Bild Information: Max Homa und Tony Finau (Photo by Harry How/Getty Images)

Homas Heimsieg und Vize-Finau

Tour-Rückblick
 

Max Homa erfüllt sich im Riviera Country Club einen Kindheitstraum und Tony Finau wartet weiter auf Titel Nummer zwei. Der Rückblick aufs Wochenende.

"Das hätte sich mein junges Ich niemals erträumen lassen", sagte ein emotionaler Max Homa, der nur 25 Meilen nördlich des Riviera Country Clubs aufwuchs und sich am Sonntag einen Traum erfüllte. Dank eines Pars auf dem zweiten Extra-Loch sicherte sich der 30-Jährige den Titel beim Genesis Invitational, kurz nachdem er eine Riesenchance auf der 18 ausließ und einen Putt aus gut einem Meter vorbeischob. Doch Homa trauerte der vergebenen Möglichkeit nicht lange nach. Einer SMS seiner Frau sei Dank. "Diesen Morgen schrieb mir meine Frau ein paar Ratschläge", sagte der Sieger im Anschluss an das gewonnene Playoff. "Da waren etliche Punkte aufgelistet und einer davon lautete 'verzeih schnell'."

Dies tat Homa dann auch und zog das Positive aus dem Tag. Immerhin spielte er in der Finalrunde über weite Strecken großartiges Golf. Der Kalifornier kam mit einer fehlerfreien 66 (-5) ins Clubhaus und beendete das Turnier, das er schon als Kind auf den Schultern seines Vaters verfolgte, bei einem Gesamtergebnis von zwölf unter Par. Und als würde ihm der Sieg nahe seiner Heimat Burkbank nicht schon genug bedeuten, bekam er seinen zweiten PGA-Tour-Titel von seinem Idol überreicht. "Ich meine, dass Tiger Woods uns diese Trophäe übergibt", so Homa an der Seite seines Caddies Joe Greiner. "Wir vergötterten ihn. Wir vergötterten Riviera Country Club. Wir vergötterten dieses Turnier. Das geschafft zu haben, schockiert mich fast. Aber es fühlt sich an, als könnte es nicht getoppt werden."

Homa verbesserte sich nach diesem Erfolg nicht nur in die Top Ten des FedExCup. Er verdiente sich auch einen Platz beim ersten WGC des Jahres, das in dieser Woche im Concession Golf Club in Florida stattfindet. Eine dreijährige Spielberechtigung gab es obendrauf.

Homas Widersacher im Stechen war Tony Finau. Und irgendwie hatte man bis zum Schluss das Gefühl, dass es nun endlich soweit sei. Endlich belohnt sich Finau wieder für seine großartigen Leistungen. Doch Homa rettete sich aus einer misslichen Baumlage am ersten Extra-Loch und am Ende musste Finau erneut den anderen gratulieren. Für den 31-Jährigen war es der dritte zweite Platz in Folge und das 21. Top-Fünf-Ergebnis seit seinem ersten und bis dato letzten Sieg auf der Tour.

Damals gewann er die Puerto Rico Open 2016 dank eines Birdies im Stechen. Dies hätte er auch im Riviera Country Club gebraucht. Stattdessen wurde es das dritte verlorene Playoff in Finaus steilen Karriere, in der er bereits für sein Land beim Ryder Cup 2018 antreten durfte. Die Nummer 13 der Welt spielte am Sonntag die beste Runde des Finaltages (64, -7) und bleibt daher trotz der wiederholt verpassten Chance positiv. "Jedes Mal, wenn ich um den Titel mitspielte, ist mir keine niedrige Runde gelungen", erklärte Finau. "Heute habe ich es geschafft und deswegen kann ich viel Selbstvertrauen mitnehmen." Bleibt er weiterhin so positiv, ist der zweite PGA-Tour-Titel nur eine Frage der Zeit. Lang genug ist es her, dass Finau jubeln durfte.

Einen regelrechten Wettlauf gegen die Zeit erlebt aktuell Tiger Woods. Der Gastgeber des Genesis Invitational stand während der Live-Übertragung am Sonntag als Interview-Gast zur Verfügung und sprach auch über seinen gesundheitlichen Zustand. Demnach fühle sich sein Rücken nach der jüngsten Operation im Januar noch etwas "steif" an.

Zu den Schlägern griff Woods also noch nicht und mit nur noch sechs Wochen bis zur Masters-Woche bleibt dem 15-fachen Major-Sieger nicht mehr viel Zeit, sich nicht nur vom Eingriff zu erholen, sondern sich auch in Wettkampfform zu bringen. Derzeit stünden lediglich Gym-Sessions auf dem Programm. Im Alter von 45 Jahren will Woods mit Sicherheit auch nichts riskieren. Denn, wie er selbst feststellte: "Das ist der einzige Rücken, den ich habe. Deswegen habe ich nicht viel Spielraum."

Die Ergebnisse der Deutschen:

Korn Ferry Tour, Lecom Suncoast Classic: Alex Cejka T60 und Stephan Jäger CUT

Den Break erfühlen Genesis Invitational | Leaderboard

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