Bild Information: Tiger Woods und Stephan Jäger (Photos by Getty Images)

Woods lädt ein und die Jagd geht weiter

Tour-Vorschau
 

Vorschau auf das Tour-Geschehen mit dem Genesis Invitational auf der PGA Tour und dem ersten Turnier des Jahres auf der Korn Ferry Tour.

Nachdem sich viele der Topstars eine kleine Auszeit vom straffen Tourprogramm gönnten, dürfen sich Golffans in dieser Woche wieder auf eine geballte Star-Power freuen. Beim Genesis Invitational, dem letzten Halt des California Swings, tummeln sich die großen Namen der Szene. Auch wenn nicht alle von ihnen zu den Schlägern greifen. Zur PGA Tour gesellt sich endlich auch wieder die Korn Ferry Tour, die ihre Jagd auf die Tourkarten für Liga eins in Florida fortsetzt. Einem Deutschen werden hier gute Aufstiegschancen eingeräumt.

PGA Tour

Wie der Name schon verrät handelt es sich diese Woche um ein Einladungsturnier. Der Partyhost ist niemand geringeres als Tiger Woods, der seit dem vergangenen Jahr mit seiner Stiftung hinter dem Genesis Invitational steht. Dadurch erhielt das 1926 erstmals ausgetragene Event selbstverständlich eine Aufwertung, die sich auch in Zahlen niederschlägt. Denn statt der üblichen 500 FedExCup-Punkte für den Sieger, erhält man hier 50 Punkte mehr. Damit spielt das Genesis Invitational in einer Liga mit dem Arnold Palmer Invitational und dem Memorial Tournament. Zudem winkt dem Gewinner des mit 9,3 Millionen US-Dollar dotierten Turniers eine dreijährige Spielberechtigung für die PGA Tour.

Spielberechtigt, jedoch nicht in der körperlichen Verfassung, ist der Gastgeber persönlich. Woods erholt sich weiterhin vom Eingriff an seinem Rücken im vergangenen Monat, wird die 120 geladenen Gäste aber mit seiner Anwesenheit beehren. Sportlich lief es bei diesem Turnier ohnehin noch nie gut für den 15-fachen Major-Sieger. Zwei zweite Plätze in den Jahren 1998/99 waren das höchste der Gefühle. Ein Schicksal, das er mit dem großen Jack Nicklaus teilt. Auch "The Golden Bear" konnte das Genesis Invitational, das damals noch Los Angeles Open hieß, nie gewinnen. Und doch wird der Riviera Country Club immer einen besonderen Platz in Woods‘ Herzen haben. 1992 gab er hier im Alter von 16 Jahren sein PGA-Tour-Debüt.

Als Woods erstmals die große Bühne betrat, waren Spieler wie Xander Schauffele oder Justin Thomas noch nicht einmal auf dieser Welt. Die beiden 27-jährigen US-Amerikaner zählen zu den Favoriten in dieser Woche, in der - wie für Riviera üblich - keine allzu niedrigen Ergebnisse zu erwarten sind. Der Par-71-Kurs zeichnet sich durch seine schmalen Fairways und harten sowie stark ondulierten Grüns aus. Zwar spielten hier in der Vergangenheit meist die Longhitter eine gute Rolle, jedoch ist primär das Gefühl im kurzen Spiel gefragt. Auf kaum einem anderen Platz werden so viele Grüns verpasst wie auf "The Riv". Scrambling ist also gefragt. Eine Disziplin, in der die bereits erwähnten Schauffele und Thomas zu den besten ihrer Zunft gehören.

Doch redet man über die Top-Favoriten für die letzte Station des California Swings, muss zuallererst Dustin Johnson genannt werden. Die Nummer eins der Welt nahm sich die vergangene Woche frei, nachdem er in Saudi-Arabien seinen fünften Titel seit dem Corona-Restart im Sommer feierte. Hinzukommt eine beeindruckende Bilanz in Riviera, wo Johnson 2017 mit dem niedrigsten Siegerergebnis seit Mike Weir (2004, ebenfalls -17) glänzte.

Titelverteidiger ist Adam Scott, der im vergangenen Jahr seinen zweiten Titel bei diesem Turnier feierte. Rory McIlroy, Bryson DeChambeau, Tony Finau und Jon Rahm komplettieren das Star-Aufgebot. Doch was will man anderes erwarten, wenn der Tiger zur Party einlädt.

Korn Ferry Tour

Vier Monate nach dem letzten Turnier im Jahr 2020 kehrt die Korn Ferry Tour aus ihrer Winterpause zurück. Die Marathonsaison, die sich aufgrund der langen Corona-Pause über zwei Jahre streckt, wird mit der Lecom Suncoast Classic in Sarasota-Bradenton, Florida, fortgesetzt. Das Ziel bleibt unverändert: Die Top 25 erreichen und sich somit eine der begehrten Tourkarten für die PGA Tour sichern. Abgerechnet wird nach der Pinnacle Bank Championship im August, dem letzten Turnier der regulären Saison. Im Anschluss folgen die Korn Ferry Finals, wo über drei Events weitere 25 Tourkarten vergeben werden.

Als Achter der Saisonwertung liegt Stephan Jäger gut im Rennen. Der gebürtige Münchner konnte bereits ein Turnier in dieser Spielzeit gewinnen und beendete das abgelaufene Jahr in einer vielversprechenden Form. Bei seinen vergangenen sechs Starts schaffte er es vier Mal unter die besten Sieben. Als fünffacher Sieger auf der Korn Ferry Tour zählt Jäger inzwischen zu den erfahrenen Recken in der zweiten Liga. Alles andere als der Aufstieg wäre für "Mr. 58", wie er seit seiner Traumrunde bei der Ellie Mae Classic 2016 genannt wird, eine Enttäuschung.

Neben Jäger schlägt auch Alex Cejka im Lakewood National GC ab. Der 50-Jährige wird erst sein achtes Event in dieser Saison spielen.

Die Deutschen im Einsatz:

Korn Ferry Tour,  Lecom Suncoast Classic: Stephan Jäger und Alex Cejka

Den Break erfühlen Zala Springs: Toskana-Flair am Plattensee Athletik-Golfschuh von FJ

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