Bild Information: Max Kieffer (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Kieffer nach Umstellung in Top-Form

Interview
 

Max Kieffer ist 2019 bereit für den ersten Sieg - ein Interview. 

Am Ende wurde es für Max Kieffer zwar nur der zweite Platz bei der Oman Open, obwohl der Sieg zum Greifen nahe war, trotzdem scheint der Deutsche in dieser Saison bereit für den ersten Sieg. Vielleicht auch deshalb, weil er im Winter einige Anpassungen vornahm, wie er im Interview mit golf.de Anfang des Jahres erklärte. 

Golf.de: Wie würden Sie das Jahr 2018 beschreiben?
Max Kieffer: Es war ein gutes Jahr! Ich habe mich in den Rankings zwar kaum verbessert, doch im Gegensatz zum Vorjahr waren die Ergebnisse in dieser Saison um einiges besser. 2017 haben mich solide Platzierungen bei den Rolex Turnieren "gerettet" und 2018 habe ich bis auf die Rolex Turniere durchweg ganz gut gespielt. Von daher sieht es auf dem Papier schlechter aus als es war.

Außerdem hatte ich weiterhin sehr viel Spaß an meinem Beruf und meine Familie und ich sind gesund, also war es ein sehr schönes Jahr! 

Was war Ihr persönliches Highlight im vergangenen Jahr?
MK: Ganz klar der dritte Platz beim Nordea Masters. In Bezug auf mein Ball Striking war dies die wahrscheinlich beste Woche meines Lebens. Und auch mental waren die Back Nine in der Schlussrunde sehr stark. Daran denke ich gerne zurück. (Anm. d. Red.: Kieffer spielte die Back Nine der Finalrunde in fünf unter Par mit einem Eagle, fünf Birdies und zwei Bogeys.)

Wo und wie haben Sie den Ryder Cup in Paris verfolgt?
MK: 
Zuhause vor dem Fernseher. Der Ryder Cup fand während einer für mich sehr intensiven Zeit statt, in der viel Training auf dem Plan stand, sodass ich leider nicht alles verfolgen konnte. Aber am Sonntag war ich dann ab 13 Uhr auf der Couch! 

Wie bereiten Sie sich im deutschen Winter auf das kommende Jahr vor? Worauf liegt der Fokus?
MK: Ich war jetzt sechs Wochen zu Hause in Deutschland und habe mit größtem Fokus an meinem Schwung und meiner Fitness gearbeitet. Gerade in diesen beiden Bereichen kann man nur voran kommen und alte Muster durchbrechen, wenn man die Zeit einer längeren Turnierpause entsprechend nutzt.

Es war sehr schön, mal längere Zeit zu Hause zu sein und keine Flughäfen und Hotels zu sehen. Für Technik und Fitness kann man den deutschen Winter auch sehr gut nutzen. Außerdem habe ich seit kurzer Zeit ein Putting Grün in meiner Wohnung, sodass ich auch dort intensiv an ein paar Sachen arbeiten konnte. Vor der Abu Dhabi HSBC Championship war ich eine Woche in Dubai, um wieder in den Spielrhythmus zu kommen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Some evening practice with @puttview Perfect way to get some quality work done in December in???? ?? ??

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Haben Sie sich über die Feiertage eine Auszeit gegönnt?
MK: Direkt nach der Saison habe ich eine Woche Golfpause gemacht und über die Feiertage nochmal drei Tage. Was das Fitnessstudio angeht, gab es in den letzten sieben Wochen aber nicht einen Tag, an dem ich nicht dort war. Unsere Off Season ist leider sehr kurz, deswegen wollte ich die Zeit intensiv nutzen!

Haben Sie über den Jahreswechsel in Ihrem Bag etwas verändert? Neue Schläger? Neues Material?
MK: Ja, hier gibt es wirklich eine Neuigkeit zu berichten. Ich habe bei Callaway unterschrieben. Ich war - seitdem ich 16 war - bei Titleist, daher ist mir dieser Wechsel alles andere als leicht gefallen. Allerdings fühlt es sich gerade so an, dass das Callaway-Paket - insbesondere die Hölzer - für mich individuell das Beste ist.

Neue Golfregeln

Wie macht man sich als Golfprofi mit den neuen Golfregeln bekannt?
MK: Ich habe mich ein bisschen eingelesen und ein paar Videos geschaut. 

Was denken Sie über 'Droppen auf Kniehöhe'?
MK: Das wird sicher etwas gewöhnungsbedürftig und unsportlich aussehen, darüber  werden sich einige Nicht-Golfer sicherlich lustig machen. Vielleicht hätte man hier eine coolere Lösung finden können.

Welche Ziele stecken Sie sich im Vorfeld dieser Saison? Ab wann sind Sie zufrieden? 
MK: Ergebnistechnisch ist das Minimalziel Dubai (Saisonfinale). Ein Turniersieg und Top 30 im Race to Dubai wären super! Aber wenn ich sagen kann, dass ich einen guten Plan hatte, alles gegeben habe und Fortschritte in meinem Spiel erkenne, bin ich zufrieden.

Welche Schlagzeile würden Sie in diesem Jahr gerne über sich lesen?
MK (lacht): "Kieffer gewinnt schon wieder"

Auf welches Turnier / welchen Platz freuen Sie sich am meisten in dieser Saison?
MK: Der Start hier in Abu Dhabi und Dubai ist immer super! Dann natürlich die BMW International Open in der Heimat und die BMW PGA Championship haben einfach die beste Atmosphäre. Von den Plätzen würde ich Abu Dhabi, Wentworth, Valderrama und Paris National hervorheben.

Können Sie sich noch an das erstes Preisgeld auf der European Tour erinnern? Wie hat sich das angefühlt?
MK: Ja, auf der Tour war das ein vierter Platz mit 40.000 Euro, mein allererstes Preisgeld waren glaube ich 2.000 Euro bei einem EPD Tour Event. Beide Male habe ich gedacht: "Das ist ja super easy, so kann das Leben weiter gehen." (lacht)

Haben Sie sich dafür etwas Bestimmtes geleistet?
MK: Ich bin nicht der Typ, der sich nach Preisgeldschecks etwas kauft. Klar, ab und an gönnt man sich mal was, das ist aber ergebnisunabhängig bei mir. Das meiste Preisgeld ging am Anfang für das Reisen drauf und mittlerweile für komfortableres Reisen.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

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