Bild Information: Jordan Smith Porsche European Open (Photo by Tony Marshall/Getty Images)

Smith gewinnt Porsche-Titel im Stechen

Porsche European Open
 

Jordan Smith bezwingt Alexander Lévy im Stechen und gewinnt die Porsche European Open 2017 im Green Eagle GC. Alexander Knappe wird bester Deutscher und Marcel Siem hat ein neues Auto. 

Winsen/Hamburg - Das Wetter machte es einem nicht leicht dieser Tage. Und da Golf nun mal nicht in der Halle gespielt wird, hatten die Veranstalter und all die fleißigen Helfer bei der Porsche European Open 2017 im Green Eagle GC alle Hände voll zu tun, um irgendwie ein attraktives und sicheres Turnier über die Bühne zu bringen. Gewitterunterbrechungen und durchweichte Parkplätze erschwerten den Ablauf. Dennoch bekamen rund 40.000 Zuschauer auf dem "Grünen Monster" in Winsen spektakuläres Golf und ein gelungenes Event geboten.

Der Start der vierten Runde wurde wegen Gewittervorhersagen nach vorne gezogen. Von 7.20 bis 9.20 Uhr sollte das Finale der Porsche European Open von Tee 1 und 10 durchgezogen werden. Weit kam man jedoch nicht: Bereits um 8.30 Uhr ertönte das Horn zur Unterbrechung und die Spieler wurden vom Platz geholt. Ab 10.25 Uhr gab es dann ein überaus spannendes Finale - mit Wechseln an der Spitze, einem Deutschen, der kurz vorne mitmischte und einem Premierensieger, der sich am zweiten Extraloch eines dramatischen Stechens gegen Titelverteidiger Alexander Lévy durchsetzte. Zuvor hatten vor allem zwei Schläge spektakuläre Ausrufezeichen gesetzt.

Moving Day der Traumschläge

Nach einem Albatross von Patrick Reed am frühen Samstagmorgen, setzte Marcel Siem dem ganzen mit einem Hole-in-One die Krone auf. Bei dem 37-jägrigen Ratinger war danach ein wenig die Luft raus. Eine 76 - mit Doppel-Bogey am Hole-in-One-Loch 17 - warf ihn zurück auf insgesamt eins über Par. Bester Deutscher wurde Alexander Knappe mit einer 67 und Rang zwölf bei insgesamt acht unter Par, wobei er mit "aggressivem Spiel" kurzzeitig sogar bei -10 lag, Siegchancen sah und dann aber zurückfiel.

"An einen Sieg geglaubt"

Lange Zeit hatten unbekanntere Namen an der Spitze das Rennen gemacht. Am Ende reichte es aber weder für Siddikur Rahman aus Bangladesch (68, T3), noch den Schweden Jens Fahbring (72, T5) oder Ashley Chesters (72, T8) aus Großbritannien. Und auch nicht für Titelverteidiger Lévy. Dieser zeigte Nerven und verputtete den Sieg gleich mehrmals an der 18. Zur Freude von Jordan Smith, der als 24-Jähriger bei seinem 24. Tour-Start einen Siegerscheck von 333.330 Euro überreicht bekam - wie damals Lévy in Bad Griesbach. Es war das Zwei-Putt-Birdie gegen ein Drei-Putt-Par, was den kleinen, feinen Unterschied machte.

"Es ist noch sehr surreal. Das war eines meiner größten Ziele, einmal auf der European Tour zu gewinnen", so der Challenge-Tour-Absolvent der verganenen Saison. "Die letzten Jahre haben mir enorm viel Selbstvertrauen gegeben und auch der Auftakt in die laufende Saison in Südafrika lief direkt sehr gut. Von dort an habe ich an einen Sieg geglaubt. Bereits die vergangenen zwei Monate habe ich ganz gut gespielt, es fehlte jedoch stets das Quäntchen Glück."

Viel Sand, fleißige Helfer - positives Fazit

Neben den vielen Deutschen im Teilnehmerfeld, konnte die Porsche European Open vor allem mit internationalen Stars wie Patrick Reed, Jimmy Walker oder Charl Schwartzel viele Zuschauer zu einem der längsten Golfplätze Europas locken. Von den ganz großen Namen landete jedoch keiner weit oben auf dem Tableau. Abgesehen von Lévy, der Zweiter wurde. Schwartzel beendete das Turnier nach einer 69 auf dem geteilten 12. Rang (-8), Reed blieb bei sechs unter Par ebenfalls in den Top 20, während Walker bei seinem ersten Trip nach Deutschland 33. ,bei insgesamt vier unter Par, wurde.

Das Fazit von Turnierdirektor Dominik Senn fiel positiv aus: Probleme wurden gelöst, nach Gewitterunterbrechungen kam auch schnell wieder die Sonne heraus. Dass das Turnier trotz widriger Bedingungen auf jeden Fall ein voller Erfolg gewesen sei, verdanke man vor allem den fleißigen Helfern und dem Platz, der hervorragend mit dem vielen Wasser klargekommen war: "Wir haben in den letzten Wochen sehr viel Sand verteilt, das hat geholfen." Und der Termin für nächstes Jahr stehe schon: "Wieder direkt nach der British Open und auf jeden Fall im Green Eagle GC", den er als "absolut idealen Schauplatz" empfiehlt.


Leaderboard der Porsche European Open Alexander Knappe wird bester Deutscher bei der Porsche European Open Marcel Siem gewinnt Porsche Panamera mit Hole-in-One an der 17

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