Bild Information: Webb Simpson (Photo by Streeter Lecka/Getty Images)

Turnierrekord an besonderem Vatertag

PGA Tour
 

Webb Simpson gewinnt das RBC Heritage mit einem neuen Rekordergebnis.

Normalerweise fällt der in den USA gefeierte Father’s Day auf den Finaltag der US Open. Doch aufgrund der vielen Änderungen im Kalender der PGA Tour ging es am diesjährigen Vatertag nicht um einen Major-Sieg, sondern um den Titel beim RBC Heritage in Harbour Town. Bei dem zweiten Turnier seit der Rückkehr aus der Corona-Pause wurden auch deutlich niedrigere Ergebnisse erzielt als man sie vom anspruchsvollen Test bei der US Open kennt. Die Kombination aus wenig Wind und einem aufgeweichten Kurs lud die besten Spieler der Welt zu Birdie-Feuerwerke ein. Seit 50 Jahren wird das RBC Heritage auf Hilton Head Island an der Küste South Carolinas ausgetragen. So tief wie in der vergangenen Woche wurde aber noch nie geschossen.

Mit einem Gesamtergebnis von 16 unter Par, ein Resultat, das bei den vergangenen 21 Ausgaben 19 Mal zum Sieg gereicht hätte, rangierte man nicht mal in den Top Ten. Die Finalrunde entwickelte sich also in ein regelrechtes Zielscheibenschießen. Mit mehr als einem halben Dutzend an verschiedenen Spielern an der Spitze des Leaderboards blieb die Titelentscheidung bis zum Ende offen. Zum Glück der Veranstalter musste man nicht ins Stechen, was aufgrund einer vorangegangen Gewitterunterbrechung von fast drei Stunden vermutlich ein Monday-Finish mit sich gebracht hätte. Doch dank eines überragenden Schlussspurts von Webb Simpson wurde der Gewinner des RBC Heritage 2020 noch in der Abenddämmerung gekürt.

Fünf Birdies notierte Simpson auf seinen letzten sieben Löchern und stellte damit einen neuen Turnierrekord auf. Insgesamt 22 Schläge unter Par blieb der 34-Jährige aus North Carolina, der im Nachbarstaat seinen siebten Titel auf der PGA Tour feierte. Und es war ein ganz besonderer. Weniger wegen des Rekordergebnisses. Sondern vielmehr wegen der neuen Ansetzung des Events. Denn für Simpson ist es bereits der zweite Erfolg am Vatertag. 2012 gewann er die US Open im Olympic Club. Damals rief er auf dem Weg zur Pressekonferenz seinen Papa Sam an. "Als er den Hörer abnahm, lachte er einfach", erinnert sich Simpson. "Das tat er immer, wenn er glücklich war. Er lachte einfach. Und das werde ich heute definitiv vermissen."

Sam brachte seinen Sohn damals zum Golfspiel, verstarb aber 2017 nach einem verlorenen Kampf gegen Parkinson. Seitdem trägt Webb Simpson ein gelbes Polo an Turniersonntagen. Die Lieblingsfarbe seines Vaters. "Ich habe viel an ihn gedacht", so der emotionale Sieger. "Sowohl am Morgen als auch auf dem Platz habe ich an ihn gedacht." Und so war Simpsons zweiter Saisonsieg "definitiv sehr besonders". Inzwischen ist er nämlich auch selbst Vater von fünf Kindern, mit denen er einiges zu feiern hat. Denn Papa Webb ist jetzt nicht nur Führender im FedExCup. Er kletterte auch auf den fünften Platz in der Weltrangliste. Genau dort stand er bereits vor acht Jahren einmal, als er eben jene US Open in San Francisco gewinnen konnte.

Leaderboard RBC Heritage Langer schafft Cut und schreibt Geschichte

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