Bild Information: Martin Kaymer (Photo by Matthew Lewis/Getty Images)

In Hamburg kommt Stimmung auf

Porsche European Open
 

Die Porsche European Open findet in diesem Jahr unter etwas anderen Umständen statt - und Fans können dabei sein.

Nachdem man in Deutschland im vergangenen Jahr noch komplett auf European-Tour-Golf verzichten musste, finden in diesem Monat gleich zwei Events auf deutschem Boden statt. Den Anfang macht in dieser Woche die Porsche European Open. Das 1978 erstmals ausgetragene Turnier pausierte zwischen den Jahren 2010 und 2014, ehe man seine Zelte für zwei Jahre in Bad Griesbach aufschlug. Seit 2017 scheint die Porsche European Open in Hamburg ein neues Zuhause gefunden zu haben. Der Green Eagle Golf Course beheimatet das traditionsreiche Event, das bereits Spieler wie Sir Nick Faldo, Bernhard Langer oder Greg Norman gewannen, in diesem Jahr also zum vierten Mal. Dass diese Ausgabe lange in Erinnerung bleiben wird, steht schon einige Tage vor Turnierstart fest.

Denn damit wären wir schon beim Thema: Turnierstart. Dieser verschob sich nämlich um zwei Tage nach hinten, da sich wegen der Corona-Bestimmungen der Bundesregierung Spieler, Caddies und weitere Verantwortliche aus Großbritannien mindestens zehn Tage in Quarantäne begeben haben müssen, bevor sie auf den Platz dürfen. Daher findet die Porsche European Open von Samstag bis Montag statt. Statt der üblichen 72 Löcher stehen in dieser Woche also nur 54 Löcher auf dem Programm. Bei all dem Hin und Her ist man aber aus Veranstaltersicht einfach nur froh, dass das Turnier überhaupt stattfinden kann und es nicht ein zweites Jahr in Folge der Corona-Pandemie zum Opfer fällt.

Zumal sich alle Zutaten für die diesjährige Ausgabe äußerst vielversprechend anhören. Da wären zum einen die Teilnehmer. Von Martin Kaymer, der sein Hamburg-Debüt feiert, über Porsche-Markenbotschafter und Titelverteidiger Paul Casey, bis hin zum Exoten im Feld, Abraham Ancer aus Mexiko. Für ein Event, bei dem "nur" 2.000 Race-to-Dubai-Punkte vergeben werden - womit man in einer Liga mit der Austrian Golf Open oder den im März ausgetragenen Kenia-Turnieren spielt - ein durchaus ordentliches Aufgebot. "Es ist schön, endlich wieder in Deutschland abzuschlagen", so Kaymer, der zum ersten Mal seit 2016 wieder bei der Porsche European Open dabei ist.

Der Engländer Casey beendete bei seinem Sieg vor zwei Jahren eine fünfjährige Durststrecke auf der European Tour und reist auch in dieser Woche wieder als einer der Top-Favoriten nach Hamburg. Der amtierende Sieger der Omega Dubai Desert Classic überzeugte jüngst mit einem geteilten vierten Rang bei der PGA Championship auf Kiawah Island und will mit seinen 44 Jahren den positiven Trend der Oldies im Herrengolf fortsetzen.

Neben Casey ist mit Ancer ein weiteres internationales Schwergewicht am Start, das überwiegend auf der PGA Tour sein Geld verdient. Der Mexikaner, aktuell die Nummer 17 der Welt, betritt in dieser Woche sogar Neuland und spielt erstmals ein Turnier in Kontinentaleuropa. Neben der neuen Erfahrung inklusive herausforderndem Platz freut sich Ancer auch, oder vielleicht sogar besonders, auf die Sportwagen des Titelsponsors.

Den Green Eagle Golf Course - das Turnier findet auf dem Nordkurs statt - als Herausforderung zu bezeichnen, ist keinesfalls eine Untertreibung. Der 1997 eröffnete Kurs erhielt vor der ersten Austragung der Porsche European Open ein kleines Update, das unter anderem neue Grüns beinhaltete. Der wirklich schwierige Teil ist aber die Länge. 7.132 Meter misst der Par-72-Kurs von den hinteren Tees. Das niedrigste Siegerergebnis war bislang 14 unter Par (Casey, 2019). Schwer vorstellbar, dass diese Bestmarke in dieser Woche unterboten wird - zumal nur drei Runden gespielt werden.

Die wohl erfreulichste Meldung bezüglich der Porsche European Open wurde erst wenige Tage vor Turnierbeginn vermeldet: In dieser Woche sind nämlich erstmals wieder Zuschauer bei einem European-Tour-Event auf europäischem Boden zugelassen. Zuletzt war dies im Oktober 2019 der Fall. "Die Behörden gaben nach sehr konstruktiven Gesprächen mit dem neuen Veranstalter U.COM Event grünes Licht für ein Modellprojekt mit täglich 2.000 Zuschauer auf der Anlage von Green Eagle Golf Courses vor den Toren Hamburgs", heißt es in der offiziellen Pressemeldung.

Nicht nur bei den Fans kam diese Nachricht gut an. Auch die Spieler freuen sich natürlich auf die lang ersehnte Rückkehr. "Ich freue mich sehr auf die Stimmung und die Atmosphäre", so Kaymer im Vorfeld des Turniers. "Darauf mussten die Fans lange verzichten - und wir Golfer auch. Auch wenn die Gesundheit aller Beteiligten zurecht immer im Vordergrund stand, bin ich sehr glücklich, dass nun die Zeit für die Rückkehr gekommen ist."

  • Internationale Stars: Henrik Stenson, Bernd Wiesberger, Paul Casey, Abraham Ancer
  • Deutsche Starter: Martin Kaymer, Georg Schultes, Florian Fritsch, Julian Kunzenbacher, Matthias Schmid, Benedict Staben, Michael Hirmer, Jannick de Bruyn, Nick Bachem, Marc Hammer, Moritz Lampert, Freddy Schott, Alexander Knappe, Maximilian Kieffer, Sebastian Heisele, Bernd Ritthammer, Max Schmitt, Marcel Schneider, Nicolai von Dellingshausen und Marcel Siem

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