Bild Information: Rory McIlroy (Photo by Mike Ehrmann/Getty Images)

Warum cross-handed helfen kann

Training
 

Traditionell oder cross-handed beim Putten? Wir zeigen Ihnen, für welchen Spielertyp die Umstellung Sinn macht. 

Bei der WGC-Cadillac Championship 2016 spielte Rory McIlroy seine Putts cross-handed. Nun gut, aber macht das jetzt einen so großen Unterschied, welche Hand über der anderen liegt? Für uns als Zuschauer sicherlich nicht. Aber probieren Sie es doch einmal selber aus - Sie werden erstaunt sein, wie stark sich Ihr Gefühl für das Putten ändert. 

Aber erst einmal zur Erklärung, was cross-handed im Golf eigentlich genau bedeutet. Die Beschreibung trifft für den Rechtshänder zu: Die linke Hand befindet sich bei der Variante cross-handed unterhalb der rechten. Die Handrücken sind parallel zueinander. 

Wesentlicher Vorteil dieser Technik: Die rechte Schulter hängt nicht tiefer als die linke, was zu einer horizontalen Schulterachse führt. Außerdem wird die meist etwas dominantere rechte Hand wieder mehr ins Gleichgewicht gebracht. Cross-handed ist zudem meist die erste Variante, die ein Golfer ausprobiert, wenn es mit der traditionellen Methode nicht mehr läuft. Die anderen Grifftechniken sind eher etwas für Härtefälle oder Spieler, die plötzlich mit dem Yip zu kämpfen haben.

Vorteile: 

  • Weniger Hand- und Handgelenkrotation
  • Mehr Führung aus den Armen und Schultern
  • Kurze Putts sind öfter auf der Linie
  • Weniger Anfälligkeit für Muskelzucken (Yips)

Nachteile: 

  • Das Gefühl für die Geschwindigkeit ist schwerer einzuschätzen
  • Weniger Konstanz: Sie haben plötzlich zwei verschiedene Griffe in Ihrem Spiel

 

Wer also gerne mal die Schlagfläche im Treffen leicht verdreht (wodurch der Ball links oder rechts am Loch vorbeiläuft), sollte das Cross-handed-Putten einmal ausprobieren. Auch die parallele Stellung der Schulter kann helfen, in ein besseres Set-Up zu kommen. 

Als Jordan Spieth McIlroy auf dem Putting-Grün mit der neuen Grifftechnik sah, lieferte er auf alle Fälle schon mal einen guten Kommentar ab: "Wie ich sehe, hast du zur dunklen Seite gewechselt." 

Auch auf der Dunklen kann man richtig gutes Golf spielen: Mit einer 65 in Runde zwei bei nur 23 Putts schob sich der Nordire auf dem Leaderboard nach vorne. Am Ende wurde er mit einer schwachen Finalrunde aber geteilter Dritter. Lange hielt es der Celtic Tiger auf der "dunklen Seite" aber nicht aus: drei Monate später kehrte er zum traditionellen Griff zurück. Sie sehen: Es bleibt Geschmacksache, wie man den Putter greift.  

Alle Grifftechniken für den Putter im Überblick. Cross-handed: Rory McIlroy über seine neue Putt-Technik.

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