Bild Information: Bernhard Langer

"Hätte kaum besser laufen können"

Porsche European Open
 

Mit einer 66er Runde führt Bernhard Langer das Dutzend deutscher Teilnehmer in die zweite Runde der Porsche European Open. Auch Florian Fritsch teilt Rang sieben. Und neben Bernd Ritthammer können auch weitere Deutsche punkten. 

Bad Griesbach - Nach einem leicht verregneten ProAm-Tag fanden die Spieler am Donnerstag der Porsche European Open beste Bedingungen vor auf dem von Bernhard Langer gezeichneten Beckenbauer Course. "Die Fairways und Grüns waren saftig und griffen ziemlich gut", so Sean Einhaus, der nach einer frühen Startzeit mit einer 70er Runde (-1) als erster von zwölf Deutschen von der Runde kam. "Die 18 Löcher haben sich ziemlich ähnlich wie beim Challenge-Tour-Event vor wenigen Monaten gespielt", so der 25-Jährige aus Borken.

Besonders zufrieden konnte der Architekt des Platzes sein: Langer kassierte auf seinen vorderen Neun zwar zwei Bogeys neben zwei Birdies, konnte aber mit fehlerfreien 31 Zählern auf den hinteren Neun auf fünf unter Par und Rang sieben gehen. "Ich habe die ersten Neun auch so einigermaßen gespielt, aber die zweiten waren richtig toll, das hat Spaß gemacht", so Langer zufrieden. "Vor allem bei heimischem Publikum - am ersten Abschlag habe ich schon eine Gänsehaut bekommen." Ein Großteil der 5.800 Zuschauer war natürlich bei ihm mitgelaufen. Besonders für sein Birdie am langen 18. Loch erntete der 58-Jährige riesen Applaus. Sein Ball verschwand mit der letzten Umdrehung im Loch. "Das war ein tolles Gefühl."

"Man hat überall Leute gesehen, das war eine schöne Kulisse", so Langer weiter. Für die kommenden Turniertage will sich der zweimalige European-Open-Sieger bei fünf unter Par nichts Besonderes vornehmen: "Ich gehe das ganz normal an. Ich spiele Schlag für Schlag so gut ich kann. Ich werde weiterhin so aggressiv spielen, wie es möglich ist und wie es mir der Platz erlaubt." Auf etwas Glück mit den Putts will natürlich nicht nur er hoffen.

Florian Fritsch, 66 (-5)

"Auf der Scorekarte sieht meine Runde zwar recht sauber aus, ich musste aber schon einige Pars retten", meinte Florian Fritsch nach seiner bogeyfreien 66er Runde, mit der er ebenfalls Rang sieben teilt. "Für mich ist dieser Golfplatz extrem stressig, somit habe ich mich heute vom Tee zu Vollstoff nach vorne entschlossen." Die Drives kamen und "waren alle ziemlich gerade". Seine Birdie-Chancen habe er gut nutzen können, "darüber war ich recht glücklich". Mit "stressig" meinte Fritsch, die vielen Möglichkeiten, den Ball im Wasser oder Out of Bounds verlieren zu können, was er in Runde eins jedoch erfolgreich vermeiden konnte.

Bernd Ritthammer, 67 (-4)

Bernd Ritthammer gab nach seiner Runde im Gespräch mit Golf.de zu Protkoll, er kenne den Platz sehr gut. Bislang zahlt sich das aus. Der Deutsche brachte eine makellose 67 ins Clubhaus. "Ich habe keine groben Schnitzer gemacht", so der Challenge-Tour-Spieler. Mit seiner Leistung liegt er auf dem 19. Platz. "War ein guter Start." Dabei sei er tendenziell nervöser, wenn er Zuhause spiele, als woanders. Für die nächsten Tage gilt: "Clever spielen."

Maximilian Kieffer, 68 (-3)

Maximilian Kieffer meinte nach seiner 68er Runde, die mit vier Birdies und einem Bogey von Loch 6 zustande kam, er habe wie zuletzt die Bälle vom Tee perfekt getroffen. "Die Eisen gingen heute etwas nach rechts weg, so dass ich etwas längere Putts und schwächere Birdie-Chancen hatte. Dann habe ich noch einen kurzen Putt zum einzigen Bogey verschoben." Die Bedingungen empfand Kieffer als einfacher im Vergleich zum Vortag, wobei sich der Platz doch recht lang gespielt habe. Nach der Runde ging der 34. im Feld direkt aufs Übungsgrün, später stand ein Abendessen bei einem nahe gelegenen Italiener und früh schlafen gehen auf dem Plan.

