Bild Information: Florian Fritsch

Fritsch verkündet Karriereende - zum zweiten Mal

'Schön war's!'
 

Florian Fritsch beendet nach zwölf Jahren im Profigeschäft seine aktive Karriere.

Mit den Worten "Schön war’s" leitete Florian Fritsch seinen Post auf Facebook ein, in dem er sein Karriereende verkündete. Nach zwölf Jahren im Profigeschäft will sich der gebürtige Münchner nun endlich anderen Dingen im Leben widmen und so mehr Zeit für seine Familie haben. Diese habe ihm auf seiner langen Reise auf der Tour "den so wichtigen Rückhalt" gegeben, wie er selbst schrieb. Und auch in diesem Jahr wollte Fritsch eigentlich nochmal angreifen. In einem exklusiven Interview mit Golf.de im März sagte er noch: "Ich möchte definitiv weiterhin spielen."

Über den Umweg Pro Golf Tour sollte es zurück auf die European Tour gehen. Dort, wo er bereits an 90 Turnieren teilnahm und knapp eine Million Euro Preisgeld einspielte. Für einen Sieg reichte es nie. Fritschs größter Erfolg auf der European Tour war ein vierter Platz beim British Masters 2017. Sechs weitere Top-Ten-Ergebnisse stehen in seiner Vita. Auf der Challenge Tour wurde er bei 75 Starts fünf Mal Zweiter. Die einzigen Titelgewinne gelangen ihm auf der EPD und der ECCO Tour. Und trotzdem kann Fritsch auf eine besondere Karriere als aktiver Berufsgolfspieler zurückblicken.

Denn wer kann schon von sich behaupten, so lange in diesem Geschäft zu verweilen, ohne jemals einen Fuß in ein Flugzeug zu setzen. Fritsch entwickelte zur Anfangszeit seiner Profikarriere eine Flugangst, die ihn dazu zwang, per Bus, Bahn und Auto durch Europa zu reisen. Auch dies war einer der Gründe, warum er sich bereits 2010 aus dem Profigeschäft zurückziehen wollte. Er sei nicht mit dem Druck zurechtgekommen, den er sich selbst auferlegt hatte. Dennoch spielte der damals 24-Jährige noch einige Turniere auf der Challenge Tour sowie die European Tour Q-School. Dort erkämpfte sich Fritsch dann auch die Spielberechtigung für die erste Liga, was ihn dazu veranlasste, es doch nochmal zu probieren.

Im folgenden Jahrzehnt zählte Fritsch stets zu den besten Golfern Deutschlands, er gewann 2015 die Pro-Am Wertung der Alfred Dunhill Links Championship an der Seite von Michael Ballack und galt insbesondere aufgrund seiner reflektierten sowie bodenständigen Art auch zu den beliebtesten deutschen Profis. Nicht umsonst erhielt er 2016 die Auszeichnung zum Spieler des Jahres der PGA of Germany. Und deswegen ist es auch gut, dass Fritsch der Golfwelt trotz Karriereende erhalten bleibt. Der dreifache Familienvater befindet sich bereits in einer Golflehrer-Ausbildung bei der PGA of Germany und strebt an, seine Prüfung als Fully Qualified PGA Golfprofessional im Jahr 2022 abzulegen. Hoffentlich kann er dann auch hier nach vielen Jahren Tätigkeit das Fazit ziehen: "Schön war’s!"

Ball im Divot Fantastisches Finish für Fritsch beim British Masters

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