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Training
 

In jeder deutschen Großstadt gibt es mittlerweile die Möglichkeit, auch im Winter zu trainieren. Hier erfahren Sie, auf welche Werte man beim Training am Flugsimulator besonders achten sollte.

Um wirkungsvoll an den Simulatoren zu trainieren, bedarf es einiger Grundkenntnisse über das Gerät und die erzeugten Werte. Es gibt unterschiedliches technisches Equipment zum Messen der Schlagwerte im Indoor-Bereich. Grundsätzlich benötigen die Geräte meist fünf Meter Platz bis zum Ballnetz und die Zielkonfigurationen sollten vor dem Training aktualisiert werden.

Bei jedem Schlag werden circa 25 verschiedene Messdaten gewonnen. Im Folgenden werden die sieben wichtigsten Werte erklärt und anhand von Beispielen veranschaulicht.

Club Path

Unter dem Club Path versteht man den Weg, den der Schläger durch den Treffmoment zurücklegt. Dieser kann entweder von außen nach innen oder von innen nach außen verlaufen. Wenn der angezeigte Club Path einen positiven Wert hat, ist die Schwungrichtung des Schlägerkopfs von innen nach außen. Ist der Wert negativ, bewegt sich der Schlägerkopf von außen nach innnen durch den Ball.

Um einen Draw spielen zu können, sollte man von innen nach außen schwingen. Bei einem Fade genau anders herum. Der gerade Schlag hat einen Club Path von null. Werte von plus/minus drei sind in dieser Kategorie immer noch akzeptabel für den durschnittlichen Amateurgolfer.

Face Angle

Der Face Angle ist der seitliche Winkel, den die Schlagfläche im Treffmoment aufweist. Die meisten Golfer beschreiben den Face Angle als offenes oder geschlossenes Schlägerblatt. Ist auf dem Bildschirm eine negative Zahl zu sehen, ist das Schlägerblatt um genau so viel Grad geschlossen. Ist der Wert positiv, spricht man von einem offenen Schlägerblatt. Der Face Angle ist der entscheidende Faktor für die Abflugrichtung des Golfballs.

Für einen geraden Schlag, sollte auch dieser Wert bei null liegen. Als Regel für einen ausgewogenen Draw oder Fade gilt, dass der Wert der Face Angle die Hälfte des Face Path (mit gleichem Vorzeichen) sein sollte.

Attack Angle

Der Attack Angle beschreibt, aus welcher vertikalen Richtung der Schlägerkopf an den Ball kommt (von oben/unten). Bei Schlägen, die man vom Boden spielt, sollte der Attack Angle grundsätzlich negativ sein (von oben nach unten), damit man zuerst den Ball trifft und erst danach den Boden. Bei längeren Hölzern und beim Driver gilt, dass ein positiver Attack Angle (von unten nach oben) geeigneter ist, um den Ballflug zu verlängern.

Club Speed und Ball Speed

Bei diesen beiden Werten handelt es sich um die Geschwindigkeiten von Schlägerkopf und Ball. Das Tempo des Schlägerkopfs wird beim Treffpunkt gemessen und die Ballgeshwindigkeit wird unmittelbar nach dem Treffmoment ermittelt. Beide Daten haben direkten Einfluss auf die Schlagweite. Für jedes km/h Ballgeschwindigkeit, erzielt man einen Meter mehr Distanz. Bei der Schlägerkopfgeschwindigkeit sind es sogar zwei Meter.

Die höchste jemals aufgenommene Schlägerkopfgeschwindigkeit liegt bei 240 km/h. Die schnellste Ballgeschwindigkeit bei 360 km/h. Die beiden Werte wurden von den Long-Drive-Champions Ryan Louw und Jamie Sadlowski aufgestellt.

Smash Factor

Mit dem Smash Factor wird die Energieübertragung vom Schlägerkopf auf den Ball im Treffmoment gemessen. Je höher der Smash Factor, desto besser die Übertragung. Die Ballgeschwindigkeit geteilt durch die Schlägerkopfgeschwindigkeit ergibt den Smash Factor. Dabei ist der Wert von 1,5 bei einem Driver anzustreben. Das würde bedeuten, dass die Ballgeschwindigkeit bei 100 km/h Schlägerkopfgeschwindigkeit genau 150 km/h betragen würde. Je kürzer der Schläger, desto kleiner der optimale Smash Factor (PW = 1,25).

Dynamic Loft

Jeder Schläger hat ein spezifisches Loft, angefangen bei acht (Driver) bis 60 Grad (Lob-Wedge). Jedoch ist der Abflugwinkel des Balls nicht gleich der jeweiligen Gradzahl, wie man es vermuten könnte. Der tatsächliche Loft, also die Gradzahl, mit der der Ball die Schlägerfläche verlässt, wird Dynamic Loft genannt. Zu den Einflussfaktoren die diesen Wert manipulieren gehören: Attack Angle, Biegung des Schafts, Release des Golfers, Face Angle und wo der Ball auf der Schlagfläche getroffen wird.

Der Dynamic Loft ist wichtig, um das richtige Verhältnis zwischen Flug und Roll bei unterschiedlichen Schlägen herzustellen. Ist der Dynamic Loft zu groß, fliegt der Ball zu hoch und hat keinen Roll. Bei niedrigen Werten, reduziert sich der Ballflug und der Roll wird erhöht.

Als Orientierung für alle ambitionierten Golfer, finden Sie hier die Durschnittswerte der PGA Tour Pros:

Wintertraining für Körper und Geist Drei Übungen am Simulator

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