Bild Information: Tiger Woods (Photo by Tom Pennington/Getty Images)

Endlich wieder Major: Alles Wichtige zur PGA Championship

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Vorschau auf das erste Major-Turnier des Jahres 2020.

Eigentlich hätte die diesjährige PGA Championship in San Francisco bereits im Mai über die Bühne gehen sollen. Aufgrund der Anpassungen am PGA-Tour-Kalender wegen der mehrmonatigen Corona-Pause, wanderte sie aber zurück in den August, aus dem man sie erst im vergangenen Jahr nach vorne verschoben hatte. Trotz der verspäteten Austragung ist die PGA Championship erstmals seit 1971 wieder das erste Major des Jahres. Hinzukommt, dass sie das vorletzte Event der regulären PGA-Tour-Saison markiert. Mit der in der Woche darauf folgenden Wyndham Championship endet bereits das Rennen um den Einzug in die FedExCup-Playoffs.

Umso wichtiger kann für so manchen Spieler außerhalb der Top 125 der Saisonwertung eine gute Platzierung bei dem mit 15 Millionen US-Dollar dotierten Turnier werden. Immerhin gehen an den Sieger stattliche 600 FedExCup-Punkte. Zur Einordnung: Das allein sind mehr Punkte als Mackenzie Hughes als 47. im Ranking bei 18 Starts sammeln konnte (591). Bei all den veränderten Vorzeichen und Rahmenbedingungen bleibt eines jedoch gleich: Bei der PGA Championship trifft sich alles, was Rang und Namen hat. Fast alles. Denn mit Lee Westwood, Padraig Harrington und Francesco Molinari (um nur drei Namen zu nennen) sagten auch einige Hochkaräter aufgrund der aktuellen gesundheitlichen Lage in den USA ab. 

Trotzdem lassen sich 95 der Top 100 der Weltrangliste das erste Major des Jahres nicht entgehen. So auch nicht Tiger Woods, der seine Teilnahme am WGC in der vergangenen Woche noch absagte, um sich optimal auf das Major, das er schon vier Mal gewinnen konnte, vorzubereiten. Sollte er in dieser Woche Titel Nummer fünf nachlegen, zöge er mit Walter Hagen und Jack Nicklaus als Rekordsieger gleich. Jedoch ist die PGA Championship Woods‘ erst zweiter Auftritt seit Februar.

Fehlende Wettkampfpraxis kann man dem doppelten Titelverteidiger Brooks Koepka nicht attestieren. Seit dem Restart im Juni spielte der Gewinner der vergangenen beiden Ausgaben der PGA Championship sechs Turniere und scheint rechtzeitig zum Hattrick-Versuch in Form zu kommen. Beim WGC-FedEx St. Jude Invitational in der vergangenen Woche wurde er geteilter Zweiter und überzeugte insbesondere bei seinem Spiel in die Grüns. 

Apropos "gut in Form": Als absoluter Top-Favorit gilt der Sieger aus der vergangenen Woche, Justin Thomas. Der PGA-Championship-Sieger aus dem Jahr 2017 führt nicht nur den FedExCup mit komfortablen 713 Punkten an. Er ist auch zum zweiten Mal in seiner Karriere die Nummer eins der Welt. Mit bereits drei Saisonsiegen in der Tasche wird Thomas der Spieler sein, den es zu schlagen gilt.

Mit Martin Kaymer, Matthias Schwab, Bernd Wiesberger und Sepp Straka sind auch vier deutschsprachige Spieler im Feld vertreten. Während Kaymer zehn Jahre nach seinem Erfolg in Whistling Straits als ehemaliger Sieger ins Feld rutschte, geben Straka und Schwab ihr Turnier-Debüt. Für Letzteren bedeutet die 102. PGA Championship sogar die erste Teilnahme bei einem Major überhaupt.

Debütieren tut auch der TPC Harding Park als Schauplatz eines Major-Events. Nachdem der vor 95 Jahren eröffnete Parkland-Kurs (Par 70) bereits zwei WGC-Turniere (2005 & 2015) sowie einen Presidents Cup (2009) ausgetragen hat, dient nach langer Zeit mal wieder ein Platz an der US-amerikanischen Westküste als Stätte einer PGA Championship. Zuletzt war dies 1998 der Fall, als Vijay Singh im Sahalee Country Club in Washington die Wanamaker Trophy in die Höhe streckte. Damals erhielt der Fidschianer einen Siegerpreisscheck in Höhe von 540.000 US-Dollar. Der Gewinner der diesjährigen Ausgabe wird mit dem Fünffachen belohnt.

Ausgewählte Startzeiten (Donnerstag):

  • Martin Kaymer – Jason Dufner – Jason Day: 07:38 Uhr (Ortszeit), Tee #10
  • Brooks Koepka – Gary Woodland – Shane Lowry: 08:11 Uhr, Tee #10
  • Jordan Spieth – Dustin Johnson – Justin Rose: 08:22 Uhr, Tee #10
  • Bernd Wiesberger – Danny Lee – Vaughn Taylor: 08:28 Uhr, Tee #1
  • Tiger Woods – Rory McIlroy – Justin Thomas: 08:38 Uhr, Tee #10
  • Keith Mitchell – Matthias Schwab – Brendan Steele: 08:39 Uhr, Tee #1
  • Rickie Fowler – Bryson DeChambeau – Adam Scott: 13:47 Uhr, Tee #1
  • Jon Rahm – Phil Mickelson – Sergio Garcia: 13:58 Uhr, Tee #1
  • Paul Casey – Ian Poulter – Webb Simpson: 14:09 Uhr, Tee #1
  • Sepp Straka – Ryan Vermeer – Si Woo Kim: 14:31 Uhr, Tee #1
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