Bild Information: Brett Rumford (Photo by Bradley Kanaris/Getty Images)

Raus aus dem Bunker

Training
 

Vom Standard-Schlag über die Analyse des Eintreffwinkels hin zur situativen Übung: Eine Zusammenfassung der besten Trainingstipps für das Sandhindernis.

Felix Lubenau, Golfanlage Schloss Egmating: Standard-Bunkerschlag

Das Wichtigste: Der Schläger muss vor dem Ball in den Sand treffen. Ob das zwei oder fünf Zentimeter davor passiert, ist fast egal, denn der Ball wird auf einem Sandkissen aus dem Bunker fliegen. Ebenso ist es nicht relevant, ob die Schlagfläche im Treffmoment zum Ziel oder woanders hin zeigt. 

Je mehr die Schlagfläche geöffnet ist, umso höher wird der Ball fliegen. Je weiter die Schlagfläche geschlossen ist, umso flacher kommt der Ball aus dem Sand. Zudem gräbt sich der Schläger mehr unter dem Ball ein. Daher ist ein geschlossenes Schlägerblatt bei einer Spiegelei-Balllage zu empfehlen. 

Christian Neumaier, GC Beuerberg: Eintreffwinkel des Wedges

Den Bunkerschlag können Sie mit verschiedenen Techniken spielen. Entscheidend ist der Eintreffwinkel des Eisens und die dadurch entstehende Sandmenge, durch die das Schlägerblatt gräbt. Folgende Faktoren gilt es beim Bunkerschlag richtig einzuschätzen. 

Bei einem steilen Eintreffwinkel ist der Schläger meist leicht nach vorne gekippt. Dadurch nimmt die Sandmenge im Verlauf des Schlags zu. Der Schläger gräbt sich relativ tief in den Boden ein. Diese Variante ist vergleichsweise schwierig, da die Toleranz bei Fehlschlägen sehr gering ist. 

Flacherer Eintreffwinkel: Ist der Schaft hingegen senkrecht im Treffen, wird weniger Sand zwischen Ball und Schlägerblatt kommen. Dadurch bleibt der Bounce erhalten. Sie benötigen weniger Kraft für diesen Schlag. 

Verstärken Sie den Effekt: Je mehr Sie die Schlagfläche öffnen, desto mehr Bounce entsteht. Die Sandmenge ist sehr gering. 

Situatives Training: Wie gut ist Ihr Bunkerschlag wirklich?

Aufbau: Suchen Sie sich im Bunker einen Schlag auf eine Fahne aus, die Sie gut einsehen können. Der Schlag sollte etwa zehn Meter lang sein. Alternativ können Sie ein Ziel mit einem Alignment Stick oder einem weiteren Ball markieren.

Ablauf: Legen Sie den Ball in den Bunker und spielen Sie das Ziel an. Führen Sie vor jedem Schlag Ihre volle Pre-Shot-Routine durch. Gehen Sie dafür aus dem Bunker, um die Bälle nicht zu schnell hintereinander zu spielen. Schlagen Sie insgesamt fünf Bälle in Richtung Fahne.

Ziel: Spielen Sie möglichst viele Bälle in einen gedachten Zielkreis von einer Schlägerlänge (ca. 90 cm). Dafür gibt es drei Punkte. Die nächsten beiden Abstufungen sind drei Schlägerlängen (zwei Punkte) und das Treffen des Grüns (ein Punkt). Lochen Sie einen Ball ein, erhalten Sie fünf Punkte.

Handicap Punkteziel   Handicap Punkteziel  
54-36  3  18-12  7
35-27  4  11-5  9
26-19  5  4-0 12

Fabian Bünker empfiehlt: Führen Sie ein eigenes Trainingsbuch

Wenn man sich mit Spitzenamateuren oder Profis unterhält, dann weiß man: Gute Golfer dokumentieren ihr eigenes Spiel und das Training. Der Pro wird nicht ständig vor Ort sein. Daher hilft es, wenn man sich Erlerntes aus der Vergangenheit noch einmal vergegenwärtigen kann. Wer schreibt, der bleibt! Was bedeutet das nun für uns normale Golfer?

Auch Sie sollten ein solches Trainingsbuch führen. Es kann Ihnen helfen, erfolgreiche Dinge schriftlich festzuhalten, um sie vor dem nächsten Training oder Turnier noch einmal durchzulesen und so noch mehr Sicherheit aufzubauen.

Das sollte im Trainingsbuch stehen:

  • Was habe ich trainiert?
  • Wie lange habe ich das wann gemacht?
  • Wie hat sich das angefühlt?
  • Welche Gedanken hatte ich dabei?
  • Was will ich beim nächsten Mal anders machen?

Gute Teaching-Pros bieten ihren Schülern ein Trainingsbuch oder eine schriftliche Zusammenfassung der Trainerstunde an. Nur so kann einmal Trainiertes auch sinnvoll wiederholt werden. Fragen Sie Ihren Pro!

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