die Distanzkontrolle um durchschnittlich 29,6 Prozent zu verbessern.

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Beweglichkeit und Verletzungsprävention

Für den Sport im Allgemeinen und den Golfsport im Speziellen sollen wichtige körperliche Fähigkeiten und Fertigkeiten wie Gleichgewicht, Flexibilität, aerobe Kondition und Ausdauer zudem durch Krafttraining auch deutlich verbessert werden können. Ebenso die Beweglichkeit, bei der Verbesserungen in der Schulterstreckrate festgestellt wurden.

Im Bereich der Verletzungsprävention soll mit Krafttraining bei Amateur-Golfern nur 40 Prozent und bei Profi-Golfern nur 60,0 Prozent der Verletzungen pro Saison gegenüber Golfern ohne Krafttraining auftreten. Verletzungen, die in erster Linie auf Überbeanspruchung und hohe Belastung durch Drehmoment-Überlastung des Körpers durch gleiche und immer wiederkehrende Bewegungsmuster zurückzuführen sind. Laut den untersuchten Studien könne Krafttraining die Wahrscheinlichkeit sportartspezifischer Verletzungen um 33 Prozent und Verletzungen durch Überbeanspruchung um fast 50 Prozent reduziert werden.

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"Athletik besitzt großen Stellenwert"

PGA Pro Danny Wilde ordnet dem Krafttraining als Unterbereich des heutzutage gängigen Überbegriffs des Athletiktrainings prinzipiell eine große Bedeutung zu. Wenngleich man laut dem sportlichen Leiter und Akademie-Headcoach in Golf Valley zwischen verschiedenen Arten des Krafttraining differenzieren muss, hält der einst langjährige Trainer von Martina Eberl und Alex Cejka ein Krafttraining für sehr wichtig. "Die ganze Athletik besitzt im modernen Leistungsgedanken im Sport einen großen Stellenwert. Es kann schon ein Vorteil sein", sagt der 2019 von der PGA of Germany unter die Top Zehn Golflehrer des Jahres gewählte Wilde.

In seiner täglichen Arbeit mit Golfern setze er regelmäßig auf unterschiedliche Trainingsmethoden in den Bereichen Kraft sowie Mobilität und Stabilität. Sowohl für den Profi-Bereich als auch für den Amateur-Golfer kann Wilde positive Effekte eines Athletiktrainings inklusive Krafttraining erkennen. Eine Verbesserung der Gesundheit und der Ermüdungswiderstandsfähigkeit eines Sportlers sowie eine Steigerung der Schlägerkopfgeschwindigkeit nennt der aktuelle Trainer der deutschen Proette Sarina Schmidt als drei zentrale Ziele für das Athletiktraining.

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