Bild Information: Miguel Angel Jimenez

Winter-Tipps für Kopf und Körper

Fabian Bünker
 

Die kalte Jahreszeit ist eigentlich nichts für Golfer. Um jedoch gut vorbereitet in die neue Saison zu starten, hilft nur ein zielgerichtetes Wintertraining. In Teil III erklärt Fabian Bünker, wie Sie Ihre Fitness und den mentalen Aspekt des Spiels besser meistern.

In den ersten beiden Teilen stand das Training des kurzen und langen Spiels im Vordergrund. Jetzt geht es an die Fitness und um die Mentale Stärke.

1. Visualisieren

Stefan Kloppe hat in seinem Artikel "Visualisierung 5.0" schon detailliert erläutert, wie die Technik des Visualisierens funktioniert und welche wissenschaftlichen Phänomene dahinter stecken.

Jetzt geht es, wie es sich für ein psychologisches Training gehört, auf die Couch! Schalten Sie das Handy aus und sorgen Sie für eine ruhige und konzentrierte Atmosphäre. Schliessen Sie die Augen und gehen Sie vor dem inneren Auge eine Situation durch, die Sie in der neuen Saison erfolgreich meistern möchten. Das kann der erste Abschlag zu Beginn einer Turnierrunde sein (Nervosität) oder ein bestimmter Schlag auf dem Heimatplatz, der endlich erfolgreich funktionieren soll. Stellen Sie sich vor, wie Sie diese Situationen erfolgreich meistern.

2.    Fitnesstraining im Studio

Viele Golfer gehen im Winter in ein Fitnessstudio. Ich selber gehöre auch dazu. Für dieses Training im Studio empfehle ich folgende zwei Übungen. Zum einen das Kreuzheben für mehr Maximalkraft und zum anderen den Kettlebell-Swing für eine explosive Kraftentwicklung im Impact. Um eine Verletzungsgefahr auszuschließen, sollten Sie jedoch vorher diese Übungen mit einem Fitnesstrainer genau durchgehen.

Das Kreuzheben trainiert die Beine sowie die Bauch- und untere Rückenmuskulatur. Zum Teil werden auch Schultern und Arme gestärkt. Zudem sorgt es für eine hohe Mobilität im Hüft- und Fußgelenk, Stabilität im Bauchbereich und Kraft in den Beinen und dem Po. In dem Video sehen Sie, wie die Übung aussehen soll. Achten Sie bei dem Gewicht darauf, dass Sie sich besonders zu Anfang nicht überfordern.


Der Kettlebell-Swing trainiert Beine, Bauch- und untere Rückenmuskeln sowie Schultern und Arme. Er sorgt aber auch (nach dem Kreuzheben) für die nötige Schlägerkopfgeschwindigkeit. Der Swing bewirkt, dass Sie die Maximalkraft, die Sie beim Kreuzheben aufgebaut haben, in eine explosive Schwungbewegung umwandeln.


3.    Pilates

Pilates ist eine tolle Fitnessmethode für Zuhause. Ich weiß, dass sich nicht jeder in einem Fitnessstudio wohl fühlt. Pilates ist daher eine sehr gute Methode, um alle relevanten Golfmuskeln  ohne großen Materialeinsatz zu trainieren. Pilates spricht die Muskeln an, die ein Golfer benötigt. Besonders der "Core"-Bereich, also Bauch und Rücken, werden gestärkt. Kaufen Sie sich ein Pilates-Buch oder suchen Sie auf YouTube nach entsprechenden Übungen. Am Anfang werden Sie vielleicht darüber lächeln. Am nächsten Tag spüren Sie aber alle Muskeln. Versprochen! 

Viel Spaß beim Wintertraining

Ihr Fabian Bünker

Wintertraining, Teil 1: Kurzes Spiel in den eigenen vier Wänden. Teil 3: Wintertraining auf der Driving Range.

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