Bild Information: Patrick Reed ist der Masters Champion 2018 (Photo by David Cannon/Getty Images)

Patrick Reed gewinnt das Masters Tournament

Masters Tournament
 

Amerikaner behält die Nerven und gewinnt seinen ersten Major-Titel.


Augusta, Georgia - Es war eng, aber es hat gereicht. Patrick Reed ging einen kniffligen letzten Putt zu seinem ersten Majorsieg so an wie das ganze Turnier - ohne viel Zaudern, beherzt. Ein Erfolgsrezept, das dem 27-Jährigen das Grüne Jackett des Masters Champions mit einem Ergebnis von 273 Schlägen und 15 unter Par bescherte.

Reed, der bis dato fünf PGA Turniere gewonnen hatte, führte das Turnier seit Freitag an, startete mit drei Schlägen Vorsprung in die Schlussrunde und gab die Führungsposition zu keinem Zeitpunkt des Sonntags ab. "Sein erstes Major zu Ende zu bringen und dann noch da, wo ich zur Universität gegangen bin, ist immer schwer." Am Ende, so seine Analyse, "musste einfach der Putter die ganze Zeit funktionieren".

Jordan Spieth spielt Rekordrunde mit 64 Schlägen

Eng wurde es trotzdem: Der Finaltag war von Beginn an geprägt von einer 64er Rekordrunde zum Endergebnis von 13 unter Par von Jordan Spieth, die bis zu diesem Tag nur sechs Spielern in der Geschichte des Turniers gelungen war. Spieth begann mit einem Birdie, legte auf den ersten Neun vier weitere nach und zog nach drei weiteren Birdies bis zum 15. Loch zum Stand von 13 unter Par mit Patrick Reed gleich.

"Das glaubst Du einfach nicht", stöhnte er an diesem Finaltag gleich mehrfach auf. Als er einen langen Putt an Bahn 16 zum Birdie verwandelte zum Beispiel und als am 18. Abschlag sein Ball die Baumwipfel streifte und am Ende doch noch am Fairway landete. 250 Meter blieben ihm für den zweiten Schlag Richtung Grün. Er traf es nicht und kassierte ein Bogey, das am Ende doch nur den alleinigen dritten Rang bedeutete. "Ich wusste, dass der letzte Putt entscheidend war, aber jeder Schlag in der Runde war entscheidend, weil ich so weit hinten war", meinte er danach. "Es war ein phänomenaler Tag."

Lesen Sie auch: Deutsches Duo beendet Masters Tournament im Mittelfeld

Fowler wie so oft im Rennen um den Titel und doch erfolglos

Ebenfalls am 18. Grün drehte Rickie Fowler die Runde noch einmal zu seinen Gunsten. Fünf Birdies hatte der Amerikaner bis zu diesem Zeitpunkt seit dem achten Loch gespielt, sich unauffällig in die Spitzengruppe vorgeschoben.  "Ich habe mich wirklich gut durch die ersten Neun gekämpft," meinte er. Sein Birdie am letzten Loch bedeutete eine 67er Runde und die neunte Top-Ten-Platzierung bei einem Major-Turnier für Fowler. "Ich habe alles gegeben", mehr war aber dieses Mal nicht drin. "So ist Golf", lautete die leicht frustrierte Bilanz.

Die Statistik sprach allerdings von Beginn an für einen Sieger Rory McIlroy oder Patrick Reed. Ein Großteil aller Champions der letzten Jahre sind jeweils aus der letzten Paarung gekommen. Zum erwarteten Zweikampf zwischen dem Amerikaner und dem Nordiren kam es aber nie wirklich. McIlroy fand nicht zu einem Spiel, absolvierte die ersten Neun in Even Par und lag auf den zweiten Neun sogar eins über Par, was letztlich Rang 5 bedeutete.

McIlroy kann Karriere Grand Slam nicht vollenden

Während Jordan Spieths Rekordrunde für begeisterte Zuschauerrufe sorgte, die auch Reed und McIlroy nicht überhören konnten, kämpfte sich McIlroy mühsam durch die Runde. Die Putts liefen ein Stück zu lang oder zu knapp vorbei, die Eisenschläge ins Grün waren eben nicht ganz perfekt. Wenn Reed wie an Loch elf mit einem Bogey die Tür ein Stückchen aufgemacht hatte, konnte McIlroy die Chance zur Verkürzung des Abstands nicht nutzen. Eine Eagle-Chance an Bahn 13 wurde nicht verwandelt, und die Hoffnung auf die Vollendung des Karriere Grand Slams schwand dahin.

In das Fernduell Jordan Spieth gegen Patrick Reed konnte kein anderer Spieler an diesem Sonntag wirklich eingreifen. Auch Jon Rahm kaute versonnen an seinem Fingernagel, nachdem er am 15. Loch seinen Ball langsam vom Grün zurück in das Wasser davor kullern sah. Träume vom Titel waren damit Geschichte.

Paul Casey, dem zu Beginn des Tages eine 65er Runde gelungen war, schob sich noch vor auf den 15. Rang, war für eine Spitzenplatzierung aber einfach von Beginn der Runde mit einem Score von zwei über Par zu weit entfernt.

Auch Altmeister Phil Mickelson gab sich am Sontag noch einmal erfolgreich einen Ruck und spielte eine 67, nachdem er am Vortrag bemerkt hatte, "das ist schon frustrierend, wenn man nicht vorne mitspielt. Aber es ist ja immerhin noch Augusta. Ich mache mir einfach ein paar Notizen und bereite mich quasi auf das nächste Jahr vor." Das Masters Tournament und die Hoffnung auf den Sieg sind eben jede Mühe wert. 

Lesen Sie auch: Eine ausführliche Analyse der Leistung von Tiger Woods beim Masters Tournament

Anhänge


Anzeige
Anzeige
Woods postet Masters Champions Dinner 'quarantine style' (Photo by Tiger Woods/Twitter) Woods postet Masters Champions Dinner 'quarantine style' (Photo by Tiger Woods/Twitter)

Masters

Woods veranstaltet Masters Champ...

Masters-Titelverteidiger Tiger Woods beim Champions Dinner zu Hause mit Famil...

weiterlesen
Masters Tournament (Photo by Getty Images) Masters Tournament (Photo by Getty Images)

Masters Tournament

Träumen wird ja wohl erlaubt sein

Die 50 schönsten Bilder aus dem Augusta National Golf Club.

weiterlesen
Lego-Replik des 12. Lochs von Augusta National (Photo by Golf Stat Pro/Twitter) Lego-Replik des 12. Lochs von Augusta National (Photo by Golf Stat Pro/Twitter)

Panorama

Augustas 12 aus Lego nachbauen

Lego-Replik des 12. Lochs von Augusta National als Beschäftigung für zu Hause.

weiterlesen
Das begehrte Green Jacket (Photo by Andrew Redington/Getty Images) Das begehrte Green Jacket (Photo by Andrew Redington/Getty Images)

Masters Tournament

Von Singh bis Woods

Masters-Feeling auch ohne Masters: alle Sieger ab 2000 zum Durchklicken.

weiterlesen