Bild Information: Shane Lowry (Photo by Tom Dulat / Getty Images)

Olympia als fünftes Major?

Tokio 2020
 

Open-Champion Shane Lowry bringt Idee ins Spiel und träumt von Gold.

Braucht der Golfsport ein fünftes Major? Die Diskussion darüber ist nicht neu. Neu ist allerdings, dass ein prominenter Golfstar am Rande der Saudi International diesbezüglich einen spannenden Gedanken äußerte: Open-Champion Shane Lowry sagte im Interview mit Sky Sports, dass die Olympischen Spiele diese Rolle übernehmen könnten.

In Rio 2016, als Golf zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ins olympische Programm aufgenommen worden war, fehlte Shane Lowry. Der Ire blieb zu Hause, weil seine Frau ihr erstes Baby erwartete. Nun aber ist Lowry voll fokussiert und kann Tokio 2020 kaum erwarten. "Ich bin noch nicht sicher qualifiziert, aber da muss schon jemand eine sehr gute Saison spielen, um noch an mir vorbeizukommen", so Lowry.

Die Flüge seien gebucht, bei der Eröffnungsfeier in Tokio (24. Juli) möchte er schon dabei sein. Direkt nach der 149. Open soll es für ihn losgehen. "Für Iren wird es nicht viele Möglichkeiten geben, Gold bei Olympia zu gewinnen. Dieses Ziel habe ich im Kopf; es wäre unglaublich die Goldmedaille nach Hause zu bringen." Er glaube, Golf bei Olympia werde wachsen und in 20 bis 30 Jahren so etwas wie das fünfte Major im Tourkalender sein. Spannender Gedanke.

Anders sehen das Brooks Koepka und Dustin Johnson. Die beiden US-Amerikaner messen den Majors oder dem Ryder Cup mehr Bedeutung zu und stellten am Rande der Saudi International die Frage, ob die Olympischen Spiele überhaupt so recht in den Golfkalender passten. Es gebe ohnehin viel zu reisen und viele Zeitzonen zu überwinden. Koepka und Johnson wollen sich jedenfalls noch nicht festlegen, ob sie in Tokio dabei sein werden.

Immer wieder kommen Diskussionen darüber auf, ob Golf ein fünftes Major brauchen würde. Vor allem, seit die PGA Championship nicht mehr im August, sondern schon im Mai stattfindet, ist der Abstand vom letzten Major des Jahres (The Open im Juli) zum ersten Major eines neuen Jahres (Masters im April) deutlich größer geworden. Golffans sind so mehr als acht Monate ohne Big Event. Da sieht es in anderen Sportarten besser aus.

Im Tennis zum Beispiel sind die vier Grand-Slam-Turniere deutlich breiter auf das Jahr verteilt: Australian Open im Januar, French Open im Mai bzw. Juni, Wimbledon im Juni/Juli und die US Open im August/September. Keine Pause länger als vier Monate. Im Radsport gelten die drei großen Etappenrennen zu den Grand Tours: der Giro d'Italia im Mai, die Tour de France im Juli und die Vuelta im September. Obwohl nur drei Events gibt es auch eine kürzere "Winterpause" als im Golfsport.

Also ein fünftes Major im Golfsport? Oder die vier Events einfach nur breiter aufs Jahr verteilen? Möglichkeiten gibt es viele. Olympia könnte da – wenn auch nur alle vier Jahre – eine Rolle spielen. Fest steht: Für die besten Golfer der Welt und deren Fans wird es eine heiße Saison. Die kompakt beieinander liegenden Majors, Olympia und im September auch noch der Ryder Cup. 2020 wird eines der spannendsten Golf-Jahre überhaupt. Nicht nur für Lowry, Koepka und Johnson.

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