Bild Information: Henrik Stenson

Kurzer Platz - moderate Scores - viel Spaß

US PGA Tour
 

Mit der Barclays starten die Playoffs des FedEx Cup. Von den Top-Stars pausieren lediglich Rory McIlroy und Sergio Garcia. Sonst ist alles am Start, was Rang und Namen hat - und qualifiziert ist. Darunter auch Alex Cejka, dessen Auftakt sich sehen lassen kann. In Führung liegt ein nicht unbekanntes Quartett.

Edison, New Jersey - Die reguläre Saison der US PGA Tour ist zu Ende. Die Playoffs haben begonnen. Und das erste Event der FedEx Cup Playoffs findet traditionell im Großraum New York statt. Austragungsort in diesem Jahr, wie schon in 2011, ist der Plainfield Country Club. Gute 40 Autominuten von Manhattan entfernt, offeriert der von Donald Ross entworfene klassische Parklandkurs zwar keine Ausblicke á la Liberty National, dafür jedoch ein anspruchsvolles Layout bei einer geringen Gesamtlänge. Mit knapp 7.000 Yards (ca. 6.400 Meter) bietet der Par-70-Platz ein paar von Abschlag erreichbare Par-4-Löcher und kurze Par 5. Eine gute Chance für Longhitter, denn bereits vor vier Jahren gewann hier Dustin Johnson.

Besonders erfreut über den Platz war nach seiner 68er Runde auch Phil Mickelson. "Es macht richtig viel Spaß, hier zu spielen", so Lefty. "Ich spiele gut - habe viele gute Schläge gemacht und sogar ein paar Putts gelocht. Es gibt aber einige sehr schwierige Löcher, also wird man hier meist auch ein paar Bogeys spielen. Der Platz ist nicht unbedingt super lang, aber unglaublich gut designed. Hier wird Präzision benötigt." Und mit vier Birdies auf seinen ersten neun Löchern, war diese definitiv vorhanden. Am Schluss jedoch musste sich Mickelson mit einer Runde von zwei unter Par begnügen. Immerhin, Top 20.

In Führung liegt indes ein Quartett um Bubba Watson und den Rookie Tony Finau. Die beiden Longhitter spielten jeweils eine 65, wie auch Spencer Levin und Camilo Villegas. Watson, der für sein extremes Shot-Shaping bekannt ist, ging zusammen mit PGA Champion Jason Day und dem Weltranglistenersten Jordan Spieth auf die Runde. "Mit einem Drei-Putt aufzuhören ist natürlich nicht schön, aber mit der Runde bin ich trotzdem zufrieden. Mit Jordan und Jason zu spielen war toll - es sind super Jungs. Wir hatten eine echt gute Zeit auf der Runde, auch wenn manch einer nicht so gescored hat, wie er sich das vorgestellt hat", spielte der lange Linkshänder auf die 74 von Spieth an. Damit hat der zweimalige Major Champion noch einiges an Arbeit vor sich, will er die Führungsposition in der Weltrangliste behalten. Bei einem Finish außerhalb der Top 15, würde der in dieser Woche aussetzende Rory McIlroy wieder an ihm vorbei ziehen.

"Ein Tag mehr Pause, wäre super gewesen"

Das ProAm absagen, musste am Mittwoch recht spontan, Day. Am Tag zuvor hatte sich der Australier verhoben und dabei wohl etwas im Rücken verletzt. Schon in den Jahren zuvor hatte er immer wieder mit Verletzungen im Handgelenk, aber eben auch dem Rücken, zu kämpfen. "Ein Tag mehr Pause wäre zwar super gewesen, aber es sollte kein Problem sein", so Day nach der ersten Runde. Zwischendurch sah dem nicht so aus. "Je wärmer ich heute wurde, umso besser hat sich auch mein Rücken angefühlt. Mein Physio wird gleich noch seinen Teil dazu beitragen, alles wieder dorthin zu rücken, wo es hin soll und die Muskeln zu entspannen. Alles in allem bin ich aber schon zufrieden heute. Nach der stressigen letzten Woche, bin ich jetzt richtig motiviert." Mit zwei unter Par liegt der Australier solide in den Top 20.

Gleichauf mit Day, liegt neben Rickie Fowler und Henrik Stenson, auch Alex Cejka. Der einzige Deutsche im Feld des ersten Playoff Events der PGA Tour konnte ganze sechs Birdies notieren. Besonders gut lief es zum Ende seiner Runde hin. Drei unter auf den letzten vier Löchern. Mit seiner Ausgangsposition im FedEx Cup, dürfte zwar der Start bei der folgenden Deutsche Bank Championship bereits gesichert sein, mit guten Ergebnissen geht aber auch mehr. Und der Auftakt macht Hoffnung auf eine Deutsche Beteiligung durch die Playoffs hinweg. Vielleicht sogar bis zur Tour Championship. Denn wie es ist, auf der PGA Tour zu gewinnen, weiß Cejka seit diesem Jahr auch.

"Es hat schon Spaß gemacht"

Ein Titel verwehrt bleibt indes, bislang Paul Casey. In einer sehr guten Saison, spielte sich der auf der amerikanischen Tour beheimatete Engländer unter die besten 30 der Welt. Auch im FedEx Cup wird Casey unter den Top 20 gelistet. Wohlgemerkt ohne Sieg. Zwei Niederlagen im Stechen, musste er hinnehmen. Doch in der Vorwoche der Barclays, eine weitere Platzierung auf dem Treppchen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Mit einer 66 ist der Familienvater erneut gut in die Turnierwoche gestartet. "Heute dachte ich, dass es nicht einfach werden würde. Vor allem nachdem ich die Scores der Vormittagsgruppen gesehen hatte", gab Casey zu, wohl seinen Fernseher am Frühstückstisch laufen zu haben. "An der Elf hat Jim [Furyk] den besten Abschlag von uns gemacht und Par gespielt. Kevin [Kisner] fettet sein Wedge und ich hab meines total gedünnt. Und wir beide sind mit einem Birdie vom Loch gegangen. Es hat schon Spaß gemacht. Ich würde mir wirklich gerne eine Chance geben, den Cup zu gewinnen. Sowohl auf dem Golfplatz, wie auch abseits davon, bin ich momentan sehr glücklich. Das zeigt sich trotz relativ geringem Trainingsumfang auch in meinen Resultaten." Ein Sieg zum richtigen Zeitpunkt wäre ihm zu gönnen.

Mögen die Playoffs beginnen Pause: McIlroy pausiert bis zur Deutsche Bank Championship

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