Bild Information: Schlag aus dem Bunker

Spiegelei im Bunker

Training
 

Ein eingebohrter Ball im Bunker gehört zu den schwierigsten Lagen im Golf. Dennoch kann ein guter Golfer, wenn er sich der richtigen Technik bewusst ist, den Ball mit einem Schlag auf das Grün befördern. Felix Lubenau erklärt, worauf zu achten ist.

Gute Bunker zeichnen sich dadurch aus, dass man sehr selten eingebohrte Bälle vorfindet. Dies liegt an der richtigen Körnung und Größe des Sandkorns, aber auch an der richtigen Menge Sand im Bunker. Vermeiden lassen sich eingebohrte Bälle trotzdem nicht. Je steiler der Eintreffwinkel, um so größer die Gefahr. Daher sind die eingebohrten Bälle meist bei einem Wedge ins Grün zu finden oder wenn ein Ball in die aufsteigende Bunkerwand zum Grün hin einschlägt. Hier ist der Eintreffwinkel um die 90 Grad. Optimale Voraussetzungen für diese unangenehme Balllage.

Wichtig zu verstehen: Die Funktionsweise eines Sandwedges. Die breite Sohle mit dem Bounce bringt den Schläger dazu, durch den Sand zu gleiten und schnell wieder aus dem Sand zu kommen. Je mehr ich den Schläger aufdrehe, um so größer wird der Bounce und der Effekt des Schlägers, nicht zu tief in den Sand einzudringen.

Bei dem eingebohrten Ball (auch "Spiegelei" genannt) wollen wir aber, dass sich der Schläger eingräbt. Daher öffnen wir das Schlägerblatt nicht, sondern stellen die Schlagfläche "square" zu Schlagrichtung (wie bei einem normalen Golfschlag!). So kann das Wedge tiefer in den Sand eindringen. Beim Ausholen wird der Schläger stärker nach oben gewinkelt. Das Ziel ist, ein bisschen wie ein Holzhacker steiler von oben vor dem Ball in den Sand zu schlagen. Dabei fliegt der Ball zusammen mit dem Sand mit sehr wenig Spin aus dem Bunker. Der Ball kommt flacher und mit mehr Energie auf dem Grün auf und rollt daher länger aus.

Bei dem steilen Eintreffwinkel in den Sand entsteht kein großer Durchschwung und man kommt nicht in eine hohe Endposition. Das ist normal und so gewollt. Hier geht es schließlich nicht um einen Schönheitspreis – die Kugel soll einfach nur aufs Grün.

 

Stand

  • Schläger normal "square" greifen. Schlagfläche zeigt zum Ziel.
  • Ball für Rechtshänder mehr mittig oder leicht nach rechts legen
  • Gewicht ist auf der linken Seite

Technik

  • Schläger steiler winkeln
  • Unter den Ball schlagen, dabei entsteht kaum ein Durchschwung
  • Ball fliegt mit Sand aus dem Bunker
  • Ball entwickelt keinen Backspin und wird mehr rollen
  • Auf den Ball schlagen 
  • Gewicht muss links bleiben

Schlägerwahl

  • Schläger mit mehr Loft, da durch die starke Ballposition von rechts der dynamische Loft des Schlägers verringert wird

Häufige Fehler

  • Schläger zu weit aufgedreht
  • Zu wenig unter den Ball geschlagen
  • Ball im Flug zu weit gespielt und damit zu lang
  • Falsche Dosierung der Schwungstärke im Bunker

Felix Lubenau erklärt den Standard-Bunkerschlag Übung: Situatives Putt-Training Vorbereitet dank Proberunde

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Tino Schuster & Felix Lubenau

Tino Schuster und Felix Lubenau sind ehemalige Spieler der European Tour, die als ausgebildete Trainer der Golfanlage Schloss Egmating und des Hartl Resort Center of Excellence hilfreiche Tipps in ihrem Video-Blog geben.