Bild Information: Shane Lowry bei der British Open (Photo: Getty Images)

Irische Hoffnung

British Open
 

Shane Lowry setzt sich am Moving Day der British Open vom Feld ab.

Es passte alles zusammen. Endlich. Nach einer unnötigen Bogey-Bremse an den letzten Löchern des Vortags lieferte der Mann des Volks im "Quasi-Heimspiel" im nordirischen Portrush diesmal ab. Der Ire Shane Lowry spielte am Moving Day der 148. Open Championship das Golf seines Lebens. Unter höchtem Druck und bei maximalem Support der Zuschauer. Der 32-Jährige, der mit einem Sieg bei der Irish Open bereits im Jahr 2009 ein großes Ausrufezeichen setzen konnte, wurde gefeiert auf dem Weg zu einer makellosen 63er Rekordrunde, mit der er sich auf 16 unter Par verbessern konnte und die Konkurrenz düpierte.

Nach glänzender Vorleistung mit zwei 67er Runden zeigte Lowry am Samstag der British Open ein Birdie-Feuerwerk sondersgleichen und ließ den Rest des Major-Felds vier Zähler hinter sich. Mit acht Birdies unterbot er den am Vortag noch von Rory McIlroy (MC) mit einer 65er Runde egalisierten Platzrekord um zwei Zähler. 

An den ersten beiden Tagen wurde Lowrys Runden noch durch Bogeys an den Löchern 11 (Donnerstag) und 14 und 18 (Freitag) geschmälert und in Runde drei passte dann alles zusammen. Auf drei Unterspielungen von den Front Nine (3, 5 und 9) legte der aktuell 33. der Welt fünf auf den Back Nine nach (10, 12, 15-17). Der Schlüssel: 16 Grüns in Regulation und 31 Putts.

Lowry genießt den "unglaublichsten Golftag" seines Lebens

"Ehrlich gesagt, das ist der unglaublichste Tag, den ich jemals auf dem Golfplatz hatte", beteuerte ein noch völlig euphorisierter Lowry. "Ich kann nicht erklären, wie es war. Als ich vom 17. Abschlag lief, sagte ich zu Bo, 'wir werden vielleicht nie wieder einen solchen Tag auf dem Golfplatz haben. Also lasst uns diese nächste halbe Stunde genießen.' Und das habe ich getan. Die Menge war unglaublich. Ich kann einfach nicht glauben, wie es war. Ich kann mir vorstellen, dass es für J.B. ziemlich schwierig war, mit mir und dem Publikum so stark hinter mir zu spielen. Aber ich fand es trotzdem okay."

Und Sportsmann J.B. Holmes ebenfalls: "Es war großartig zu sehen - vor diesem Publikum so spielen zu können. Das war wirklich eine coole Erfahrung, ein Teil davon zu sein. Ich freue mich für ihn - er spielte großartig. Es war sein Tag. Wenn er ein paar Unsicherheiten hatte, konnte er sie gut ausbügeln. Und danach spielte er großartige Schläge. Es war gut."

Fleetwood vor Holmes

Zu Beginn der dritten Runde konnte Publikumsliebling Lee Westwood kurzzeitig mit drei Birdies in Serie die Führung übernehmen, strauchelte aber mit zwei Bogeys auf den Back Nine und musste bei insgesamt acht unter Par (T6) zusehen, wie andere an ihm vorbeizogen. Im spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen kam Tommy Fleetwood mit einer 66er Runde am sonnigen und halbwegs windstillen Samstag bis auf zwölf unter Par nach vorne. "Das war ein großartiger Golftag und ich bin sehr zufrieden, wie alles lief und dass ich mich in dieser Position befinde", sagte Fleetwood. "Das war Ryder-Cup-Feeling und ich konnte in dieser tollen Atmosphäre meinen Spielplan verfolgen und viele guten Schläge machen."

Fleetwood hat als alleiniger Zweiter zwei Zähler Luft auf Holmes, der an der Seite von Lowry mit einer 69 fast schon blass aussah und sich insgesamt "nur" auf zehn unter Par steigern konnte. Brooks Koepka (67) und Justin Rose (68) spielten sich auf den geteilten vierten Rang bei -9, gefolgt von Westwood und Rickie Fowler, der eine starke 66 notierte.

Vorgezogenes Finale ohne Wiederholung von Oakmont 2016

Die Startzeiten für den Finaltag wurden wetterbedingt vorverlegt, im letzten Flight starten Fleetwood und Lowry um 13.47 Uhr Ortszeit in Runde vier. Rund 50.000 Zuschauer (insgesamt 237.750 über die Wochewünschen dem Jubel nach eindeutig keine Wiederholung von den US Open 2016 im Oakmont CC sehen, als Lowry einen Vorsprung von vier Zählern am Finaltag noch verspielte. Die Stimmung auf der Anlage des Royal Portrush GC machte am Samstagabend deutlich, ihr Mann der Stunde ist Lowry. Der Quasi-Heimvorteil soll dem bodenständigen Iren in Nordirland die Claret Jug bringen.

"Ich weiß, dass morgen ein schwieriger Tag wird. Ich weiß, dass es schlechtes Wetter gibt. Aber ich bin in einer guten Position und muss nur das tun, was ich das ganze Jahr über getan habe. Und heute Abend den Reset-Knopf drücken und morgen rausgehen und so gut wie möglich spielen. Und hoffentlich ist das morgen Abend gut genug. Morgen ist ein großer Tag in meiner Karriere."
(Shane Lowry)

Kyle Stanley trifft bei der British Open zwei Mal Personen ohne Fore zu rufen The Open im Livescoring Alle News und Infos im Special zur 148. British Open

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