Bild Information: Martin Kaymer bei der BMW International Open in Eichenried (Photo by BMW)

Sinneswandel bei einer Tasse Kaffee

BMW International Open
 

Martin Kaymer und Max Kieffer wirken vor der BMW International Open entspannt. 

Vor kurzem sei Martin Kaymer in Phoenix in den USA in einem Kaffeehaus von einem Pärchen auf seine Gesundheit angesprochen worden. Diese Frage erreichte den 34-Jährigen zu jenem Moment, als sich der Düsseldorfer gerade in aller Ruhe eine Tasse Kaffee gönnte. Er hatte diesen Moment still genossen, ohne sich von einem Handy-Display ablenken zu lassen. Für die Fragesteller war dieser stille Moment mit vollkommener digitaler Abstinenz ein Grund zur Beunruhigung. "Sie haben mich gefragt, ob bei mir alles okay ist", erzählte der zweimalige Majorsieger bei seinem ersten öffentlichen Auftritt bei der BMW International Open./""

Fünf Tage ist es mittlerweile nun schon her, dass Kaymer auf einem seiner offiziellen Social-Media-Kanäle einen Post abgegeben hat. Was er bereits in der Vorwoche im Player Blog der European Tour angedeutet hatte, erklärte Kaymer nun im Vorfeld des mit zwei Millionen Euro dotierten Turniers vor den Toren Münchens. "Ich habe versucht, Social Media während den Turniertagen komplett sein zu lassen. Ich habe meinen Weg gefunden, der ganz gut funktioniert hat", sagte Kaymer.

Man muss sich um den einstigen Weltranglistenersten wegen der jüngsten Social-Media-Pause keine Sorgen machen. Zumindest lieferte Kaymer auf der Anlage des Golfclubs München Eichenried nicht diesen Eindruck. Der Turniersieger der BMW International Open von 2008 wirkte beim Auftritt vor der Presse entspannt. "Ich möchte einfach Spaß haben. Es ist einfach schön, dabei zu sein. Gerade dann, wenn man lange in den USA war", sagte Kaymer. Weder von seinem Jetlag nach seinem Flug von den US Open in Kalifornien in die bayerische Landeshauptstadt noch von seinen durchwachsenen Leistungen bei den letzten Majors in Pebble Beach und zuvor bei der PGA Championship sowie beim Masters hörte man vom Rheinländer ein Wehklagen.

Er wolle bei seinem ersten Auftritt in der laufenden Saison auf dem europäischen Festland "nicht arrogant an den Start gehen" und mit Ruhe, Gelassenheit und voller Konzentration ins Turnier starten. Auch wenn er die neu gestalteten Greens in Eichenried mangels einer noch nicht gespielten Proberunde nicht ganz einzuschätzen vermochte, zeigte sich Kaymer zuversichtlich. "Ich freue mich auf München. Es ist sehr familiär hier und ich bin gespannt, wie der Golfplatz ist", sagte der dreimalige PGA-Tour-Champion, der morgen in Eichenried in der Pro-Am-Runde mit dem Fußballer Niklas Süle, dem Rennfahrer Bruno Spengler und dem Ex-Tennisprofi Tommy Haas spielt.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Got the honor to write this weeks Player Blog for the @europeantour . ?? Link in bio.

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Aus sportlicher Sicht brachte ihn sein geteilter 35. Platz bei den US Open sowie sein schwaches Abschneiden bei der PGA Championship, wo er den Cut verpasst hatte, zu neuen Erkenntnissen. "Ich habe mich ein bisschen davon frei gemacht, resultatorientiert zu denken. Mir geht es eher um den Prozess. Ich habe qualitativ sehr gut gearbeitet, und wenn ein gutes Ergebnis dabei rauskommt, ist es schön. Das ist nur eine Frage der Zeit. Aber es ist noch Luft nach oben. Es ist schön zu wissen, dass du noch Potenzial hast und trotzdem bei der US Open in den Dreißigern landest. Ich muss in allen Bereichen noch ein bisschen besser werden, um konstant vorne mitzuspielen." Sein Ziel sei es, sich kurzfristig für die British Open zu qualifizieren. Für dieses Major ist Kaymer nicht mehr automatisch qualifiziert, da seine Fünfjahres-Spielberechtigung seit seinem US-Open-Sieg 2014 kurz vor dem Turnier ausläuft.

Längerfristig plant Kaymer, sich wieder unter den Top 50 platzieren zu können. Sein Landsmann Maximilian Kieffer, der ebenfalls in Eichenried antritt, traut dies dem einstigen Spitzenreitre der Branche eine prägende Rolle zu. "Er kann jede Woche konkurrenzfähig sein und ein Turnier gewinnen", meinte der 29-Jährige. Auch für sich selbst sieht Kieffer nach ausgestandenen Magenproblemen, die er sich während des Turniers in Indien eingehandelt hatte, gut aufgelegt. Eine Parasiten-Kur habe beim Düsseldorfer eingeschlagen, so dass er wieder auf dem Weg zurück zu seiner starken Form vom März ist, wo er bei der Maybank Championship in Kuala Lumpur den fünften Platz belegt hatte. "Langsam bin ich wieder topfit", sagte Kieffer.

Kieffers zuletzt zweiwöchige Pause habe er genutzt, um den Spaß an seinem Beruf beizubehalten. Neben Golfrunden fuhr er auch mal zum See oder tankte Energie beim Stadtbummeln. Oder er genoss die Zeit auch mal bei einer Tasse Kaffee. Wie jüngst sein Kollege Kaymer. Dass dies keine schlechte Idee ist, um abzuschalten und über eine erfolgreiche Herangehensweise nach Rückschlägen zu finden, hatte Kaymer ja bereits letzte Woche auf dem Player Blog der European Tour preisgegeben.

Dort steht zu lesen: "Ich bin nicht der Martin Kaymer von 2010 oder 2011. Du musst akzeptieren, wo du dich gerade befindest. Wenn man sich die letzten sechs Monate ansieht, bin ich 100 auf der Welt. Ich bin nicht die Nummer eins der Welt. Hier bin ich gerade. Der Typ, den ich jetzt schlagen muss, ist der Typ, der 99 ist, nicht Dustin Johnson, Brooks Koepka oder Justin Rose."

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