Bild Information: Matthias Schwab auf Runde vier bei der BMW International Open 2019 (Photo by Stuart Franklin / Getty Images)

Österreichs Trend zeigt nach oben

BMW International Open
 

Gute Leistungen um Schwab und Wiesberger bestätigen Aufwärtstrend.

Matthias Schwab erreichte bei der BMW International Open 2019 bei strömenden Regen Bahn 18. Sobald der 24-Jährige Unterschlupf unterhalb der Tribüne gefunden hatte, schüttelte er sich die Regentropfen von seiner Cap sowie von seinem grauen und am Rücken durchnässten Poloshirt. Auch seinen Endspurt hatte sich der Golfprofi aus der Steiermark erst einmal kräftig abschütteln müssen./""

Nach einem hervorragenden Start in Runde vier mit drei Birdies auf den ersten neun Löchern, hatte es zwischenzeitlich nach seinem ersten European-Tour-Sieg ausgesehen. Nachdem der Österreicher mit -15 zunächst das Leaderboard angeführt hatte, machten erst zwei aufeinanderfolgende Bogeys auf der 14 und 15 des Championship Course des Golfclubs München Eichenried Schwabs Hoffnungen auf seinen ersten Triumph spät zunichte. Die eigenen Nerven waren dem jungen Golfer auf der Zielgeraden etwas im Weg gestanden. "In mir drinnen ist es teilweise drunter und drüber gegangen", sagte Schwab, der am Ende hinter dem italienischen Sieger Andrea Pavan (233 Schläge/-15) geteilter Dritter (275/-13) wurde.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

My type of Friday, let’s keep it going on the weekend???? #MiD19

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Aus österreichischer Sicht lief das Turnier vor den Toren Münchens eher "drüber" als "drunter", was auch an Schwab trotz seines unglücklichen Schlussspurts auf den letzten Löchern lag. "Grundsätzlich war es ein gutes Turnier", sagte Schwab. Der österreichische Aufwärtstrend bei dem mit zwei Millionen Euro dotierten European-Tour-Turnier in Bayern galt auch für Schwabs Landsmann Bernd Wiesberger, wenn auch nicht im gleichen Ausmaß. Der 33-Jährige hatte zu Beginn noch mit seinem Jetlag zu kämpfen. Die aktuelle österreichische Nummer eins in der Golf-Weltrangliste (OWGR 133.) war in der Vorwoche beim Major der US Open in Kalifornien am Start gewesen. Nach seiner mäßigen 72er-Auftaktrunde (Par) war der Wiener bei der BMW International Open immer besser in Fahrt gekommen und belegte am Ende einen ordentlichen geteilten 16. Rang (278 Schläge/-10).

Wiesberger sieht bei sich einen klaren Aufwärtstrend. Seine Handgelenksprobleme habe er überwunden. Seit seinem Sieg auf der europäischen Tour beim Made of Denmark Ende April sieht sich der in Eichenried mit einem neuen Caddie startende fünfmalige European-Tour-Turniersieger gut gerüstet für die Zukunft. "Ich sehe gute Tendenzen", sagte Wiesberger, der nach einer Pause in der laufenden Woche bei den European-Tour-Turnieren in Schottland und in den Niederlanden starten möchte.

Beim Turnier in Eichenried, zu dem viele Zuschauer aus dem Salzburger Land und dem Westen der Alpenrepublik angereist waren, konnte man den österreichischen Aufwärtstrend beobachten. Und auch beim Blick auf die Golf-Weltrangliste (OWGR) befinden sich die Golfprofis aus dem deutschen Nachbarland auf dem aufsteigenden Ast. Hinter Wiesberger konnte sich auch in dieser Woche im OWGR-Ranking Schwab fast 30 Plätze auf Rang 206 verbessern. Dahinter befindet sich mit dem jüngst bei der US Open stark gestarteten Sepp Straka (OWGR 315) ein weiterer Spitzengolfer. Auch wenn Wiesberger von seinem aktuellen Wohnort in den USA den Golf-Amateursport seiner Heimat nach eigenen Angaben nicht so ganz genau verfolgen könne, sieht er an der Spitze einen Trend. "Es rückt auf Profi-Ebene etwas nach. Es ist der Ansporn da, um weiterhin gute Profigolfer zu liefern", sagte Österreichs aktuelle Nummer eins. Schwaab jedenfalls beobachte er in Eichenried gespannt. "Man sieht, wie gut er diese Woche aufgelegt war", sagte er über seinen Landsmann.

Schwab möchte derweil seinen persönlichen Aufwärtstrend nicht abreißen lassen. "Es war ein ereignisreicher Finaltag. Es überwiegt die Freude über die Erfahrung, die ich gesammelt habe", sagte Schwab. Beim nächsten Mal möchte er bei einer vergleichbaren Lage den Sieg dann nicht mehr aus der Hand geben. "In so einer Situation muss ich mich vielleicht dann etwas besser fühlen, um das Maximum herauszuholen. Vielleicht muss ich etwas komfortabler spielen und etwas weniger nervös sein", blickte Schwab voraus. "Dann kann ich irgendwann hoffentlich mal eine Führung durchbringen."

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