Philipp Mejow, 68 (-3)

Mit eins über Par ging Philipp Mejow noch recht verhalten aus den ersten neun Löchern auf die Zehn. Auf den Back Nine legte der 27-jährige Pro-Golf-Tour-Spieler vom G&LC Berlin-Wannsee dann einen ordentlichen Gang zu und konnte jegliche Fehler vermeiden. Vier Birdies von den Löchern 11, 12, 15 und 16 brachten 68 Zähler und eine gute Ausgangsposition für die kommenden Turniertage. 

Marcel Schneider, 69 (-2)

Marcel Schneider fing mit einem frühen Bogey mäßig an, an der 18 kam dann nach einem längeren Putt zum Par und Gesamtscore von -2 die Faust: "Eigentlich war es ein Katastrophentag, ich konnte den Ball kaum kontrollieren, er ging nach links und rechts", so Schneider zu Golf.de. "Somit war ich am Ende zufrieden, dass ich das noch irgendwie gut rumgebracht haben und weiterhin im Spiel bin." An der Zwei habe er nach einem schlechten Chip den Putt verschoben. Wie geht es weiter: "Ich schaue, dass ich auf der Range den Schwung finde, dann sollte noch einiges drin sein."

Sean Einhaus, 70 (-1)

Um 8.10 Uhr startete Sean Einhaus in eine solide erste Runde, mit der der College-Golfer und Challenge-Tour-Spieler allerdings nicht ganz zufrieden war. "Ich habe den Ball gut getroffen, da war mehr drin. Die nächsten Tage müssen mehr Putts fallen", so Einhaus zu Golf.de. Mit Pars begann die Runde, neben drei Birdies kamen auch zwei Bogeys auf seine Karte, wobei er mit dem letzten von der schweren 18 ganz zufrieden war: "Da war mein Ball im Wasser, somit kam ich mit dem Bogey noch gut davon." 

Sebastian Heisele, 70 (-1)

Als "durchschnittlich" bezeichnete Sebastian Heisele seine Runde mit 70 Zählern. "Da war nichts Besonderes dabei - ein Bogey und zwei Birdies. Ich war solide vom Tee und habe mich etwas schwer getan mit den Schlägern und dem Speed auf den Grüns. Morgen geht es weiter, mal schauen…" Der groß gewachsene Golf-Team-Germany-Spieler startet um 8.30 Uhr in Runde zwei mit dann wohl etwas schnelleren Putt-Flächen als zu später Stunde des Vorabends.

Max Rottluff, 73 (+2)

"Die Runde war eigentlich gar nicht so schlimm, wie es der Score so darstellt", so der Amateur und erfolgreiche College-Golfer. "Am Anfang habe ich mal etwas nervös ein paar Putts weggezuckt, ansonsten habe ich eben viele Chancen nicht genutzt." Angriff lautet die Devise, dann sollte es auch mit dem Cut noch klappen können - "ein paar Schläge unter Par sind da morgen schon leicht drin".  

Moritz Lampert, 73 (+2)

"Ich bin zwar etwas erkältet und habe den Ball deswegen nicht ganz so weit schlagen können, aber das war jetzt nicht so schlimm", so Moritz Lampert nach seiner 73 leicht frustriert, aber dennoch guter Dinge. "Unzufrieden bin ich mit meinem Golf der letzten Wochen nicht, es geht aber einfach nichts richtig zusammen, ich bekomme irgendwie den Ball nicht ins Loch." Neben einem Birdie kamen zwei Bogeys auf seine Karte. "Geduldig bleiben und hoffen, dass sich der Schalter einfach bald wieder umlegt", lautet der Vorsatz des St. Leon-Roters. Er geht als geteilter 125. in Runde zwei und muss um den Cut bangen.

Stephan Jäger, 76 (+5)

Für Stephan Jäger stand die Teilnahme am Heimturnier erst sehr kurzfristig fest. Erst am Freitag wusste der Deutsche, dass er doch starten würde. Die Müdigkeit sei jedoch nicht das Problem gewesen, so Jäger im Anschluss an seine 76 (+5) zu Golf.de. "Es war halt heute nichts." An der Neun kassierte er einen Wassertreffer und musste das Doppel-Bogey hinnehmen. Am letzten Loch wanderte ein weiteres Doppel-Bogey auf die Scorekarte und komplettierte die mäßige Runde. Dabei habe er eigentlich nicht schlecht gespielt, so der Web.com-Spieler. "Es ist so wie mein ganzes Jahr lief. Das ist schon sehr frustierend." 

Sven Strüver, 84 (+13)

Vier Pars und ein Birdie notierte Sven Strüver neben etlichen Bogeys und einem Doppel-Bogey. Heraus kam eine 84 zum letzten Rang im Feld der 156 Teilnehmer. Für ein Gespräch nach der Runde stand Strüver nicht zur Verfügung.

Porsche European Open: International Runde eins

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