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Nina Birken beste deutsche Amateurin

 

Trotz der schlechten Wetterbedingungen sind am ersten Tag der UniCredit Ladies German Open 3.800 Zuschauer nach Gut Häusern gekommen, um die besten Spielerin der Ladies European Tour live zu sehen. Nachwuchsproette Caroline Masson und Anja Monke erzielten das beste Ergebnis aus deutscher Sicht mit 72 Schlägen. Beste deutschen Amateurin war Nina Birken.

Am ersten Tag der UniCredit Ladies German Open in Gut Häusern hatten Spielerinnen und Zuschauer mit heftigen Regenschauern zu kämpfen. 3.800 Zuschauer trotzen den widrigen Bedingungen und nutzten ihren freien Tag, um nach Gut Häusern bei München zu kommen. Im Starterfeld der 126 Spielerinnen traten auch zehn deutsche Spielerinnen an. Die besten Ergebnisse aus deutscher Sicht gelangen Anja Monke und der frischgebackenen LET-Proette Caroline Masson. Die langjährige DGV-Kaderspielerin wechselte im Dezember 2009 ins Profilager und hat nun erstmalig die Gelegenheit ihre Fähigkeiten als Tourspielerin auf deutschem Boden zu beweisen. Mit 72 Schlägen liegen Masson und Monke auf dem geteilten 31. Platz und haben sich eine solide Ausgangsposition für die folgenden Tage erarbeitet.

An der Spitze des Feldes liegt Iben Tinning aus Dänemark mit einem Ergebnis von -5. Zwischenzeitlich rangierte die erfahrene Dänin sogar bei -7, schloss aber ihre Runde am Ende mit zwei Bogeys auf den Löchern 8 und 9 ab. Turnierbotschafterin Martina Eberl bestritt die erste Runde mit Ausnahmegolferin Laura Davies und kam mit +2 ins Clubhaus.

Birken mit 75er Runde
Die beste deutsche Amateurin ist Nina Birken (GC Mülheim a.d. Ruhr), die gleich in der Früh in der ersten Partie um 8.00 Uhr startete. Sie erspielte sich eine 75er Runde und damit den geteilten 84. Platz. Beste Amateurin im Gesamtklassement ist die IAM-Zweitplazierte Julie Yang. Die 14-jährige Koreanerin sicherte sich mit der Silbermedaille im Düsseldorfer GC ihre Startberechtigung für die UniCredit Ladies German Open 2010 und rangiert mit 71 Schlägen auf dem geteilten 18. Platz. Elisabeth Esterl kam mit +4 ins Clubhaus und rangiert auf Rang 95. Denise-Charlotte Becker und Bettina Hauert konnten am ersten Tag nicht überzeugen und rangieren mit 78 Schlägen an Position 104.

Kirchmayr nicht zufrieden
Für Stephanie Kiefer (G&LC Kronberg) und DGV-Nationalspielerin Stephanie Kirchmayr (GC Am Reichswald) verlief der erste Tag in Gut Häusern nicht so erfreulich. Kiefer beendete ihre Runde mit +6 und Kirchmayr sogar mit +8. Das bedeutete die Plätze 114 und 123. „Schon seit einigen Tagen treffe ich die Bälle ausgesprochen gut und auch heute war ich mit meinem langen Spiel wirklich zufrieden. Leider habe ich aber 39 Putts gebraucht bei 14 getroffenen Grüns „in regulation“. Von zwölf Putts aus einer Distanz von null bis vier Metern gelang mir gerade mal ein einziger Putt, da kann man keinen guten Score auf der Karte notieren“, sagte Kirchmayr nach der Runde. „Schade“, lautete das Urteil von DGV-Damentrainer Marcus Neumann zur Leistung von Stephanie Kirchmayr. „Steffi ist zurzeit so gut drauf. Aber heute hat sie einen schlechten Tag erwischt. Das lange Spiel war gut, aber die Putts wollten einfach nicht fallen. Jetzt kann sie es morgen ganz locker angehen – und wer weiß, vielleicht spielt sie ja eine überragende Runde. Das Potenzial dazu hat sie in jedem Fall.“

Niedballa hält gut mit
Jüngste deutsche Teilnehmerin im Feld war die erst 17-jährige Jana Niedballa (GC Hamburg-Ahrensburg), die eine Wildcard für ihre Leistung bei den Internationalen Amateurmeisterschaften in der vergangenen Woche erhalten hatte. Sie beendete die Runde mit 78 Schlägen (+6). „Ein bisschen enttäuscht bin ich schon“, sagte Jana, nachdem sie sich am letzten Loch noch einen Doppel-Bogey gefangen hatte, weil ihr Drive völlig daneben gegangen war. „Da waren schon vermeidbar Fehler dabei heute.“ Vater Reinhard dachte dabei vor allem an den Doppel-Bogey auf Bahn 2, dem ein völlig missglückter Chip zugrunde lag: „Dem ist Jana dann natürlich die ganze Zeit hinterhergelaufen.“ Insgesamt zeigten sich Tochter und Vater aber letztlich doch ganz zufrieden mit dem Ergebnis. „Ich war natürlich schon aufgeregt vor dem ersten Abschlag“, gab Jana zu, „doch es hat auch unheimlich viel Spaß gemacht, hier heute zu spielen.“ Im langen Spiel zeigten sich keine Unterschiede zu den Proetten Ana Larraneta (Spanien, +3) und Clare Queen (Schottland, +6). „Insgesamt habe ich ja ganz gut mithalten können“, erklärte Jana. Und das Wetter machte der 17-jährigen übrigens auch nichts aus: „Als Hamburgerin bin ich Regen gewöhnt.“

ap/cg

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