Bild Information: Zweimal Gewitterunterbrechung: Runde zwei des olympischen Golfturniers der Herren konnte am Freitag nicht zu Ende gespielt werden. (Photo by Ben Jared/PGA Tour/IGF)

Gewitter in Tokio: Kieffer mit 69, Schauffele vorn

Olympische Spiele
 

Maximilian Kieffer und Hurly Long haben auch nach dem zweiten Tag des olympischen Golfturniers weiterhin Aussichten auf eine gute Platzierung. Aufgrund einer Gewitterwarnung konnte die Runde am Freitag nicht beendet werden. In Führung liegt der Amerikaner Xander Schauffele.

Auch der zweite Tag des olympischen Golfturniers der Herren in Kawagoe war ein langer – und die Runde konnte nicht einmal für alle Spieler beendet werden. Die turbulenten Wetterbedingungen mit immer wieder aufkommender Gewittergefahr sorgten am frühen Abend Ortszeit für einen vorläufigen Abbruch, die Fortsetzung folgt am Samstag.

Maximilian Kieffer hatte zu diesem Zeitpunkt das Clubhaus bereits erreicht. Er spielte eine phasenweise starke Runde, leistete sich jedoch auf den zweiten neun Löchern einige unglückliche Schläge. Mit einer 69 (-2) verbesserte er sich gegenüber seinem Score vom Vortag um vier Schläge, liegt nun bei Even Par auf dem 47. Platz. Hurly Long konnte seine Runde nicht beenden. Bei Abbruch hatte er 15 Bahnen gespielt und ist mit insgesamt zwei Schlägen unter Par geteilter 37.

Für Kieffer, der nach seinem missglückten Finish am Vortag besonders motiviert auf die Runde ging, wäre an diesem Freitag durchaus ein noch besseres Resultat möglich gewesen. Auf den ersten neun Bahnen begeisterte der 31-Jährige aus Bergisch-Gladbach mit einem aggressiven und gleichzeitig konzentrierten Spiel. Auf den Löchern vier und fünf gelangen ihm jeweils Birdies, Loch 6 beendete er sogar mit nur zwei Schlägen, also einem Eagle. „Ich habe 16 Grüns getroffen heute, also schon sehr solide gespielt“, analysierte Kieffer im Anschluss.

Wechselbäder folgten auf den zweiten neun Bahnen: Nach mehr als zweistündiger witterungsbedingter Pause leistete sich Kieffer bei der Fortsetzung ein Doppelbogey an Bahn 12, korrigierte dieses zumindest zur Hälfte mit einem Birdie am nächsten Loch – und hatte auf der Schlussbahn Pech, als ein machbarer Putt zum Par nicht fiel. „Es kann schnell gehen hier auf diesem Platz. Sowohl das Rough als auch die Grüns sind sehr tricky. Dadurch kann man sich leicht hier und da ein paar Schläge zu viel einfangen. Auch wenn das nicht passieren sollte.“


Nach 36 Löchern vorn: der US-Amerikaner Xander Schauffele (Photo by Ben Jared)

Sein Teamkollege Hurly Long erwischte einen durchwachsenen Tag, konnte seinen Score allerdings durch ein konstantes Kurzes Spiel stabilisieren. „Ich habe heute über weite Strecken nicht viel getroffen, mich aber im Turnier gehalten. Ich befinde mich in einer Position, in der noch alles drin ist. Das ist eine schöne Sache“, bilanzierte der 26-Jährige. Das Finish seiner zweiten Runde beginnt am Samstag um 7:45 Uhr Ortszeit (0:45 Uhr MEZ) an Bahn 16.

DGV-Bundestrainer Ulli Eckhardt zieht nach dem zweiten Tag ein überwiegend positives Fazit und blickt zuversichtlich auf die zweite Hälfte des olympischen Turniers. „Kiwi ist heute so gestartet, wie wir es uns erhofft hatten und hat auf den ersten neun Bahnen großartig gespielt. Leider hatte er an der 11 und 12 etwas Pech. Es war trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung. Mit einer tiefen Runde kann er sich morgen ins Turnier zurückspielen. Dass diese hier möglich ist, haben wir schon mehrfach gesehen.“ Auch Long traut der Bundestrainer weiterhin eine Steigerung zu: „Er hat auf den letzten Bahnen herausgefunden, warum es heute teilweise nicht so gut lief. Deshalb blicke ich positiv auf den morgigen Tag. Ich glaube, dass wir uns in eine gute Position bringen können.“

Der überragende Mann des zweiten Tages: Xander Schauffele (USA). Ihm glückte mit einer -8 die beste Runde und ein nahezu perfektes Finale – drei Birdies und ein Eagle auf den letzten fünf Bahnen. Wie Sepp Straka am Vortag egalisierte auch Schauffele mit einer 63 den 2016 in Rio aufgestellten Olympia-Rekord von Matt Kuchar und Marcus Fraser. Schauffele, dessen deutscher Vater Stefan in Japan zur Entourage des 27-Jährigen zählt, führt das Leaderboard mit elf Schlägen unter Par an. Hinter ihm haben sich sowohl einige Favoriten, als auch Außenseiter positioniert: Der Mexikaner Carlos Ortiz, als Nummer 61 im Official World Golf Ranking eher weniger im Fokus, wird mit zehn Schlägen unter Par an Position zwei geführt, den dritten Platz teilen sich derzeit Mito Pereira (Chile), Alex Noren (Schweden), Sepp Straka (Österreich) sowie der Lokalmatador Hideki Matsuyama, der noch zwei Löcher zu spielen hat. Sie alle liegen bei -8.

Große Sprünge im Leaderboard machten die beiden Iren Rory McIlroy und Shane Lowry, die mit Jazz Janewattananond (Thailand) und Paul Casey (Großbritannien) auf dem siebten Rang geführt werden (alle -7). Da es beim olympischen Golfturnier keinen Cut gibt, starten auch morgen, am Samstag, alle 60 Teilnehmer in den Moving Day. Die Profis gehen dann in umgekehrter Reihenfolge des Leaderboards auf ihre dritte Runde. Die Startzeiten stehen jedoch erst fest, wenn die heutige zweite Runde beendet werden konnte.

Fans können im Livestream von ARD und ZDF vom ersten Abschlag an dabei sein. Zusammenfassungen werden im TV-Programm des jeweils übertragenden öffentlich-rechtlichen Senders gezeigt.

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