Bild Information: Max Kieffer (Photo by European Tour)

Die Rückkehr der Birdie-Maschine

European Tour
 

Max Kieffer ist derzeit so gut aufgelegt wie zu seinen besten Zeiten.

"Birdie machine" wurde Max Kieffer nach der ersten Runde bei der Gran Canaria Lopesan Open in einem Interview mit der European Tour getauft. Neun Schlaggewinne waren dem 31-jährigen Rheinländer alleine am ersten Tag gelungen. Im Laufe des European Tour-Turnieres, das Kieffer als Zweiter abschloss, erhöhte sich seine Anzahl der erzielten Birdies auf satte 28. /

Nicht nur denTitel der "Birdie-Maschine" hat sich der routinierte deutsche Golfer verdient. Sondern auch eine Menge Respekt für seine jüngsten Vorstellungen. Nach zuvor vorausgegangener Durststrecke ohne Top-Ergebnisse hat sich Kieffer wieder unter die europäische Spitze vorgearbeitet. "Von Schlag zu Schlag denken", lautet das simple und neue Erfolgsrezept Kieffers, wie der Düsseldorfer auf der Anlage des Meloneras Golfclub verriet. "Das klingt einfach. Aber das ist es nicht. Ich kann derzeit meinem Schlag und meinen Putts vertrauen."  Dass dies zutraf, sah man in Gran Canaria. Ein lautes "Wow" erntete Kieffer vom TV-Kommentator der European Tour, als er einen Ball bei einem Chip mit einer außergewöhnlichen Technik nach zweimaligem Aufspringen direkt im Loch versenkt hatte.

So gut wie in seinen besten Zeiten

Kieffer ist derzeit auf dem Weg zurück zu seinen besten Tagen. Mit seinen beiden zweiten Plätzen in Serie in Gran Canaria sowie zuvor bei den Austrian Open hat Kieffer mehr Top-Zwei-Platzierungen erreicht als in den sieben Jahren zuvor. Kieffer rangiert nunmehr auch wieder unter den Top 200 der Golfweltrangliste. Einzig im Mai 2016 war "Kiwi" als 169. im OWGR-Ranking besser platziert als aktuell (OWGR 180). Neun Jahre nach seinem letzten und bis dato einzigen Challenge Tour-Sieg 2012 bei der Gujarat Kensville Challenge ist Kieffer derzeit wieder zu einem ernsthaften Kandidaten für einen Erfolg auf der European Tour avanciert. Auf jener Tour, auf der Kieffer seit 2013 spielt und bis dato noch keinen Titel einfahren konnte. Zudem ist Kieffer hinter Martin Kaymer (84.) und Stephan Jäger (157.) wieder die deutsche Nummer drei. Die Chance, sich als einer der beiden besten deutschen Golfer für die kommenden Olympischen Sommerspiele zu qualifizieren, ist wieder in greifbarer Reichweite.

Seine aufstrebende Form führt Kieffer vor allem auf die mentale Einstellung zurück, die er bei seinem zweiten Platz im österreichischen Atzenbrugg bereits an den Tag gelegt hatte und bei der Veranstaltungen auf der Kanarischen Insel erfolgreich wiederholte. "Das habe ich letzte Woche gelernt. Du musst die Mentalität haben, so viele Birdies wie möglich zu erzielen. Also habe ich nur versucht, das zu tun", sagte "Birdie-Maschine" Kieffer.

Caddie Ohagen bringt frischen Wind

Eine große Rolle beim Erfolgslauf des Rheinländers spielt zudem sein aktueller Caddie Takashi Ohagen. Wenngleich der Notenabschlussbeste der PGA of Germany des Jahrgangs 2013 bei den Austrian Open erstmals eine Finalrunde in dieser aussichtsreichen Position erlebte, scheint der Caddie aus Essen auf den deutschen Profigolfer eine positive Ausstrahlung zu besitzen und frischen WInd in Kieffers Spiel zu entfachen. "Er ist eine große Hilfe und er hat mir in der Vorwoche schon sehr geholfen", sagte Kieffer über Ohagen.

Kommt der einmalige Challenge-Tour-Turniersieger also im Herbst seiner Golfkarriere nach über zehn Jahren als Profi noch einmal so richtig in Schwung? Prominente Beispiele von spätberufenen Golfern gibt es etliche. Ebenso solche von einstigen Spitzengolfern, die seit Kurzem wieder einen Lauf haben. Dazu zählt auch der langjährige Weltranglistenerste Kaymer, mit dem Kieffer nun bald öfter auf Augenhöhe spielen könnte. In Atzenbrugg war Kieffer ja bereits zusammen mit der deutschen Nummer eins in einem Flight gesteckt.

80s Vibe und Kieffer-Hype

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