Bild Information: Port Royal Golf Course (Photo by Cliff Hawkins/Getty Images)

Die Inselruhe vor dem Masters-Sturm

Tour-Vorschau
 

Vorschau auf das Tour-Geschehen mit der Bermuda Championship sowie der Cyprus Open.

Man könnte meinen, die Golfwelt schnauft noch einmal kurz durch, bevor das Masters Tournament am 12. November in ihre 84. Ausgabe startet. Die finale Vorbereitung auf das letzte Major des Jahres verbringen die meisten Stars lieber zuhause, statt sich durch Wettkampfpraxis den Feinschliff für Augusta zu holen. Dafür boten sich eher die vergangenen beiden Turniere auf der PGA Tour an, wo sich beim CJ Cup sowie der Zozo Championship das Who’s who der Szene zu einem kleinen Pre-Masters Formcheck traf.

Einer, der nur das letztere der beiden Events mitnahm, war Tiger Woods. Als Titelverteidiger bei der Zozo Championship angetreten fehlte ihm jedoch die Konkurrenzfähigkeit, weswegen zur Debatte stand, dass er vielleicht bei der Houston Open in der kommenden Woche antreten wird. Dies wäre ein ungewöhnlicher Schritt für Woods gewesen, spielte er doch als Profi noch nie das Turnier in der Vorwoche des Masters. Und dabei wird es nun auch bleiben, wie der Agent des Superstars, Mark Steinberg, am Dienstag bekanntgab. Der 15-fache Major-Champion bevorzuge die Vorbereitung bei sich zuhause, um dann bei seiner Titelverteidigung in Augusta eine Rolle zu spielen.

Obwohl die dieswöchige Bermuda Championship aufgrund der Absage des eigentlich parallel stattfindenden HSBC Champions eine Aufwertung erhielt und in ihrem zweiten Jahr erstmals als reguläres PGA-Tour-Event stattfindet, fehlen die großen Namen auf der 1.050 Kilometer südöstlich von Cape Hatteras gelegenen Atlantikinsel. Mit Brendon Todd ist nur ein Spieler im Feld vertreten, der die beiden vergangenen top-besetzten Turniere mitspielte. Zudem tritt der US-Amerikaner als Titelverteidiger auf dem Port Royal Golf Course an. Im vergangenen Jahr gewann er die Premiere mit einem Gesamtergebnis von 24 unter Par.

22 Schläge mehr benötigte Alex Cejka, der auch in dieser Woche wieder am Start sein wird. Als einer der letzten Spieler rutschte der Deutsche ins Feld, in dem mit Henrik Stenson und Danny Willett unter anderem auch zwei bekannte Namen aus Europa auftauchen. Für Cejka verlief die Saison bislang noch nicht zufriedenstellend und so wird er hoffen, dass er in Southampton seine ersten FedExCup-Punkte sammeln kann. Der österreichische Golfsport wird auf Bermuda in Person von Sepp Straka repräsentiert.

Auf der European Tour geht es in dieser Woche ebenfalls auf eine beliebte Urlaubsinsel. Statt des Atlantiks bietet bei der Aphrodite Hills Cyprus Open das östliche Mittelmeer die malerische Szenerie. Zypern ist das 50. Land, das in der 48-jährigen Tour-Geschichte bereist wird und bekam gleich zur Premiere einen Doppelschlag zugesprochen. Denn nach der Cyprus Open bleibt man auf dem PGA National Cyprus Course und trägt mit dem Cyprus Showdown ein Turnier in einem komplett neuen Format aus. Dazu aber dann in der kommenden Woche mehr.

Die Cyprus Open findet im gewohnten Zählspielmodus inklusive Cut nach zwei Runden statt und schüttet ein Preisgeld in Höhe von einer Million Euro aus. Der 18 Löcher Championship Course des Resorts in Paphos bietet den Spielern ein mediterranes Flair inmitten historischer Orte der griechischen Mythologie. Der Legende nach wurde Aphrodite ganz in der Nähe des Resorts geboren und im Rantidi Wald verbrachte die Göttin der Liebe einige Zeit zum Jagen mit ihrem Geliebten Adonis.

In dieser Woche soll jedoch der Golfsport in den Vordergrund rücken. Und der deutsche Blick auf die Cyprus Open lohnt sich. Denn mit Sebastian Heisele, Maximilian Kieffer und Bernd Ritthammer treten gleich drei schwarz-rot-goldene Hoffnungen die Reise nach Zypern an. Letzterer von den dreien bekam erst am Montag die Mitteilung, dass er als einer der letzten Reservisten einen Startplatz erhielt. "Dieses Jahr ist sehr viel Spontanität gefragt", so Ritthammers Reaktion auf Facebook. Seinen letzten Auftritt auf der European Tour hatte der 33-Jährige Ende September.

Ganz anders sieht dies bei Heisele aus, der mit ordentlich Selbstvertrauen in den Flieger gestiegen sein wird. Immerhin feierte er bei der Italian Open seine beste Saisonplatzierung und verbesserte sich dank des vierten Platzes in Brescia in die Top 100 des Race to Dubai. Dort will sich auch Kieffer so bald wie möglich wiederfinden. Jedoch spricht seine jüngste Form eher für eine entgegengesetzte Richtung. Drei verpasste Cuts in Folge sind nicht die Ergebnisse, die man vom ansonsten so konstanten Bergisch-Gladbacher gewohnt ist. Die Gruppe, in der Kieffer die ersten beiden Tage spielt, ist jedenfalls äußerst namhaft. Mit David Howell und Oliver Wilson bekam der Deutsche zwei ehemalige Ryder-Cup-Spieler an die Seite gestellt. Der Österreicher Matthias Schwab geht mit Nicolas Colsaerts und Jorge Campillo auf die Runde.

Weitere Deutsche im Einsatz:

PGA Tour Champions, TimberTech Championship: Bernhard Langer

Symetra Tour, Carolina Golf Classic: Sophie Hausmann, Isi Gabsa und Greta Isabella Völker

Elektrisierende Birdies und erfolgreiche Deutsche Ausgezeichnete Adresse Heisele und Kaymer Top Fünf

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