Bild Information: Sandra Gal und Belen Mozo, ISPS Handa Ladies European Masters 2016

Gal starke Dritte

ISPS Handa Ladies European Masters
 

Am Finaltag der ISPS Handa Ladies European Masters lässt In-Kyung Kim der Konkurrenz keine Chance und sichert sich zum zweiten Mal nach 2014 den prestigeträchtigen Titel. Sandra Gal wird im ehemaligen Heimatclub dritte.

Düsseldorf, Nordrhein Westfalen - Eine traumhafte Turnierwoche im Golf Club Hubbelrath ist am Sonntag zu Ende gegangen. Alle vier Tage der ISPS Handa Ladies European Masters wurden Spielerinnen und Zuschauer von bestem Wetter verwöhnt. Bei zahlreicher Deutscher Beteiligung, auch am Wochenende, gab es auf dem hügeligen Platz im äußersten Osten Düsseldorfs starkes Golf zu bestaunen.

"Die Zuschauer hatten keine andere Wahl"

Allen voran zeigte In-Kyung Kim am Finaltag wie spektakulär auch Damengolf sein kann. Neun Pars, neun Birdies. 63. Kein Makel auf der Scorekarte und die beste Runde des Turniers. Diese reichte für die Südkoreanerin aus um mit satten fünf Schlägen Vorsprung bei 17 unter Par den größten Titel der Ladies European Tour zum zweiten Mal nach 2014 für sich zu entscheiden. "Ich wusste gar nicht, dass es in Düsseldorf so viele Koreaner gibt", gab die Siegerin zu. "Die hatten quasi keine andere Wahl als bei mir mitzugehen, da ich die einzige Koreanerin im Feld war. So hatte ich seit Donnerstag viele Zuschauer dabei, was wirklich toll war."

Auf dem alleinigen zweiten Rang bei zwölf unter Par beendete letztlich Belen Mozo das Turnier. "Normalerweise schaue ich nicht auf die Scoreboards, aber an der Zwölf habe ich mal einen Blick riskiert. Und ich sah Kim bei 15 unter Par zu dem Zeitpunkt. Da sagte ich zu meinem Caddie, dass wir wirklich Gas geben müssten. Witziger weise spielte ich das Loch dann sofort Birdie, Hole in One am darauf folgenden Loch und sofort das nächste Birdie. Ich war also wirklich on fire." Das Ass kam für die Spanierin jedoch ein wenig zu spät.

"Werde mit breitem Grinsen abreisen"

Bereits einige Gruppen zuvor lochte Noora Tamminen ihren Abschlag auf dem Kurzen Par 3 Loch 13 zum Ass ein. Sie durfte sich über eine Uhr des Schweizer Luxus-Herstellers Omega freuen. Mozo hingegen ging leer aus. "Ich denke das ist das Pech, wenn man im Leaderflight spielt", scherzte die Spanierin später. "Aber vielleicht lässt sich da ja noch etwas machen. Es muss wirklich cool ausgesehen haben, wir haben den Ball vom Tee nur direkt ins Loch fliegen hören. Ich werde definitiv mit einem breiten Grinsen von hier abreisen."

Aus deutscher Sicht besonders erfreulich war am Ende der geteilte dritte Rang von Sandra Gal. Die gebürtige Düsseldorferin war lange Mitglied im gastgebenden Golfclub und hatte sich sehr auf die Woche in der Heimat gefreut. Golf zu spielen, Familie und Freunde zu sehen und das deutsche Essen genießen. "Natürlich will man gewinnen", so Gal am Sonntagabend. "Aber auch mit dem dritten Rang hier bin ich sehr zufrieden. Es hätten heute ein paar mehr Putts fallen können, aber das ist immer so. Zu Hause zu spielen ist schon eine Herausforderung, da will man manchmal vielleicht etwas zu viel. Aber mit dem Publikum hier war es wirklich großartig."

Ebenfalls auf Rang drei beendete Camilla Lennarth, Freundin von European-Tour-Spieler Kristoffer Brogberg, die Woche in Düsseldorf. Lee-Anne Pace wurde fünfte bei zehn unter Par. Durchwachsen verlief hingegen die Woche für Caroline Masson. Am Wochenende vor dem Turnier in der Heimat gewann die aus Gladbeck stammende Proette mit der Manulife LPGA Classic ihren ersten Titel auf der LPGA Tour. Nach Runden von 70, 73, 73 und 74 Schlägen landete Masson bei zwei über Par auf dem geteilten 31. Rang, zusammen mit Leticia Ras-Anderica. Die beste Finalrunde der deutschen Proetten legte Sophia Popov mit einer 66 (-6) hin und verbesserte sich so noch auf den geteilten 17. Rang bei drei unter Par. Olivia Cowan schloss nach einer 69 einen Schlag besser bei vier unter Par auf dem alleinigen 16. Rang ab. Isi Gabsa wurde am Ende 28. (72, +1) und Chiara Mertens 39. (75, +4).

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