Bild Information: Tribüne Tee 1, Le Golf National, Ryder Cup 2018 (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Gigantische Zahlen, neue Dimensionen

Ryder Cup
 

Beim Ryder Cup in Paris ist alles größer als zuvor.

Paris, Frankreich - Schon die Anreise zum 42. Ryder Cup im Le Golf National südlich von Versailles lässt erahnen, was einen die kommenden Tage beim Kontinentalvergleich zwischen Europa und den USA erwartet: Diese Auflage toppt alles. Man hat sich deutlich selbst übertroffen und das Spektakel um Superstars wie Tiger Woods - besonders nach dessen Comeback und jüngstem Sieg bei der Tour Championship - scheint größer denn je.

Spricht man mit Personen auf der Anlage, haben die meisten mehr als eine Stunde für die Anreise von ihren Unterkünften bis zu dem gigantischen Aufgebot auf der weitläufigen Anlage benötigt. Will man mal eben von einem Eingang zu einem anderen gelangen, vergeht schnell eine halbe Stunde, vorbei an Zelten und Tribünen, wie man sie (zumindest bei Golf-Events) zuvor noch nicht gesehen hat. "Das ist nochmals eine andere Dimension", versicherte Henrik Stenson in der Pressekonferenz. Und sein Sieg bei der British Open gegen Phil Mickelson wurde in Troon schon von wahrlich vielen Fans gefeiert. "Das hier schlägt auch die Cups in Hazeltine, Gleneagles und Medinah um Längen", bestätigte FedExCup-Sieger Justin Rose.

Teures Vergnügen

Für ein Wochenticket musste der Golfbegeisterte mehr als 600 Euro berappen, allein der Sonntag kostet um die 200 Euro. Ausverkauft, die Tickets gingen weg wie warme Semmeln. Es werden mehr als 270.000 Zuschauer aus 90 Ländern erwartet (geschätzt 43 Prozent aus Frankreich). 270 Busse sorgen für Transport von den Pariser Bahnhöfen, mehr als 13.000 (Park and Ride) Parkplätze stehen bereit. 1.350 freiwillige Helfer und 7.000 Mitarbeiter sind im Einsatz und im Pressezelt tummeln sich rund 1.000 Journalisten. 

Hexenkessel an der Eins

Nur gut, dass die Bahnen des Albatros Course weitläufig sind und im Stadium-Charakter an allen Ecken beste Blicke auf das Geschehen bieten. Aber es gibt auch zehn monströse Tribünen und allein die am ersten Abschlag bietet 6.900 Plätze. Wobei es wohl kaum jemanden auf den Sitzen halten wird, wenn am Freitagmorgen Team USA beim Vierball ab 8.10 Uhr die Ehre hat. Es gilt nur, genügend Zeit einzuplanen, um rechtzeitig am Start zu sein.


Weitere Zahlen zum Ryder Cup 2018:

  • 18 Jumbo-Screens und 430 Plasma-TV halten Zuschauer auf dem Laufenden
  • 356 Club Car Buggies schwirren über die Anlage
  • 16,5 km Zäune säumen die Wege und Bahnen
  • 65 Erstehilfe-Posten bieten Hilfe falls nötig
  • 60 Generatoren sorgen für Power
  • 3.800 qm misst das große der beiden Merchandise-Zelte
  • 30.000 qm Fläche misst das West Village
  • 8.000 Mahlzeiten werden in Hospitality-Zelten täglich zubereitet
  • 500.000 Liter Wasser werden pro Tag verbraucht, zu alkoholischen Getränken haben wir leider keine Prognosen
Der Ryder Cup: ein einzigartiges Zuschauererlebnis Die TV-Zeiten beim Ryder Cup

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