Bild Information: Phil Mickelson spricht mit Andrew Johnston (Photo by Andrew Redington/Getty Images)

Mickelson verstößt absichtlich gegen die Regeln

US Open
 

Auf dem 13. Loch zieht sich der Amerikaner bewusst zwei Strafschläge zu.

Er ist der Liebling der Fans und marschiert stets mit einem Lächeln auf dem Gesicht und einer freundlichen Geste für die Fans über die Plätze dieser Welt: Phil Mickelson. In der dritten Runde der 118. US Open verging ihm allerdings auf dem 13. Grün das Lachen, als er sich am Ende nur zu Helfen wusste, indem er absichtlich gegen die Golfregeln verstößt.

Ausgerechnet an seinem 48. Geburtstag, an dem Mickelson auf den ersten Löchern von einem stetigen Happy-Birthday-Gesang der Fans am Abschlag und auf dem Grün begrüßt wurde, wollte es sportlich überhaupt nicht laufen. Nach fünf Bogeys auf seinen ersten zwölf Löchern musste Mickelson schließlich auf dem 13. Grün seinem Frust freien Lauf lassen. "Es gab schon öfters Situationen, in denen ich darauf Lust hatte, jetzt habe ich es endlich getan", erklärte er seine Handlung nach der Runde im Interview mit dem US-Fernsehsender Fox.

Mickelson spielt absichtlich einen 'Ball in Bewegung'

Nachdem sein Ball auf dem 13. Grün einfach nicht anhalten wollte und drohte, erneut vom Grün herunter zu laufen und ihm eine nicht minder anspruchsvolle Aufgabe zu lassen, puttete Mickelson einfach den Ball in Richtung Loch. Während dieser noch in Bewegung war. Dadurch verstieß er gegen Regel 14-5. Und zwar unter vollem Bewusstsein über die Folgen.

"Der Ball wäre hinter dem Bunker an einer Stelle zur Ruhe gekommen, von wo man keinen Schlag zur Fahne hat", begründete Mickelson seine Entscheidung. "Ich weiß nicht, ob ich mir einen Schlag hätte sparen können oder nicht, aber ich wusste genau, dass es zwei Strafschläge dafür gibt, einen in Bewegung befindlichen Ball zu spielen. Ich wollte den Ball so nahe wie möglich ans Loch spielen und den nächsten [Putt] verwandeln." Er wollte das Loch endlich hinter sich bringen.

Mickelson kommt noch einmal glimpflich davon

Streng genommen hätten die Regelbeauftragen Mickelson für diese Aktion auch disqualifizieren können. Regel 1-2 besagt, dass ein Spieler nichts unternehmen dürfe, um die Bewegung des Balls absichtlich zu beeinflussen. Ein gravierender Verstoß gegen diese Regel könne mit der Disqualifikation geahndet werden. Diese Entscheidung liegt allerdings im Ermessen der Spielleitung. Die USGA entschied sich dagegen und stellte auf Twitter klar, dass sich Mickelson lediglich zwei Strafschläge für den Verstoß gegen Regel 14-5 zugezogen hat.

"Ich wollte nicht respektlos wirken. Ich wollte nur einfach nicht hin und her und den gleichen Schlag immer und immer wieder spielen müssen. Ich habe die zwei Strafschläge hingenommen und weitergemacht", verteidigte Mickelson seine Entscheidung. "So habe ich die Regel verstanden."

"So etwas habe ich wirklich noch nie gesehen"

Den größten Schock erlebte allerdings Mitspieler Andrew Johnston, der seinen Augen nicht trauen wollte. "Ich habe ihn nur angeschaut und gesagt, 'Ist das gerade wirklich passiert?'", beschrieb der Engländer die Situation nach der Runde. "Ich habe ihn angeschaut und gesagt, 'Entschuldigung, aber ich kann nicht anders als darüber zu lachen. Das ist eine der lustigsten Aktionen, die ich je gesehen habe'." Johnson war noch dabei, den Ball von Mickelson die Welle hinunter rollen zu sehen, als dieser losrannte und den Ball einfach spielte. "So etwas habe ich wirklich noch nie gesehen."

Es war allerdings nicht das erste Mal, dass so etwas bei einer US Open geschehen ist. 1999 drückte John Daly in Pinehurst No. 2 seinen Unmut über die in seinen Augen unfair gewählten Fahnenpositionen mit einer vergleichbaren Tat aus. Daly ging vor knapp 20 Jahren mit einer Elf vom Grün. Für Mickelson wurde es inklusive der beiden Strafschläge eine Zehn. Den bewegten Moving Day beendete Mickelson mit einer 81 und einem Gesamtergebnis von 17 über Par auf dem geteilten 64. Platz.

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