Bild Information: Rory McIlroy und Jason Day bei der US Open (Photo by Streeter Lecka / Getty Images)

Weltspitze scheitert am Cut

US Open
 

Die drei besten Spieler der Welt sind am Wochenende der US Open nicht mehr mit von der Partie. Doch das verbleibende Teilnehmerfeld bleibt dicht zusammen, so dass ein spannender Moving Day garantiert ist.

Erin, Wisconsin - Nach den tiefen Scores zum Auftakt der US Open sprach alles dafür, dass die USGA den Platz von Erin Hills am Freitag richtig schwer machen würde. Doch die Erwartungen mancher wurden enttäuscht, der Golfplatz gewässert. Einzig die Länge der weitläufigen Anlage sorgte hier und dort für Probleme, das Spiel vom Tee blieb entscheidend, doch Ergebnisse über Par wurden kaum gespielt.

Einzig die Weltspitze konnte sich nicht beweisen und schied geschlossen noch vor dem Wochenende aus. Zu groß war der Rückstand, den Rory McIlroy (+5) und Jason Day (+10) nach einem verheerenden Auftakt gutzumachen hatten. Denn der Cut lag am Freitagabend bei nur einem Schlag über Par. Drei Schläge zu tief für den Weltranglistenersten und Titelverteidiger Dustin Johnson, der auf den abschließenden sechs Löchern drei Bogeys notieren musste.

Hideki Matsuyama, respektive auf Rang vier der Weltrangliste geführt, hingegen drehte auf. An der Seite von Rickie Fowler eher verhalten ins Turnier gestartet, notierte der Japaner mit der markanten Pause im Rückschwung satte sechs Birdies auf den vorderen neun Löchern, um letztlich eine 65 (-7) ins Clubhaus zu bringen. "Ich habe heute einfach sehr gut geputtet. Das war der größte Unterschied zu gestern", so Matsuyama.

"In letzter Zeit habe ich den Ball nicht besonders gut getroffen. Heute dann so eine gute Runde zu spielen gibt mir natürlich viel Selbstvertrauen für die kommenden Tage. Ich freue mich aufs Wochenende." So tief wie der Japaner, spielte am Freitag sonst niemand. Doch ähnlich beeindruckend zeigte sich Paul Casey. Der Engländer konnte am windigeren Donnerstagnachmittag bereits mit erstklassigem Golf überzeugen und sich in die Spitzengruppe spielen.

Trotz Schneemann unter Par

Auf der Zehn gestartet, musste Casey schon am fünften Loch einen Schneemann auf die Scorekarte zeichnen. "Das war komplett meine Schuld", kommentierte Casey seinen Triple-Bogey. "So etwas kann passieren, wenn man hier in die falschen Positionen kommt. Aber man muss diese Ausrutscher überstehen, die bei einem Major zwangsläufig passieren. Es kommt selten vor, dass man eine Runde trotz einer Acht auf der Scorekarte genießen kann, doch ich bin ein recht glücklicher Mann."

Kein Wunder, denn Casey legte unlängst später fünf Birdies nach und brachte letztlich eine 71 (-1) ins Clubhaus, die ihm die geteilte Führung vor dem Wochenende sicherte. Gleichauf lagen am Freitagabend nach jeweils Runden von 70 Schlägen bei insgesamt sieben unter Par Brooks Koepka, Brian Harman und Tommy Fleetwood. Fowler, der solide in die zweite Turnierrunde gestartet war, musste zur Rundenmitte drei Bogeys hinnehmen, die ihn auf den geteilten fünften Rang zurückwarfen.

"Es hätte durchaus höher werden können"

"Ich habe eine echt gute vordere Hälfte gespielt und dann zwei Dreiputts gemacht. An der Elf hätte es durchaus höher werden können", fasste der US-Amerikaner zusammen. "Ich hätte durchaus mit einem Bogey davon kommen können, aber alles in allem war das nicht schlecht. Insbesondere die Up-and-Downs an der 16 und 17 waren wichtig, um mir eine gute Position zu sichern. So liege ich nur einen Schlag zurück."

Ebenfalls überzeugen konnten am Freitag Bernd Wiesberger, der seinen ersten Cut bei einer US Open schaffte, Martin Kaymer und Stephan Jäger. Das deutschsprachige Trio spielte sich geschlossen ins Wochenende. Genaueres können Sie hier nachlesen.

Kaymer und Wiesberger in Top 20 Stimmen: "Dann kann man gleich nach Hause gehen"

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