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Der Routinier, der Kurz-Putter und die Eagle-Neun

PGA Tour: Sony Open in Hawaii
 

Honolulu, Hawaii: Der Freitag der Sony Open im Waialae Country Club auf Hawaii bringt ansehnliche Ergebnisse, besonders für das us-amerikanische Führungstrio um Matt Kuchar bei 12 unter Par. Alex Cejka verpasst als einziger deutscher Turnierteilnehmer den Einzug ins zweite Wochenende des neuen Jahres der PGA Tour. 

Auch am zweiten Spieltag der Sony Open, dem zweiten Turnier auf der amerikanischen Pazifikinsel nach dem Tournament of Champions, war Webb Simpson wieder ganz nah am Spielgeschehen. Als US-Open-Sieger 2012 noch einer der erfolgreichen jungen Verfechter des langstieligen Putters auf dem Kurzgeschorenen, wechselte der 29-Jährige über die Winterpause zu einem Putt-Werkzeug, das auch nach dem Verbot des Verankerns der Besenstiele am Körper im Jahr 2016 regelgerecht sein wird. 

“Ich habe viel Arbeit darin investiert und nicht viel Erwartungen an dieses Turnier gehabt, um ehrlich zu sein. Es ging mir darum, diese Woche ein gutes Gefühl für die Grüns zu entwickeln, das war das Ziel. Ich kümmere mich nicht wirklich darum, wie ich sonst die Woche spiele. Die Führung ist also ein Bonus." Näher am Boden bleiben ist also die Devise, auch wenn erneut nur ein Bogey in der ansonsten sehr stabilen 66er Runde auf die Karte kam, nachdem Simpsons bereits überaus Birdie-haltige Auftaktrunde starke 62 Schläge angedauert hatte und die frühe Führung gebracht hatte.

Nachwuchskraft bei 61 angekommen

Doch bei weiterhin besten Bedingungen für ansehnliche Ergebnisse blieb die bisherige Bestleistung von acht unter Par, die auch Engländer Paul Casey in der ersten Runde in die geteilte Führung gebracht hatte, lediglich eine vorübergehende Marke. Denn die 21-jährige Nachwuchskraft aus Kentucky namens Justin Thomas brachte es in seiner fehlerfreien Freitagsrunde samt Birdie-Serie auf den Bahnen 16 bis 18  auf 61 Schläge - nicht ohne Punktlandung per Eagle auf der Neun, seiner 18. Bahn. Um gleich mal zu Beginn des Jahres seine Visitenkarte an der Spitze eines Leaderboards zu hinterlegen - nur einen Schlag vom Platzrekord entfernt, den Davis Love III aufgestellt hatte, als Thomas gerade 10 Monate alt war. "Ich wusste, dass ich ganz gut unterwegs war, hatte aber keinen Überblick über das Ergebnis und habe einfach weiter gemacht. Sowas passiert wohl nicht allzu oft im Golf, macht aber wirklich Spaß."

Es dürfte also durchaus ein interessantes Wochenende geben, zumal sich mit Matt Kuchar auch ein ausgewiesener Routinier mit dem Potenzial für Konstanz auf hohem Niveau zu dem Führungstrio gesellt hat. Der siebenfache Toursieger konnte sich nach seiner bereits vorzeigbaren 65 zum Auftakt noch einmal steigern und als Simpsons Spielpartner eine makellose Runde mit sieben fein verteilten Birdies einreichen. Kuchars letzter Toursieg liegt mit dem Gewinn des RBC Heritage 2014 in seiner ansonsten kostanten vergangenen Saison weniger weit zurück als der von Ryder-Cup-Kollege Simpson, der bereits seit Oktober 2013 sieglos ist. 

Doch mit dem Südafrikaner Tim Clark folgt auch schon ein weiterer Routinier nach zwei 65er Runden bei zehn unter Par auf dem Fuße, und auch Australier Marc Leishman kam in seiner Freitagsrunde auf den Bestwert von 62 Schlägen, um den achten Platz bei acht unter Par mit Titelverteidiger Jimmy Walker zu teilen.

Alex Cejka noch ohne Frühjahrs-Drive

Als einziger Deutscher im Feld auf Hawaii muss sich Alex Cejka nach Werktagsergebnissen von 72 und 70 Schlägen aus dem weiteren Turnierverlauf verabschieden, auch wenn sein Eagle auf der Neun noch einmal eine leichte Verbesserung auf ein Rundenergebnis nach Vorgabe brachte. Das reicht allerdings in der höchsten Spielklasse nicht, für die der im tschechischen Marienbad geborene Deutsche im letzten Frühjahr mit seinem starken Jahresauftakt auf der Web.com Tour die Grundlage seiner vollen Spielberechtigung für 2015 holte. Cejka verpasste den Cut bei zwei unter Par.


Der Platz

Seine Ursprünge hat der Waialae CC in den frühen 1920er Jahren. Designer Seth Raynor schuf einen Par-70-Kurs zwischen der majestätischen Bergkette Koolau und dem Pazifik. Der Kurs ist ein Produkt vieler Einflüsse. So manches Loch erinnert an die Signature Holes bekannter Anlagen. Auch optisch zeigt sich dem Spieler nur das Beste. Kräftige Farben und frisches Grün machen die Runde auf der Insel inmitten des pazifischen Ozeans zum optischen Erlebnis. Doch der Wind und das anspruchsvolle Design verlangen den Pros so einiges ab. Der Waialae Country Club feiert heuer seinen 50. Geburtstag als Austragungsort eines Turniers der PGA Tour. Lediglich vier andere Plätze können auf eine längere Tradition zurückblicken.

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