Bild Information: Rory McIlroy

McIlroy übertrifft sich selbst

PGA Tour
 

Rory McIlroy unterschreibt an Tag drei der Wells Fargo Championship eine 61 und geht mit vier Schlägen Vorsprung in die Finalrunde. Alex Cejka büßt ein paar Schläge ein.

Charlotte, North Carolina - An Tag drei der Wells Fargo Championship ereignete sich eine Art Demonstration der Stärke des derzeit besten Golfers der Welt. Rory McIlroy war nur zwei Schläge davon entfernt, eine 59 auf den Par-72-Kurs des Quail Hollow Club zu zaubern. Das erste Mal über die magische Zahl nachgedacht hat er nach einem Birdie auf der 13, seinem bereits achten Schlaggewinn des Tages. Nach neun Birdies innerhalb zehn Löcher pushte McIlroy jedoch sein Eisen 7 auf dem Par 3, der 17, auf die rechte Seite des Grüns. Er notierte das Par und der Traum von der 59 war dahin. So wurde es die 61 (-11) und die Verbesserung des eigenen Platzrekords, den er bei seinem Sieg 2010 aufgestellt hatte (62).

"Ich war ein bisschen enttäuscht, die Runde nicht so zu beenden, wie ich es wollte", sagte McIlroy im Anschluss. "Aber es war trotzdem eine großartige Runde." Es war seine beste Runde auf der PGA Tour, jedoch nicht die beste seiner Laufbahn. Im Bear’s Club in Jupiter habe er bereits einmal einen Putt auf der 18 zur 59 gehabt. Damals bereitete er sich dort auf das Masters vor. "Ich ließ ihn zu kurz", so McIlroy mit einem Lächeln. Am Samstag bei der Wells Fargo Championship ließ der Nordire nur sehr wenig zu kurz. McIlroy hatte früh das Gefühl, dass es tief gehen könnte, nachdem er Justin Thomas’ 65 gesehen hat. "Ich wusste, dass da einiges möglich war und spielte dann etwas aggressiver."

Wer soll ihn stoppen?

Die Aggressivität drückte sich bei McIlroy beispielsweise darin aus, dass er das 315 Meter lange Par 4, der 14, zum vierten Mal in seiner Karriere - so oft wie kein anderer - angriff. "Ich denke, dass es einer dieser Plätze, auf denen ich ins Rollen kommen kann", erklärte McIlroy, der als erster Spieler, die Wells Fargo Championship zum zweiten Mal gewinnen könnte. Zudem ist er mit einem Gesamtergebnis von 18 unter Par auf einem guten Weg, den Turnierrekord von Anthony Kim (-16, 2008) zu knacken.

Webb Simpson ist mit vier Zählern Rückstand der erste Verfolger von McIlroy. Dahinter folgt Robert Streb mit bereits sieben Schlägen Abstand. Auch Phil Mickelson spielte gut - bis zu einem Triple-Bogey auf der 18. So reichte es nur zu einer 71, womit er zehn Schläge hinter McIlroy in die Finalrunde geht. Ob da am Sonntag nochmals Spannung hereinkommt, liegt wohl ganz an dem derzeit besten Golfer der Welt.

Cejka erstmals über Par

Für Alex Cejka ging es nicht in die richtige Richtung. Am Samstag unterschrieb er mit einer 74 seine erste Runde über Par in dieser Woche und verlor so 23 Plätze auf dem Tableau, auf dem vor dem Finaltag als geteilter 55. (-1) geführt wird. Cejka kam in Runde drei nie wirklich in Schwung, notierte zwei Bogeys auf den Front Nine und brachte dieses Ergebnis dann auch ins Clubhaus.


Der Platz

Phil Mickelson mag den Platz des Quail Hollow Golf Clubs. Schon zehn Mal versuchte sich der prominente Linksschwinger beim Turnier in North Carolina, bislang fehlt sein Name allerdings auf der Siegerliste. "Es ist vom Abschlag bis zu den Grüns eines der besten Designs, das wir spielen", urteilt Mickelson über den Platz, der unter anderem von Arnold Palmer und Tom Fazio renoviert wurde. Bekannt ist dieser auch durch "The Green Mile", die Löcher 16 (Par 4), 17 (Par 3) und 18 (Par 4). Vor allem am Sonntag, wenn es für die besten Spieler um den Sieg geht, entwickelt sich ein staubtrockenes Par auf diesen Löchern oft zum Erfolgserlebnis.

2017 wird hier die PGA Championship ausgetragen, vier Jahre später kommt der Presidents Cup nach Quail Hollow.

Leaderboard | Wells Fargo Championship Neuauflage: Bishop vs. Poulter

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