Bild Information: Vaughn Taylor und Leot Taylor

Ohne Karte zum Titel

US PGA Tour
 

Am Ende einer aufregenden Woche des AT&T Pebble Beach Pro-Am steht zwar keiner der ganz großen Namen auf Platz eins des Leaderboards, doch ein alter Bekannter. Phil Mickelson muss sich nach einem spannenden Kampf, insbesondere auf den letzten Löchern, geschlagen geben.

Pebble Beach, Kalifornien - Jedes Jahr versammelt sich die Golfelite an der Seite von selektierten Promis aus Sport, Fernsehen und der Wirtschaft zum AT&T Pebble Beach Pro-Am. Die ersten drei Turnierrunden werden dabei auf drei verschiedenen Plätzen ausgetragen. Die Finalrunde selbst findet jedoch traditionell auf dem Pebble Beach Golf Links statt. Und das Setup hätte kaum besser sein können. In Führung vor dem Sonntag lag mit zwei Schlägen Vorsprung Phil Mickelson. Seinen letzten Titel auf der PGA Tour erzielte er mit der Open Championship 2013.

Doch schon auf den ersten Bahnen am Sonntagmorgen ließ "Lefty" Schläge liegen. Und die Konkurrenz spielte stark auf. Allen voran Jonas Blixt mit einem Eagle auf der Sechs und einem Birdie auf der Sieben, wohl eine der bekanntesten Golfbahnen der Welt. Dann kam nicht mehr viel vom Schweden. Mickelsons Mitspieler Hiroshi Iwata lag lange aussichtsreich im Rennen, musste sich mit zwei späten Bogeys auf den Bahnen 16 und 18 aber auch geschlagen geben. Nach einer bunten Front Nine konnte jedoch Vaughn Taylor auf den schwierigen zweiten Neun von Pebble Beach fünf Birdies spielen und damit eine abschließende 65 (-7) notieren.

Spannung bis zum letzten Schlag

Bis auf Mickelson waren damit praktisch alle geschlagen. Dieser hatte die ganze Runde über vor allem mit den Standardschlägen zu kämpfen. Lay-Ups landeten im Rough und Annäherungen blieben viele Meter zu kurz. Dass man den 42-maligen PGA-Tour-Sieger jedoch nicht abschreiben sollte, bewies er auf den letzten drei Bahnen. Ein wichtiges Up-and-down zum Par an der 16 und ein essenzielles Birdie auf der 17 brachten Mickelson bis auf einen Schlag an den führenden Taylor heran. Nach zwei guten Schlägen kurz vor das Grün des abschließenden Par 5, kam der Pitch knapp zwei Meter vor der Fahne zur Ruhe. Der Putt lippte im 90-Grad-Winkel aus, der Titel ging an Taylor.

Dieser hatte die Woche zuvor in Bogota auf der Web.com Tour gespielt und kämpfte währenddessen mit einer schweren Erkältung. Sein Start blieb bis kurz vor Beginn der Turnierwoche in Pebble Beach ungewiss. "Es ist schon lange her, seitdem ich das letzte Mal gewinnen konnte", brachte Taylor nach der Runde noch hervor. Sein letzter Titel auf der PGA Tour kam 2005. "Ich kann es immer noch nicht glauben. In den letzten Jahren lief nichts in meine Richtung, ich hatte mit Schwindel zu kämpfen und war physisch nicht fit. Aber ich habe mich nicht unterkriegen lassen und weiter hart an mir und meinem Schwung gearbeitet. Jetzt das Masters spielen zu können und die Tourkarte sicher zu haben, fühlt sich einfach großartig an."

Cejka landet im Mittelfeld

Seinen ersten Titel konnte Alex Cejka im vergangenen Jahr gewinnen. Mit einer vollen Spielberechtigung für die laufende und kommende Saison ausgestattet, ließ er sich auch einen Start in Pebble Beach nicht nehmen. Mit dem Ausgang des Turniers hatte der einzige Deutsche im Feld jedoch nichts zu tun. Eine Par-Runde zum Abschluss und ein geteilter 41. Rang bei zwei unter Par ist jedoch eine solide Leistung.

Mit einer positiven Note beendete auch Jordan Spieth seinen Trip ins Golf-Mekka an der Pazifikküste. Erneut an der Seite von Dustin Johnson (71, T41), benötigte er auf den finalen 18 Löchern nur 66 Schläge, die den Weltranglistenersten noch bis auf den 21. Platz nach vorne brachten.

Jason Day hingegen musste eine 73 unterschreiben und beendete die Woche bei neun unter Par auf dem geteilten elfeten Platz. Justin Rose konnte sich bei seinem ersten Ausflug nach Pebble Beach direkt in die Top Ten spielen. Sein Spiel auf den zweiten neun Löchern in Pebble Beach, verwehrte ihm jedoch eine Siegchance.

"Ich hatte eine wirklich schöne Woche“, so der Engländer. "Die Plätze sind großartig und gerade Pebble war nicht nur ein toller Test, sondern auch eine große Freude und Ehre.“ Neben Vaughn Taylor konnte auch Patrick Reed am Sonntag eine 65 unterschreiben, die ihn noch mit Rose schlaggleich auf den sechsten Rang brachte. In der folgenden Woche steht mit der Northern Trust Open das letzte Turnier an der us-amerikanischen Westküste an, bevor es zum Florida-Swing geht.

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