Bild Information: Rickie Fowler bei der US Open (Photo by Richard Heathcote / Getty Images)

"Ich hätte dir den Arm gebrochen"

US Open
 

Rickie Fowler startet früh in die US Open und kann sich ungewohnt stressfrei an die Spitze des Leaderboards spielen, wo ihn über den Tag niemand mehr einholt. Zum Ende des ersten Tages wird es dann aber doch nochmal eng.

Erin, Wisconsin - Im Vorfeld der diesjährigen US Open wurde viel über das Rough von Erin Hills gesprochen. Spieler beschwerten sich, ob der Unspielbarkeit, andere rechtfertigten das hohe Gras mit weitläufigen Fairways. So weit die Meinungen auseinander gingen, so weit gingen auch die Rundenergebnisse zum Auftakt des Turniers auseinander.

Gleich mehrere Spieler blieben fehlerfrei, etliche Runden weit unter 70 wurden gespielt. Untypisch für eine US Open, wusste auch Jason Day, bei dem zur Eröffnung wenig nach Plan lief. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die USGA es begrüßt, wenn das Turnier nach einem Tag bei sieben unter Par angeführt wird", mutmaßte der Australier nach seiner 79 (+7). "Es ist schon komisch. Ich habe 100% gegeben und am Ende dennoch eine 79 gespielt. Das war einfach schlechtes Golf. Wenigstens die Par 5 habe ich gerockt."

"Ich werde sicher viel Spaß haben"

Gerockt hat auch Rickie Fowler, der das 156 Mann starke Feld fast den ganzen Tag lang anführte. "Es hat sich wirklich einfach angefühlt heute, weil ich den Schläger super geschwungen habe. Ich hatte die ganze Runde die volle Kontrolle über den Ball, insbesondere auch was die Schlaglängen angeht. Das hilft", so der Führende nach einer fehlerfreien 65 (-7). "Ich habe sogar noch einige Putts ausgelassen, aber man kann eben nicht alles lochen. Ich bin sehr zufrieden."

"Man spielt nicht viele stressfreie Runden bei einer US Open. Der Schlüssel zum Erfolg heute waren die Par 5, die ich bestens genutzt habe. Drei weitere Birdies und das war´s. Der Platz liegt mir und ich werde sicher viel Spaß haben, diese Woche. Ich muss einfach da weiter machen, wo ich heute angefangen habe."

Gegen Ende des ersten Turniertags wurde es noch einmal eng an der Spitze des Leaderboards. Paul Casey und Xander Schauffele brachten jeweils eine 66 ins Clubhaus und platzierten sich damit nur einen Schlag hinter Fowler. "Ich schaue mir bei einem Major immer gerne die Vormittagsrunden an, wenn ich spät starte", so Casey. "Und für eine sechs unter hätte ich dir sogar den Arm gebrochen. Ich habe Rickie gesehen und nur gebetet, ähnliche Bedingungen zu bekommen und wenigstens halb so gut zu spielen wie er."

"Ich bin ein Fan von ihm und sein Golf am Morgen war großartig. Ich bin noch nie mit einem Eagle in eine US Open gestartet. Dann nur einen Schlag zurückzuliegen ist fantastisch. Die Zuschauer, die ganze Erfahrung - einfach fantastisch. Dazu habe ich den Ball sehr gut vom Tee geschlagen, was hier absolut notwendig ist."

Favoriten abgeschlagen

Einige der Favoriten hingegen hatten schwer zu kämpfen. Neben Day, der eine 79 zum Auftakt in Kauf nehmen musste, konnte auch Rory McIlroy, der sich zuvor ob der breiten Fairways äußerte, nicht überzeugen. Bei sechs über Par, die vor allem einigen wilden Abschlägen geschuldet war, lag der Weltranglistenzweite am Donnerstagabend weit abgeschlagen von der Spitze.

Auch Dustin Johnson, Jordan Spieth, Henrik Stenson und Louis Oosthuizen blieben über Par. Fehler vom Tee wurden stets bestraft. Dies musste auch Martin Kaymer erkennen, der sich mit einer Par-Runde im Mittelfeld platzierte. Knapp besser spielten Stephan Jäger und Bernd Wiesberger, wie Sie in folgendem Bericht nachlesen können.

Deutsche: "Immer unter Par spielen" Stimmen: "Dann kann man gleich nach Hause gehen"

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