Bild Information: In Schwarz-Rot-Gold gehüllt - Caroline Masson (Foto: IGF Golf)

„Die Woche deines Lebens“

Olympische Spiele
 

Caroline Masson tritt in Rio de Janeiro für Deutschland an. Nach einer wechselhaften Saison startet die 27-Jährige positiv in ihre ersten Olympischen Spiele und hofft, dass in der entscheidenden Woche alles passt.

DGV: Caroline Masson, mit den Olympischen Spielen steht das nach ihrer eigenen Aussage, wichtigste Turnier ihres Lebens vor der Tür. Wie war ihr bisheriger Saisonverlauf und mit welchem Gefühl starten Sie in das Turnier?

Caroline Masson: Ich bin sehr gut in die Saison gestartet. Gleich zu Beginn hatte ich ein Top-Ten-Ergebnis beim ersten Major und ich habe das ganze Jahr dann auch sehr solide gespielt. Ich habe mich sehr häufig fürs Wochenende in gute Positionen gebracht, aber in den letzten Wochen bekomme ich die Ergebnisse einfach nicht zusammen. Dennoch bin ich mit meinem Spiel eigentlich sehr zufrieden, aber genau das macht es für den Kopf so schwierig. Wenn man ein technisches Problem hat, dann weiß man wo man ansetzen muss und das ist gerade eben nicht der Fall. Ich brauche einfach mal eine Woche, in der es besser zusammenläuft und dann bin ich auch wieder vorne mit dabei. Deswegen bin ich eigentlich auch ganz positiv.

DGV: Wie groß ist die Vorfreude auf Olympia?

Masson: Es ist jetzt wirklich greifbar und die Vorfreude steigt auf jeden Fall. Ich habe die erste Kleidung bekommen und was ich bisher gesehen habe, finde ich sehr cool. Das ist ein bisschen wie Weihnachten. Olympische Spiele sind einfach so etwas Besonderes, wenn man die ersten Gegenstände in der Hand hält, dann realisiert man erst, dass man dabei sein wird. Und das ist einfach der Hammer. Es wird ein ganz großes Highlight und eine tolle Erfahrung. Ich bin im Moment einfach happy dabei zu sein.

DGV: Olympia ist das größte Gesamtsportereignis. Können Sie sich für andere Sportarten begeistern?

Masson: Auf jeden Fall. Ich bin mit Sport aufgewachsen und schaue einfach alles. Ich schaue mir auch gerne Wintersport an, weil wir Golfspielerinnen dann häufig Zeit haben. Aber ich schaue fast jeden Sport, weil Sport einfach verbindet, egal ob man es selber betreibt oder zuschaut. Man fühlt einfach mit den Sportlern mit. Die Olympischen Spiele in London habe ich sehr intensiv geschaut und habe mich mitreisen lassen. Zum Beispiel beim Finale der Beachvolleyballer. Diese Emotionen sind einfach der Hammer.

DGV: Wollen Sie sich andere Wettbewerbe in Rio anschauen?

Masson: Ich komme ja aus einer Tennisfamilie und will mir unbedingt Tennis anschauen. Das habe ich auch noch nie live gesehen. Und dann natürlich die klassischen Leichtathletikdisziplinen. Das ist so etwas, was man leider nur noch selten im Fernsehen sieht, aber der Ursprung der Olympischen Spiele ist. Wenn ich die Möglichkeit habe ins Stadion zu gehen, die Atmosphäre zu erleben und es mir anzuschauen, das wäre schon klasse. Am Ende ist es aber auch egal, welche Disziplin es ist, weil man merkt, dass es allen Sportlern so viel bedeutet.

DGV: Der Platz in Rio ist neu. Wie läuft die Vorbereitung auf einen unbekannten Platz ab?

Masson: Es ist schon wichtig, dass man vorher eine Idee hat, was für ein Platz es ist und was man für Schläge benötigt. Ich habe ein paar Fotos gesehen und gehört, dass es tricky ist und man den Platz ein zwei Mal gespielt haben muss um eine Idee zu haben, wie man ihn taktisch angeht. Das liegt mir. Ich finde es gut, wenn es verschiedenen Taktiken gibt ein Loch zu spielen.

DGV: Die Damen werden kaum Trainingsrunden spielen können. Zwischen dem Herren- und dem Damenturnier sind nur zwei Tage Zeit. Wie wird die Vorbereitung aussehen?

Masson: Vor Rio fahre ich noch einmal nach Orlando um mich zwei Wochen ideal auf Rio vorzubereiten. Zwei Tage zum Trainieren vor Ort sind schon okay. Manchmal tritt nämlich auch das Gegenteil ein. Wenn man zu lange vor Ort ist, kann es sein, dass man sich zu viele Gedanken macht. Ich werde bei der ersten Möglichkeit 18 Löcher spielen um eine Idee vom Platz zu bekommen und einmal alle Löcher gesehen zu haben. Am zweiten Tag werde ich entscheiden, ob ich nochmal alle Löcher spielen werden oder nur 9 Löcher. Darüber hinaus gehen ja die Caddies noch den Platz ab, sammeln wichtige Informationen und nehmen einem viel Arbeit ab.

DGV: Schauen Sie sich das Herrenturnier an?

Masson: Zumindest den Finaltag möchte ich mir schon anschauen. Es spielt sich zwar für die Herren anders, aber um ein Gefühl zu bekommen, wie die Bedingungen sind, hilft es definitiv.

DGV: Wie schätzen Sie die Chancen auf eine Medaille ein?

Masson: Das ist das coole am Golf, es ist immer alles möglich. Der fünfte Platz hilft bei den Olympischen Spielen keiner. Ob du Fünfte oder 60. wirst, ist bei den Olympischen Spielen total egal. Man kann glaube ich etwas aggressiver spielen. Aber alle werden das Ziel haben, eine Medaille zu gewinnen und brauchst diese eine Woche, vielleicht die Woche deines Lebens. Aber wenn es dann klappt, habe ich sicher auch die Möglichkeit eine Goldmedaille zu gewinnen. Und so werde ich es auch angehen. Vielleicht etwas aggressiver als ein normales Turnier, aber das heißt ja nicht, dass man blöde Entscheidungen trifft. Gleichzeitig muss man sich auch daran erinnern, dass es nur Golf ist und im besten Fall die Woche behandelt wie jede andere Turnierwoche und seine Routine auch so durchzieht und nicht irgendetwas Besonderes versucht. 

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