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Der moderne Golfer

Krafttraining und Ernährung
 

Kein Gluten, dafür Krafttraining: Camilo Villegas fährt exzessiv Rennrad, Rory McIlroy setzt wie Dustin Johnson und Martin Kaymer auf Krafttraining und Phil Mickelson verschreibt sich der Paleo-Diät, um seine Arthritis in den Griff zu bekommen.

Justin Rose "fühlt sich besser, als je zuvor". Das sagte der Engländer nach seinem zweiten Platz beim Masters zu Beginn des Jahres. Das Wohlbefinden lag aber nicht am Ergebnis in Augusta, sondern an einer Ernährungsumstellung. Glutenfrei lautet das Stichwort bei Rose. An Novak Djokovic habe er sich orientiert.

Denn auch die Nummer eins der Tennis-Welt verzichtet auf das Gemisch aus Proteinen, das vor allem im Getreide vorkommt. "Ich verzichte auf Gluten, so wie Djokovic. Es hat bei ihm funktioniert - und er ist wie ein Windhund. Ich glaube, dass ich schon zehn Pfund abgenommen habe und außerdem fühle ich mich deutlich besser. Meine Gelenke sind absolut schmerzfrei, ich habe keine Ermüdungen und auch am Morgen keine Probleme. Ich arbeite auch weiterhin an meiner Fitness und hebe Gewichte. Meine Kraft ist weiter da. Es sind nur die unnötigen Beschwerden, die verschwunden sind." 

Rory McIlroy setzt vor allem auf Ausdauer- und Krafttraining. Besonders krass ist der Vergleich der Nummer eins der Weltrangliste zu seinen jungen Jahren auf der Tour. McIlroy behauptet sogar selbst, dass er kaum auf einem Bein balancieren konnte. Immerhin konnte er schon damals den Ball unglaublich gut treffen. Aber dank der Hilfe von Dr. Steve McGregor, der seit Ende 2010 mit dem Nordiren zusammenarbeitet, hat er nun auch die Erscheinung eines Leistungssportlers angenommen.

Ähnlich sieht es bei Martin Kaymer aus, der über Jahre hinweg mit Physiotherapeuten Rolf Klöttschen an seiner Fitness arbeitete. Der Deutsche sagt, er habe in dieser Saison das Training im Gym (unter anderem Pilates) noch weiter ausgebaut, da er dort für sich noch viel Potential sehe.

Oder Dustin Johnson, der nicht nur fit im Krafttraining ist, sondern auch einen Basketball locker dunken kann und als exzellenter Schwimmer gilt.

Zuvor war Tiger Woods das Maß aller Dinge in Sachen Fitness. Mittlerweile will es sich aber kaum noch ein Spieler leisten, nicht die letzten paar Prozent herauszukitzeln. Und selbst wenn es "nur" zur Vorsorge vor Verletzungen dient und der Körper den Reise-Stress besser wegsteckt. 

Darren Clarke, der zukünftige Ryder-Cup-Captain, ist ein weiteres Beispiel für den Wandel. Bei seinem Open-Sieg 2011 ließ er sich das Guinness noch bei der Pressekonferenz schmecken, in diesem Jahr ist er kaum noch wiederzukennen. Der Nordire, immerhin 46, hat enorm abgenommen. Als Grund nennt er ein kurzes, aber hartes Fitness-Programm und eine Ernährungsumstellung. "Zuerst musste ich den Zucker rausnehmen", erklärte er vergangenes Jahr. "No Carbs" - keine Kohlenhydrate war der nächste Schritt. Im Studio setzt Clarke auf Gewichtheben. "Das ist explosiv, passt zu mir und dauert nur 25 Minuten." 

Noch härter unterwegs ist eigentlich nur Camilo Villegas. Der Kolumbianer, der auf der PGA Tour spielt, fährt seit 2007 Rennrad. Früher noch nicht so exzessiv, aber mittlerweile ist er fast besessen. Zwischen 60 und 180 Kilometer reißt er bei einer Runde in seiner immerhin flachen Heimat Florida ab. Über sein liebstes Hobby sagt er: "Radfahren trainiert nicht nur meinen Körper, sondern schafft auch einen Fokus. Im Golf ist der Fokus kürzer. Das Radfahren bringt eine Balance in mein Leben."

Was wir daraus lernen können? Vielleicht das: Die Jungs sind nicht ohne Grund so gut in ihrem Sport…

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