Bild Information: Bryson DeChambeau trägt nicht umsonst den Spitznamen The Mad Scientist (Photo by Getty Images)

DeChambeau will in Zukunft mit Fahne putten

Spieler
 

Amerikaner nutzt die neuen Regeln ab 2019 für sich und erklärt die Vorteile.

Er ist kurios, seltsam, anders, auf jeden Fall aber ziemlich intelligent. Und er ist erfolgreich. Bryson DeChambeau war noch vor drei Jahren eine unbekannte Nummer. Vor zwei Jahren, als er als amtierender U.S. Amateur Champion beim Masters Tournament im amerikanischen Städtchen Augusta an den Start ging, meinte Rory McIlroy zu seinem Spielpartner: "Ich weiß nicht viel über ihn, außer dass er erheblich klüger ist als ich."

Nun gab der Golf-Professor gegenüber Golf.com bekannt, dass er die Regeländerungen für 2019 sehr begrüßt. Die Änderung, dass man in Zukunft mit dem Flaggenstock im Loch putten darf, gefällt DeChambeau besonders gut. "Bei einer US Open sind die Flaggenstöcke meist aus Metall und etwas dicker als bei anderen Turnieren", so DeChambeau. "Das bedeutet, dass ich bei einer US Open die Fahne öfter entfernen werde. Bei den anderen Events werde ich sie stecken lassen." 

Bei US Open sind die Flaggenstöcke dicker

Wenn der Flaggenstock aus Metall ist, prallt der Ball heftiger ab und die Wahrscheinlichkeit, dass der Ball ins Loch geht,  sinkt. Bei Fiberglas ist genau das Gegenteil der Fall. Für den Fall, dass die Fahne nicht hundertprozentig gerade steckt, hat der 25-Jährige Top-Star bereits Lösungen ausgearbeitet. 

Für den Fall, dass der Stock leicht nach vorne (zum Spieler) geneigt ist, wird er sie entfernen lassen, da das Loch dadurch 'kleiner' wird. Wenn sie leicht nach hinten (vom Spieler weg) geneigt ist, wird er mit Fahne putten oder chippen, da das Loch deutlich 'größer' wird. 

Man darf gespannt sein, wie die Regeländerung von den Profis und insbesondere von DeChambeau umgesetzt wird. Phil Mickelson beispielsweise spielt sehr gerne ohne Fahne. Er ließ sich sogar die Fahne aus über 60 Metern entfernen, da er glaube, weniger Risiko einzugehen. 

Gewusst, dass ... ?

  • Auf DeChambeaus Wedges finden sich zahlreiche Zahlen eingraviert: alles physikalische Formeln, die er wichtig findet.
  • Seine Kappe sieht antiquiert aus – ihn stört das nicht. Er fand eine dieser sogenannten Hogan Caps, die der längst verstorbene Major-Sieger Ben Hogan immer trug, als 13-Jähriger in einem Proshop. Seitdem ist sie sein Markenzeichen.
  • Er liebt „Tüpfeln“, eine Zeichenmethode, bei welcher der Künstler unzählige Pünktchen setzt und auf diese Weise ein Bild formt.
  • Seine Unterschrift ist schwer lesbar. Nicht weil sie so unordentlich geschrieben wäre, sondern weil DeChambeau beschlossen hat, mit links und rückwärts zu unterschreiben. Es hat ihn Stunden ­gekostet, dies zu perfektionieren.
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