Bild Information: Thomas Rosenmüller, Sieger der Pro Golf Tour Order of Merit 2020 (l.), und Philipp Mejow, Gewinner der Castanea Resort Championship (Foto: Pro Golf Tour)

Deutscher Doppelerfolg beim Saisonfinale

Pro Golf Tour
 

Philipp Mejow gewinnt Castanea Resort Championship, Thomas Rosenmüller die Order of Merit.

Während der Berliner Philipp Mejow die Castanea Resort Championship mit 16 unter Par souverän für sich entscheidet, verteidigt Thomas Rosenmüller in Adendorf (Kreis Lüneburg) mit einer starken Finalrunde Platz eins der Rangliste und gewinnt die Pro Golf Tour Order of Merit 2020. Neben dem Münchner steigen der Franzose Julien Brun und der Schweizer Jeremy Freiburghaus als Nummer zwei und drei der Jahres-Endrangliste auf zur European Challenge Tour 2021.

"Es war mein Ziel, in diesem Jahr die Rangliste zu gewinnen. Nachdem ich mit drei Saisonsiegen den Aufstieg zur Challenge Tour schon geschafft hatte, konnte ich hier ohne Druck aufspielen. Ich bin sehr froh, dass es für den Gesamtsieg gereicht hat, es war aber etwas knapper als erhofft. Es fühlt sich aber in jedem Fall sehr gut an, nun als Ranglistenerster auf die Challenge Tour zu gehen." Die Erleichterung, nach 13 Saisonturnieren den großen Pokal des Gesamtsiegers in den Himmel über Adendorf recken zu dürfen, war Thomas Rosenmüller anzumerken. Nach Runden von 67, 70 und noch einmal 67 Schlägen hatte der Münchner Rang drei mit zwölf unter Par und vier Kollegen geteilt, seinem Ranglistenkonto noch einmal 2227,68 Punkte hinzugefügt und damit die finale Attacke des Franzosen Julien Brun abgewehrt.

Brun war gemeinsam mit Philipp Mejow als Führender in die dritte Runde der Castanea Resort Championship gestartet und durfte sich bei einem Sieg gute Chancen ausrechnen, auch die Trophäe des Gesamtsiegers zu gewinnen. 67, 66 und 70 Schläge benötigte Brun letztlich, gesamt 13 unter Par und gleichbedeutend sowohl mit Rang zwei in Adendorf als auch mit dem 2. Platz der Gesamtwertung. "Ich habe alles versucht, um mir hier noch beide Titel und damit auch den dritten Saisonsieg und sofortigen Aufstieg zur Challenge Tour zu holen. Aber Philipp war heute zu stark, und letztlich bin ich sehr froh, dass ich nun im nächsten Jahr auf der Challenge Tour aufteen kann", so Brun.

Nachdem er zuletzt die Trainingsschwerpunkte verändert und sowohl den Putter als auch den Caddie gewechselt hatte, präsentierte sich Philipp Mejow in Adendorf so stark wie seit Jahren nicht mehr. Mit präzisem langem Spiel und brillanten Eisen eröffnete er sich immer wieder Birdiechancen; in Runde zwei nutzte er acht davon, machte keinen einzigen Fehler. Auch in der Finalrunde hatte er "von Beginn an ein sehr gutes Gefühl". Was sich noch steigerte, als er an Loch sechs aus fünf Metern zum Eagle einlochte. Letztlich setzte sich der Tourspieler aus Berlin mit 16 unter Par (69, 64, 67) und drei Schlägen Vorsprung vor Julien Brun durch, kassierte 7800 Euro Preisgeld und ebenso viele Ranglistenpunkte.

"Es ist ein tolles Gefühl, wieder ein Turnier zu gewinnen", so Mejow, der auf der Pro Golf Tour zuletzt 2015 zwei Siege gefeiert und damals auch als Nummer eins der Gesamtwertung auf die Challenge Tour 2016 aufgestiegen war. "Ich habe meine aggressive Strategie durchgezogen, und das hat sich auf diesem herrlichen Golfplatz mit seinen hervorragenden Grüns voll ausgezahlt", so der Turniersieger.

Den Sprung in die nächsthöhere Liga hat neben Thomas Rosenmüller und Julien Brun auch Jeremy Freiburghaus geschafft. Mit einer exzellenten 66er-Finalrunde wehrte der Schweizer in Adendorf den Angriff des Franzosen Jean Bekirian ab, teilte Platz drei und startet als Nummer drei der Gesamtwertung im nächsten Jahr ebenfalls auf der Challenge Tour. "Ich wusste, dass ich heute tief schießen muss", so Freiburghaus, dessen Putter richtig heiß lief, als er auf dem Weg zurück zum Clubhaus fünf Birdies spielte.

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