Bild Information: Jimmy Walker bei der PGA Championship

Der unbeirrbare Mr. Walker

PGA Championship
 

Jimmy Walker gewinnt die 98. PGA Championship und damit sein erstes Major. Jason Day gelingt es nicht, den Amerikaner einzuholen.

Springfield, New Jersey - Nicht selten spielen die Nerven nicht mit, wenn man zum ersten Mal die Möglichkeit hat, ein Major zu gewinnen. Jimmy Walker hatte zwar schon fünf Mal auf der PGA Tour gewonnen, bei den Majors war der Texaner jedoch nie ganz oben mit dabei. Und gleich zu Beginn der Finalrunde musste man sich um Walker sorgen, der mit einem Schlag Vorsprung auf die letzten 18 Löcher gegangen war.

Mehrmals verzog der 37-Jährige Abschläge, er landete unter Bäumen, auf Wegen und im Rough. Doch immer wieder fand Walker den Weg zum Par. Keiner vermochte es, den Führenden einzuholen. Nicht Jason Day, nicht Henrik Stenson, die als Verfolger in den Sonntagnachmittag gestartet waren.

Der vierte Premierensieger

So fand auch das vierte Major des Jahres einen Premierensieger. Zuletzt war dies im Jahr 2011 der Fall. Danny Willett, Dustin Johnson, Henrik Stenson, alle drei hatten zum ersten Mal in ihrer Karriere ein Major gewonnen. Und nun auch Jimmy Walker.

Die 68 am Vormittag und die 67 am Nachmittag waren zu gut, um ihm die Wanamaker Trophy noch zu nehmen. Zu unaufgeregt spielte er sich aus Problemlagen zu Pars. Als er auf der zehnten Bahn den Ball aus dem Grünbunker holte und im Anschluss einen langen Putt im Loch versenkte, schien Walker nichts umwerfen zu können. "Der ganze Tag war ein Kampf", gab er zu, als er die Wanamaker Trophy bereits in Händen hielt.

Day, der seinen Titel verteidigen hätte können, spielte nicht sein bestes Golf auf der Finalrunde. Mal zeigte er Schwächen vom Abschlag, häufig hatte er das falsche Gefühl auf den Grüns. Zwar konterte er Walkers erstes Birdie des Tages mit einem Schlaggewinn seinerseits, doch es sollte nicht reichen, um die Fehler, die er zu Beginn der Runde gemacht hatte, auszubügeln. Zwar legte er auf der 18 seinen Ball in Eagle-Reichweite, doch als er den Weg zum Grün machte, wagte er einen Blick aufs Leaderboard und musste feststellen: Walker hatte ein Birdie gemacht. Es war entschieden. Der Nummer eins der Welt blieb nur der zweite Platz bei 13 unter Par, einen Schlag hinter dem Sieger.

Müder Stenson

Stenson war lange Zeit einer der großen Konkurrenten von Walker und Day. Doch der Schwede wirkte müde. Im Gegensatz zu seinem Auftritt in Royal Troon, als nicht mal ein Phil Mickelson in Bestform ihn davon abhalten konnte, seinen ersten Major-Titel zu gewinnen, war zum Ende der Runde die Entschlossenheit in den Augen nicht zu sehen. Am 15. Grün nahm sich Stenson die historische Chance, direkt nach seinem ersten auch sein zweites Major zu gewinnen. Seine Annäherung flog zu weit, landete im Rough. Der Chip war aufgrund der Lage schwer, der nächste ein schwacher Schlag. Am Ende stand ein Doppel-Bogey auf der Karte, Stensons Hand war von der Wanamaker Trophy verschwunden.

Auf den dritten Rang spielte sich Daniel Summerhays dank herausragender Back Nine. Fünf Birdies erspielte sich der Amerikaner auf den letzten sieben Bahnen. Dabei hätten es sogar mehr werden können. Auf den letzten beiden Bahnen ließ er sowohl seinen Birdie-Putt auf der 17, als auch seinen Eagle-Putt auf der 18 zu kurz. Die 66 schob ihn dennoch weit nach vorne.

Das Wetter spielte in der Finalrunde zur Freude aller keine große Rolle. Zwar regnete es zwischenzeitlich heftig, es musste jedoch zu keinem Zeitpunkt unterbrochen werden. Jede Gewitterzelle, die drohte, das Gelände des Baltusrol Golf Club zu überfliegen, teilte sich und verschonte die PGA Championship. Spieler, Caddies, Verantwortliche und Fans bedankten sich.

Auf der 18 ließ sich dann Walker doch noch mal beirren. Er wählte das Eisen vom Tee und damit die sichere Variante. Doch er musste vom Fairway mitansehen, dass Day seinen Eagle-Putt unter lautem Jubel verwandelte. "Ich hätte es nicht anders von ihm erwartet", sagte Walker nach seiner Runde. "Jason ist ein echter Champion." Da der Druck nun bei ihm lag, attackierte er das Grün, verfehlte es und musste ums Par kämpfen. Und er machte es und gewann mit einem Schlag. Unbeirrbar.

 

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